Konzerte Berichte

Konzerte Berichte (87)

Mit der magischen Zahl an der Anzahl 13 ist nun wieder ein außergewöhnliches Musikfestival zu Ende gegangen.

Das 13. NCN in Deutzen, welches vor den Toren der Stadt Leipzig gelegen ist, zog wieder viele tausende Besucher in den wunderschönen und einmaligen Kulturpark Deutzen.
Am Donnerstag begann das Festival, die vielen tausenden Fans und Besucher kommen mittlerweile aus aller Welt angereist. Es standen sehr viele Parkplätze an der Bundesstraße zur Verfügung, desweiteren gab es einen stark frequentierten Pendelbusverkehr nach Leipzig.
Zum Festivalgelände waren es nur wenige Minuten zu Fuß, das Wetter war sommerlich warm und schön, wenn man mal von den ganz wenigen Regentropfen vom Freitag absieht. Nach wie vor ist das NCN ein eher familiäres, kleines und naturverbundenes geprägtes Treffen der schwarzen Szene, so dass wir schon zur Ankunft viele Freunde und Bekannte begrüßten und trafen. 


Auch die Bevölkerung von Deutzen ist an den ganz in schwarz gekleideten Festivalbesuchern mit den zum Teil aufwendigen gestalteten Frisuren interessiert, sie sagten „Es sind friedliche und nette Leute die uns nicht stören“. An den vier Festivaltagen, von der Eröffnungsparty am Donnerstagabend bis zum Abschiedskonzert am Sonntag, spielten im Kulturpark Deutzen etwa sechzig Künstler und Bands. Dazu gab es eine Vielzahl von Ständen an denen verschiedensten Händlern welche ihre Ware feilboten. Für das leibliche Wohl sorgten viele Getränke- und Imbissstände. Zwischen den vier Bühnen gab es wieder genug Platz um sich zu treffen, zu unterhalten oder einfach nur ein Getränk zu trinken. Sehr angenehm waren an der Weidenbogenbühne die Sitzgelegenheiten nebst Tischen, gut durchdacht und von den Besuchern gerne angenommen.


Die Headliner der drei Festivaltage spielten am Abend je auf der Amphiebühne, welche stets prall gefüllt war.
Am Freitagabend enterte dann Marc Almond die abendliche Bühne, Marc, eine Synthi Pop Ikone aus den 1980-er Jahren, auch heute noch sehr aktiv und beliebt bei seinen Fans. Seit 39 Jahren ist Marc Almond im Musikgeschäft und bringt auch heute noch  Hits in die internationalen Charts. Als Frontmann von „Soft Cell“ landete er mit "Tainded Love" einen noch heute bekannten Klassiker der Musikgeschichte, auch diesen Song spielte Marc am Laufe des Abends live zur absoluten Freude seiner Fans. Für viele wurde der Auftritt von Marc Almond zum Höhepunkt des Freitagabends, selbst Holger als Veranstalter ließ uns an seine Begeisterung spüren.
Als Headliner am Sonnabend hat Holger Peter Hook and the Light verpflichtet, welcher einst Joy Division als Bassist mit begründete und später seinen Weg mit der Band Neworder fortsetzte. Die Amphiebühne war schon im Vorfeld gefüllt, es sah prächtig aus, die unzähligen schwarzen Besucher welche mit Freude spannend auf das nun kommende Konzert warteten. Es sollte eine weite Reise mit viel Emotionen in die Musikgeschichte von Joy Division gehen. Man schloss die Augen die alten Songs wurden in einen lebendig, live, dabei das Jahr 2018. Viele der alten Songs und Hits heizten dem Publikum ein. Es war einfach „Joy Division"! Nicht fehlen durften Songs wie "Transmission" oder "Love will tear us apart" da wurde kräftig mitgesungen und dieser Abend, der wird ganz sicher sehr fest in Erinnerung bleiben! Der krönende Abschluss am Sonntagabend war dann die norwegische Synth Rock Band „Zeromancer“, was sich als eine sehr gute Entscheidung des Veranstalters erwies. Von Anfang an und dazu gewöhnt kraftvoll mit ihren sehr eigenen musikalischen Stil überzeugten sie ihr Publikum. Es entwickelte sich eine gigantische Show, mit all ihren Hits und vielen Zugaben. Aber leider ging nun der Abend und auch dieses schöne Festival stetig dem Ende entgegen.
Band und Publikum verstehen es sich gegenseitig zu feiern, ihren Spaß zu haben und die Mengen einen Hexenkessel gleich einzuheizen! Es war ein gigantischer Abschluss zum Abend des Sonntages.

