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Konzerte Berichte

Konzerte Berichte (86)

Musik macht glücklich…

 … phänomenale Musik macht eine Nacht unsterblich!

 

Wer sich an jenem Freitag in der Leipziger Location mit dem außergewöhnlich coolen Namen und Ambiente einfand, wusste bereits, dass der Abend einen bleibenden Eindruck hinterlassen würde. Mit neonröhrenbestückten Kronleuchtern und Discokugeln ging die Industriehalle in die Charmeoffensive und bot damit den einzigartigen Rahmen, den diese Veranstaltung verdient hatte.

 

IAMX – Vorweihnachtlicher Jahresausklang zum “Everything is Burning” Tour-Finale

Sinnlichkeit lag in der Luft…

 

… und mit ihr eine explosive Spannung, die an Vielfältigkeit und Emotionen wohl kaum zu übertreffen war.

Wer sich am ersten Advent in der beliebten Location Werk 2 im Süden der Messestadt einfand, wusste, dass sich das Warten auf Chris Corner lohnen würde. Nach mehr als zwei Jahren meldete sich der Solo-Künstler an diesem unvergesslichen Abend mit neuem Spirit bei den deutschen Fans zurück. Nicht zuletzt die visuell ausgereiften Bühnenauftritte mit aufwendigen Requisiten und Lichtprojektionen machten den außergewöhnlichen Live-Act bereits in der Vergangenheit immer wieder zu einem einmaligen Erlebnis.

14 Jahre hat  sich der Ex-Gorgoroth Drummer Einar “Kvitrafn” Selvik auf eine spirituelle Reise begeben um in der Gestalt seines Prokjekts Warduna den nordischen Naturglauben für sich zu entdecken. " Sowing New Seeds, Strengthening Old Roots" - neue Saaten säen, alte Wurzeln stärken. Lange suchte Einar nach dem Weg den Runen des älteren Futhark eine authentische Stimme zu verleihen, er baute oder erlernte schon fast vergessene Instrumente wie wie Rahmentrommeln, Knochenflöten, Hörner, Fiedeln, Leiern, Bronzelure zu spielen und suchte Geräusche der Natur an verborgenen Plätzen.

2008 erschien die erste Platte Gap Var Ginnunga, 2013 Yggdrasil und in diesem Jahr vollendete Ragnarok den Runaljod-Zyklus.

Genreübergreifend fanden sich begeisterte Zuhörer und so war das erste und einzige  Konzert in Deutschland ein begehrtes Ereignis  das seine Besucher sogar über Deutschland hinaus fand. Warum die Schwierigkeiten eine Eintrittskarte zu ergattern, sich am Einlaß fortsetzen mussten, blieb mir und vielen anderen aber unverständlich. Nur verspätet und in kleinen Grüppchen wurde Einlaß gewährt, so das wegen der viele noch draussen anstehenden sogar der Konzertbeginn verschoben wurde. Dennoch überwog schnell wieder die Vorfreude und viele, die zum ersten Mal den Eventpalast betreten hatten bestaunten den dem römischen Pantheon nachempfundenen Kuppelsaal. Eigentlich das genaue Gegenteil der angestrebten Naturmystik von Warduna und dennoch passte diese Umgebung sehr gut, den sie päsentierte und barg später die Gruppe und ihre Musik wie eine kostbare Hülle.

 

 

 

Leider hat Einars Ex-GORGOROTH-Kollge Gaahl, obwohl er auch Teil der konzeptionellen Entstehung der Trilogie war, seine Teilnahme bei Liveauftritten seid 2015 eingestellt. Sein Gesang und lokihafte Erscheinung waren eine gute Ergänzung zu Einar schon bei den vorhergehenden Platten und dem Auftritt von Wardruna 2012 im Schauspielhaus gewesen. Gerade das noch in weiten Teilen unheilvoller gewordene Ragnarok hätte eine angemessene  Bühne für seine düstere Aura geboten.