An drei Tagen gab es ununterbrochen Musik von den vier verschiedenen Bühnen (Amphibühne, Weidenbogenbühne, Kulturbühne, Parkbühne). Die Stilrichtungen waren zum Teil sehr verschieben, aber genau diese Mischung machte es sehr interessant, verwoben durch Bands und Besuchern aus verschiedenen Länder, ob nun Newcomer oder die alten Hasen der schwarzen Szene. Manchmal musste man sich für die oder eine andere Bühne entscheiden, es wurde nie langweilig. Überall traf man sich mit Kollegen, Freunden und Bekannten, so dass auch in der herrlichen Natur des Kulturparks genügend Zeit für Plausch und Bier blieb. Wir selbst starteten am Freitag nach Feierabend aus Leipzig nach Deutzen. So wie alle anderen freuten wir uns schon lange auf das NCN und tauchten sofort in unsere Welt ein. Die beiden am Freitag prägenden Bands der Weidenbogenbühne sind auf ihre Art einmalig, bei „Die Krupps“ und „The Beauty of Gemina“. Die Krupps zogen ihre Show sehr kraftvoll durch ihre Bandgeschichte, ein begeistertes Publikum, genau dass was man bei den Krupps erwartet. Ein toller Start in das Festival. Gefolgt von den Schweizern „The Beauty of Gemina“, die nun hier mit ihrem Konzert zum NCN am Ende ihre Zwei Jahrestournee sind. Grandiose Songs und Akustik Version begeisterten das Publikum des komplett gefüllten Platzes vor der Bühne.
Auch auf der Amphibühe gab es Musik vom Feinsten, diese schöne Bühne füllte sich zusehends mit Festivalbesuchern. Es folgten die erwarteten Konzerten von „Plastic Noise Experience“, „Gothminister“ bevor dann der Headliner vom Abend übernehmen sollte.

Aber auch auf der Parkbühne sowie der Kulturbühne wurden musikalisch vom Feinsten bespielt. Die Kulturbühne ist immer wieder sehr gut besucht, nicht nur wegen den Grill- und Getränkeständen, ist dies ein feiner Ort für Konzerte. So wie am Freitagabend zum Auftakt „7pm Ritual“, „I-M-R“, gefolgt mit … Stummfilmen. Auch die Parkbühne bot ein sehr interessanten musikalischen Querschnitt am Freitag an. Der Sonnabend ließ nicht lange auf sich warten, es war schönstes Festivalwetter und es gab viele tolle Bandankündigungen. Das ganze Spektrum würde hier wohl etwas den Rahmen sprengen, aber auch heute galt, für jeden Geschmack und Stil war so richtig viel dabei. Zur schönsten Mittagszeit verwandelten „Heimataerde“ mit metallischem Rock und klarem Gesang die Weidenbogenbühne in eine mittelalterliche Kulisse. Auch die Band zeigte sich im passendem Ambient dazu, ein ganz tolle Show, die das Publikum brodeln ließ. Natürlich gehörte dazu auch jede Menge Kunstblut zu den Vampirzähnen. Gefolgt von Goth Rock mit feinen Melodien überzeugten „The House of Usher“ angenehm, danach kamen die Panzer, „Tyske Ludder“. Die Band mit bald 30 Jähriger Bandgeschichte und harten elektronischen Klängen überzeugten sofort ihre Fans und die nun gefühlten mehrere tausend Besucher. So ging der Abend hinein und „Kirlian Camera“ gaben sich die Ehre. Eine Wahnsinnsstimmung gepaart mit der mitreißenden Bühnenpräsenz ihrer Frontfrau zog sich der Abend in ihrer musikalischen Welt. KC sollten sich dann noch am nächsten Tag mit ihrem Nebenprojekt „Stalingrad“ die Ehre geben. 

Auf der Kulturbühne stimmte „Widukind“ das Publikum ein, wenig später brachte Evi Vine stimmungsvoll ihre musikalischen Perlen in die naturverbundene Welt der Kulturbühne. Minimalistischer kamen danach „Tanz ohne Musik“ daher, auch hier gab es für jeden musikalischen Geschmack etwas auf die Ohren. Später am Abend folgte ein martialisches Nebenproject von „Kirlian Camera“, „Stalingrad (Valkyre)“. Eine interessante musikalische Mischung bestimmte am Sonnabend die Parkbühne, man kam ja auf Grund der Lage immer wieder hier entlang und verweilte bei den verschiedenen Bands. Während dessen bespielten „Scheuber“, „Faid“, Armargeddon Dildos“ und „S.P.O.C.K.“ die Amphibühne unter großem Jubel. Auch zeigten sich die Fans von „S.P.O.C.K.“ sehr engagiert. Diese Band gibt es schon lange, aber immer wieder erquickend zu erleben in Ihrem Enterpriselook. Schön zu erleben waren „D:uel (Propaganda)“ bevor der Headliner „Zeromancer“ und somit letzte Band am Abend die Bühne unter großem Jubel entern sollte. Sofort und sehr kraftvoll verschmolzen Band und Publikum.

 

Auch nach Zugaben ist ein sehr schönes Konzert und Festival somit kurz vor dem Ende. Nach der tollen Show von „Zeromancer“ verkündete Holger Troisch auf der Bühne "Die 13. Nocturnal Culture Night ist vorbei".

Unter tobenden Beifall kamen nun auch alle vom NCN Team und Crew auf die Bühne. Es war eine tolle Verabschiedung!
„Das NCN gehört nach Deutzen und hier in den Kulturpark“, sagte Holger Troisch nachdrücklich und so laufen auch schon die Planungen für das nächste NCN im Jahre 2019.

Dies wird am 06. – 09. September 2019 stattfinden, Tickets dazu können ab dem 01. Oktober 2018 geordert werden.

Wir sagen Danke für ein sehr schönes Festival und kommen sehr gerne wieder.

Speziellen Dank an Veranstalter und Team vom NCN, allen Besuchern und Bands.

Bis bald und Auf Wiedersehen!

Galerie

Sommer, Sonne & Soundgenuss in luftigen Höhen

Festung Königstein Open Air 2018 beschert musikalische Highlights in eindrucksvoller Kulisse

 

Man nehme eine reichliche Portion atemberaubender Blicke ins Elbsandsteingebirge, eine Prise Sonnenuntergänge in luftiger Höhe und menge zwei, drei kühle Bierchen in lauen Nächten dazu… anschließend mische man das Ganze mit erstklassigem Musikgenuss unter freiem Himmel und serviere den Leckerbissen unter mitreißenden Rhythmen an hungrige Genießer! Ein sommerlicher Ohrenschmaus der Extraklasse, zu dem die imposante Festung Königstein auch in diesem Jahr unter dem Motto „Rocken bis das Elbtal wackelt“ wieder einlud… und zwar nicht einen Tag, nicht eine Woche, sondern einen ganzen Monat lang!

Wir haben uns vor Ort selbst ein Bild gemacht und sind schwer begeistert! Allein die massiven, hohen Mauern des einstigen Staatsgefängnisses als auch die von Baumkronen umringte Bühne inmitten der Bergfestung verliehen der am Tage beliebten Touristenattraktion einen ganz besonderen Charme für den klangvollen Abend. Die erstklassige Auswahl an Künstlern tat ihr Übriges und kaum hatte man sich versehen, war das einmalige Erlebnis schon wieder vorbei… Zur Fotogalerie

25 Jahre With Full Force - sturmfrei in Ferropolis

Ein viertel Jahrhundert Erfahrung sichert Verlässlichkeit und Routine im zweiten Jahr in der Stadt aus Eisen. Ein würdiges Jubiläums-Line-Up bietet einem bunt gemischten Publikum ein breites Spektrum von voller Härte bis bester Laune. Auch wir waren als Gratulanten vor Ort und haben Euch unsere Eindrücke mitgebracht.

X. BELTANE 2018

Mit viel Spannung und Vorfreude wurde die diesjährige 10. Beltanefeier in der Kreuzmühle erwartet.
Viele von uns kennen die wunderschönen Veranstaltungen der schwarzen Mühle, welche im mystisch romantischen Kreuztal in der Nähe vom Harzer Rübeland gelegen ist. Die Kreuzmühle war wirklich einmal eine Mühle, welche in sorgsamer Restauration von Remo Sorge immer weiter zu dem alten Schmuckstück gedeiht, wovon Bilder aus vergangenen Zeiten zeugen. Wir hatten dieses Jahr das Glück, unseren Besuch zur Feier im Harz etwas zu verlängern und mit einer schwarz gesinnten Reisegruppe aus Leipzig in einem nahe gelegenen Ferienhaus Quartier zu beziehen.