 

 

  

Endlich gegen 21:00 begann mit Tyr das Konzert und Einar und Eilif Gundersen traten mit ihren gewaltigen Bronzeluren aus dem Dunkel einer fernen Vergangenheit. Verhaltend beginnend wie ein Erzählung am Lagerfeuer träufeln fremde und doch irgendwie vertraute Klänge an unser Ohr, das stöhnen eines Auerochsen, das singen von Eis oder der rituelle Ruf der Luren zu Opfer oder Kampf.  Immer beschwörender, ein schweben, stampfen, mahlen, singen, eine Erinnerung an Leben, ein Möglichkeit an Leben, Freude, Wachsen und Vergehen. Einsam und doch nebeinander, konzentriert und hingegeben bieten Einar und seine Mitstreiter, worunter vor allem die Sängerin Lindy Fay Hella  Einar oft einen wunderbaren Gegenpol bietet, Magie in klingender Form. Nur vor dem letzten Lied wendet sich Einar sichtbar ergriffen direkt an das Publikum, dankt ihm und entschuldigt sich schon mal dafür, das man keine Rock ’n’ Roll-Band sei, die Zugaben vorbereitet hätten. Ein letztes mal führt der Helvegen in eine archaische Welt, wo die Beschwörung der Natur ein Teil des Kreislaufs des Lebens war und das Wort Rune den allgemein verstandenen Beiklang von raunenden Geheimnis besaß.

Meisterhaft!

Danke an In Move und der Treffen & Festspielgesellschaft!

GALERIE

Gothic Meets Klassik 2016 – Zweifache Dosis purer musikalischer Leidenschaft!

Schwungvoller Auftakt im Haus Auensee & bewegende Auftritte im Gewandhaus

Ein solch emotionales Wochenende darf sich gern wiederholen! Bereits zum fünften Mal fand Gothic Meets Klassik nun in gewohnt stilvollem Rahmen statt und die letzten Zweifel über die anfangs ungewohnte Kombination aus elektronischen Arrangements in sinfonischem Gewand dürften längst verflogen sein.

Bereits am Freitag wurde das unvergessliche Event im Haus Auensee eingeläutet. Inmitten des gut gefüllten Konzertsaales, der als Location mit seinem historisch imposanten Charme ohnehin beliebt ist, tummelten sich dutzende schwarze Seelen, um den Klängen von Elektro, Synthpop, EBM und Industrial zu lauschen. Auch ausgelassene Tänzer im Publikum fanden hier und da ein Plätzchen, um ihren Start-ins-Wochenende-Tanzmodus auszuleben.

11. NCN 2016

On: 24/09/2016

11. NCN - Nocturnal Culture Night – heiße schwarze Septembernächte

Nun war es wieder soweit und am ersten Septemberwochenende  öffnete das NCN die  Pforten des Kulturparks Deutzen für das beliebte und familiäre Treffen der schwarzen Szene aus nah und fern.  

Wir konnten leider nicht schon am Donnerstag zum warm-up starten, aber am Freitagnachmittag nach Feierabend fuhren wir in freudiger Erwartung von Leipzig nach Deutzen. Raus aus der Stadt und rein in die naturverbundene Atmosphäre des Kulturparks in dem das 3-tägige Festival im familiären Kreis der schwarzen Szene stattfand. Schon auf dem Weg zum Festivalgelände trafen wir viele Bekannte und Freunde,  einem schwarzen Sog gleich strömten die Festivalbesucher durch das Dorf Deutzen.  Ebenso zeugten die Straßen und Parkplätze von einer sehr großen Fangemeinde aus dem gesamten Bundesgebiet und weiteren europäischen Ländern.
Das 3 Tages Festival Ticket ohne Camping kostete 57,- € , mit einem kleinen Aufschlag von 5,- € konnte man im wunderschönen grünen Kulturpark campen. 

Mein erstes mal Summer Breeze: Ein persönlicher Rückblick

Warum das sympathische Festival in Bayern ab sofort Pflicht ist

 Was macht eigentlich ein gutes Festival aus?

Gute Zeltplätze, nette Nachbarn, saubere sanitäre Einrichtungen, kurze Wege, zuvorkommende Securities, gute Bands, allseits einsehbare Bühnen mit gutem Sound, ausreichend Sitzmöglichkeiten, gutes Essen, die richtige Biersorte, gute Bedingungen bei jedem Wetter, gute Verkehrsanbindung und natürlich die Meute, mit der man sich selbst dorthin begibt.

Beim  Summer Breeze war ich allein. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als mir meine Zeltnachbarn beim Aufbau halfen und wir unser erstes Bier gemeinsam genossen. Wie es dazu kam? Es war recht spontan dass wir von der Schwarzen Presse kurz nach dem Wacken Open Air entschieden, in diesem Jahr auch noch das Summer Breeze in Dinkelsbühl mitzunehmen. Wir bekamen einen Fotopass und durften vom Festival berichten – dummerweise zu spontan, sodass ich ohne Fotografen, einen Tag nach den ersten auftretenden Bands und mit fremder Kamera gen Süden fuhr. Warum das Summer Breeze auch ohne meine geliebte Festivalclique ein Jahreshighlight war und ab jetzt immer auf der To Do-Liste steht, lest ihr hier.

Wacken 2016 oder "Warum tut ihr euch das eigentlich immer noch an?"

Vom Drumherum, musikalischen Highlights und großen Gesten

Dienstag, erster Arbeitstag nach dem Wacken Open Air. Ich bin zufrieden, tiefenentspannt und immer noch ein bisschen kaputt, obwohl ich gestern fast den ganzen Tag nur geschlafen habe.

„Warum fährt man denn heutzutage heute noch auf’s Wacken?“ fragt mein Kollege, selbst Metal- und Rockfan und ich berichte während unserer gemeinsamen Mittagspause von der wunderbaren Welt im tiefsten Schleswig-Holstein.

Drei volle Tage Abwechslung

Core-Klassiker glänzt durch breit gefächertes Spitzen-Lineup

Im alljährlichen Open-Air-Kalender ist das With Full Force im sächsischen Roizschjora weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt für sein knallharte Programm mit Schwerpunkt in der Bereichen Hard- und Metalcore. Neben zahlreichen aufstrebenden Bands, die konstant die Tent-Stage zum Beben bringen, sind auf der Mainstage auch regelmäßig die absoluten Größen der Szene zugegen. Im Vorjahr setzten so z.B. Heaven Shall Burn, Parkway Drive und Sick of it All höchste Maßstäbe. Das Lineup dieses Jahr überraschte da mit einem leicht anderen Focus.

Klangvoller Sommerabend bei satten Temperaturen:

3. Darkflower Open Air am 09.07. beschert außergewöhnlichen Musikgenuss unter freiem Himmel…

Bereits zum dritten Mal hüllte sich die beschauliche Leipziger Parkbühne im Clara Zetkin Park in ein schwarzes Gewand, um sich auf die Freunde der dunklen Musikszene einzustimmen. Mit den Energiebündeln von HEAD-LESS, CLAN OF XYMOX, MELOTRON und APOPTYGMA BERZERK gelang an diesem Abend ein Line-Up, das ein Potpourri an vertrauten und wohlbekannten als auch weniger prominenten, aber durchaus hörbaren Überraschungen bot. Bei sommerlichen Temperaturen sammelten sich die Konzertbesucher langsam aber sicher auf dem von Baumkronen umringten Gelände, um den elektronischen und rockigen Klängen in lauen Lüftchen zu lauschen.

Von Kopf bis Fuß perfekt

Fear Factory als Geburtstagskind des Jahres ausgezeichnet

Das war doch mal ein 20ter Geburtstag nach Maß! Geile Mucke, Bier, ein fröhliches Feiervolk, schöne Frauen, starke Männer und das Geburtstagskind selbst war so richtig gut drauf. Warum uns das einen Bericht wert ist? Weil das Geburtstagskind die Band Fear Factory ist, die wir am 01. Dezember im renovierten Berliner Columbia Theater besucht haben.

Bei einer Feier will ja niemand der erste sein, der auf der Party auftaucht. Das scheint auch in Berlin Motto zu sein, denn als die erste Vorband des Abends, Dead Label!, die Bühne betrat, war der Saal noch mager gefüllt. Pech gehabt, liebe Nachzügler, denn Dead Label! waren ein toller Einstieg für diesen Modern Metal Abend. Die Iren, die unter anderem mit dem Produzenten von All That Remains an ihrer neuen Single gearbeitet haben, überzeugen mit treibenden Basedrums, coolen Riffs und Kopfschüttelgarantie. Seit fünf Jahren touren Sänger und Basser Dan O' Grady, Gitarrist Danny Hall und Drummerin Claire Percival unter Anderem an der Seite von Machine Head durch die Welt, arbeiten hart am Erfolg. Wir sehen keinen Grund, warum der sich nicht in größerem Maße einstellen sollte. Den Berlinern gefiel der Grove Metal mit Screams und so war die Halle nach dem Auftritt von Dead Label! nicht nur voll sondern aufgeheizt.