Editors live in Leipzig, ein Rückblick auf ein kraftvoll melodisches Konzert des Quartetts aus Birmingham


Die Osterfeiertage neigten sich langsam aber unaufhaltsam dem Ende entgegen, aber halt, da gab es noch einen wichtigen Termin am Abend des Ostermontags! Nach nunmehr bald 5 Jahren gaben sich die Editors von der britischen Insel wieder die Ehre in der Messe- und WGT Stadt Leipzig. Zeitgleich zu ihrem neuen, mittlerweile sechsten Album „Violence“ bespielten sie in ihrer aktuellen Tour 2018 das legendäre Haus Auensee, welches im Leipziger Norden gelegen ist.

Evanescene live in Leipzig, ein Rückblick auf ein exzellentes Konzert mit Orchesterunterstützung in der Arena Leipzig.

Am Freitagabend des 23. März 2018 sollte es nun endlich soweit sein: Evanescene live in Leipzig! Die Vorfreude auf dieses Konzert beflügelte unsere Arbeitswoche und pünktlich eilten wir zur sehr zentral gelegenen, gut erreichbaren Arena Leipzig. Wir konnten ohne viel Stress und Hektik die Parkmöglichkeiten direkt vor Ort an der Arena nutzen. Nur wenige Schritte zu Fuß ging es zur Veranstaltungsstätte, dies war auch gut denn der späte März brachte bittere Kälte nach Leipzig. An den zwei Haupteingängen gab es einen sehr gut organisiert Einlass in die Arena, schon der erste Eindruck zog sich angenehm und sehr positiv über den gesamten Abend. Kurze Wege, sehr gut ausgeschildert und nettes Personal half sehr freundlich und fachkundig. Die perfekte Organisation der Arena Leipzig ist eine Klasse für sich!

Laibach live in Leipzig

Ein Rückblick auf ein doch etwas anderes Konzert des Künstlerkollektives aus Slowenien.

Der späte Märztag des Dienstagabends war noch winterlich kalt, auch zeugten Eis und Schnee in der Stadt davon. Davon ließen wir uns aber nun wirklich nicht beirren und eilten in Vorfreude nach Leipzig Plagwitz.  In diesem seit den Gründerjahren stark industriel geprägtem Stadtviertel hat auch das lauschige Täubchenthal seinen Sitz in einer ehemaligen Fabrik, wunderbar restauriert und eingerichtet, ein idealer Ort für ein Laibach Konzert. Auch dies eine kleine Besonderheit, als Kraftfahrer kann man sein Fahrzeug in unmittelbarer Nähe vom Täubchenthal auf einen der vielen Parkflächen abstellen und hat nur ein kurzes Stück zu Fuß zu laufen.

Am kalten Nachmittag des 17. Februar 2018 war es dann wieder einmal soweit, es lud das nunmehr 8. E-Only Festival im viertem Jahr ins historischen Stadtbad von Leipzig.
Es erwartete uns eine einfach tolle location im Herzen der Stadt, auf die wir uns schon im Vorfeld freuten.  So waren wir eine Stunde vor Beginn am Stadtbad, es standen schon sehr viele Besucher an, eine schön anzusehende schwarze Schlange .
So traf man schon die  ersten Freunde und Bekannten auf ein kurzes Hallo wieder.

Gothic Meets Klassik 2017: Musikalisches Experiment auf hohem Niveau

Stahlmann, Letzte Instanz & Oomph! hüllen harte Rhythmen in ein neues Gewand

 

Monate im Voraus wurde das Wochenende mit Spannung erwartet und mit einem Wimpernschlag ist es schließlich vergangen. Bereits zum sechsten Mal fand Gothic Meets Klassik nun in gewohnt stilvollem Rahmen statt und schaffte es diesmal, mit einem ungewohnten, musikalischen Crossover aus Rock und klassischen Musikelementen angenehm zu überraschen und zugleich zu polarisieren.

12. Nocturnal Culture Night Festival 2017
 
 
Nun war es endlich wieder soweit und wie in den vergangenen Jahren pilgerte die schwarze Szene in das kleine Örtchen Deutzen. Das 12. Nocturnal Culture Night Festival, kurz NCN genannt, hatte in den wunderschönen Kulturpark geladen um drei Tage zu feiern und eine Vielzahl von Bands live zu erleben! Schon am Donnerstag gab es eine Warm Up Party auf der Kulturbühne des Kulturparkes. Richtig begonnen hatte das NCN am Freitagnachmittag, der Ort füllte sich zusehends mit zum Teil sehr weit angereisten Gästen ohne das es zu Chaos kam, es wurden großzügige Parkmöglichkeiten in der Nähe des Festivals bereitgestellt. Dazu gab es auch einen preiswerten und gut angenommenen Shuttleservice von Leipzig bis nach Deutzen, nicht jeder wollte und konnte zelten oder im Ort übernachten.