Livemusik auf einer Feier ist immer ganz schön, die zweite Band war jedoch fast schon ein Zaubertrick im Line Up der Demanufacture-Tour: Once Human. Wie, ihr kennt Once Human nicht?

Once Human, das sind der Ex Machine Head Gitarrist Logan Mader, Sängerin Lauren Hart und Damn Rainauld (Bass) sowie Ralph Alexander an den Drums. Zugegeben: Ende 2015 wurde das erste Album der Kalifornier veröffentlicht und ihr könnt die Band schon allein deswegen kaum kennen. Merkt euch jedoch ihren Namen, hier kommt was Großes auf euch zu!

Wie eine jüngere und heißere Angela Gossow präsentiert sich Lauren Hart unter dem Jubel der Fans, flirtet mit dem Publikum und brüllt ihre Growls in die Menge. Sofort haben Once Human die Menschen in der Hand, die unter den kreischenden Gitarrensoli von Logan Mader schmelzen. Melodischer, moderne Death Metal präsentiert sich uns, wenig Klargesang vermischt mit Ohrwurmmelodien und einer Livepower, die Spaß macht und ansteckt. Kein Haar bleibt mehr auf dem Anderen, wenn wir uns an Arch Enemy erinnert fühlen und doch eine ganz eigene Note in der Musik von Once Human erkennen. Nach 12 Jahren, in denen Mader vor allem produziert hat (u.A. Five Finger Death Punch und Gojira), ist dieses Livecomeback gelungen – wir freuen uns auf mehr!

Mittlerweile platzt das Columbia Theater aus allen Nähten, die Stimmung ist großartig und es gibt immer wieder Fangesänge als die Bühne für Fear Factory umgebaut wird. Auf der Theaterbühne, leicht zurück versetzt, wird ein riesiges Drumset enthüllt, die Lichtanlagen getestet und Nebelmaschinen auf ihren Einsatz vorbereitet. Dann wird es dunkel. Mike Heller nimmt an den Drums Platz, Burton C. Bell betritt die Bühne in perfekter Lichtstimmung, Jubel ertönt als die Band durch Dino Cazares (Gitarre) und Tony Campos (Bass) vervollständigt wird. Die Amerikaner fackeln nicht lange, spielen ihr komplettes „Demanufacture“-Album. Bell bedankt sich mit heiseren Ansagen, feuert das Publikum an und war doch selten stimmlich so stark wie heute. Auch Cazares und Campos wirken elektrisiert, es scheint, als verschmelzen Publikum und Band, feiert gemeinsam diese tolle Metalparty. Nach 11 Songs ist der Abend noch nicht vorbei. Eine umfangreiche Zugabe wird angekündigt und die Band verspricht nicht zu viel. Es sind Klassiker wie Edgecrusher oder Martyr, die das Columbia Theater endgültig zu einem Schmelztiegel machen. Keiner der nicht bangt, tanzt oder mosht, niemand der nicht durchgeschwitzt ist, jubelt und schreit, mitsingt und klatscht. Doch was ist es, das dieses Konzert so besonders macht? Eine Band, die in sich angekommen scheint? Eine kleine und gemütliche Location mit stufenhaftem Aufbau und toller Sicht zur Bühne? Klasse Sound und eine Lichtshow, die das Konzert wie ein fünfter Mann begleitet? Oder einfach gute Musik, die, mal progressiv und eindringlich, mal laut und treibend aber immer perfekt beim Publikum ankommt? Es war natürlich eine Mischung aus all diesen Komponten. Fear Factory erschaffen eine rundum gelungene Geburtstagsfeier. Sie brachten uns mit tollen Vorbands zusammen, die musikalisch perfekt auf den Hauptact vorbereiten. Sie wählten eine Location, die Clubatmosphäre schuf und doch festlich genug war. Sie zeigten die Größe einer 20-jährigen Metalkarriere und doch Fannähe und Spiellust. Mit anderen Fans verbrachten wir auch nach dem Hauptact noch einige Zeit in der Halle. Jeder wirkte glücklich, einige holten sich Autogramme von den bereitwillig wartenden Vorbands oder tranken noch ein Bier. Jeder war sich einig: Diesen Abend könnten wir sofort wiederholen! Wir hoffen dass Fear Factory bald wieder den Weg zu uns wagen und freuen uns drauf!

Fotos zum Konzert.