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Konzerte Berichte

Konzerte Berichte (83)

Langsam füllen sich die Zugänge zur Hauptbühne des Centraltheaters in Leipzig. Die Temperaturen der letzten Tage wabern durch die Räume und scheinen sich ob der sich inzwischen drängenden Menschen weiter aufzuheizen. Ausverkauft …

Bei gefühlten 30° Grad füllte sich der Platz vor dem Centraltheater gegen 21:30 Uhr sehr rasch. Grüppchen und Pärchen trafen sich, es wurden noch schnelle Telefonate geführt und die letzten Tickets verkauft.

 

Molllust eröffneten mit Ihrem perfekten Mix aus Klassik und Metal den Abend. Der MDR war zur Dokumentation dieses Ereignisses geladen und wird den Artikel in Ihrer Mediathek präsentieren. Diese Band vereint Musikrichtungen die scheinbar nicht zu vereinen sind, doch genau das schaffen sie, mit großem Erfolg.

Es wurde am 21.07. wieder bunt, laut und auch kritisch auf der diesjährigen Global Space Odyssey. Wer hier nach Science Fiction sucht, kann dies lange machen. Denn bei der GSO ging es nicht etwa um Außerirdische, sondern um eine kulturpolitische Demonstration, die sich für die vielen verschiedenen alternativen Kulturen in Leipzig engagiert. „Leipzig ist, was WIR draus machen“ stand auf einem der vielen Trucks welche die Demonstration mit lauter Musik unterstützten. Ca. 3000 Menschen haben sich zwischen den Trucks auf die ca. 10 km lange Strecke quer durch die Stadt begeben. Nach dem Start des Protestzuges am Connewitzer Kreuz und einem Zwischnhalt auf dem Augustusplatz direkt vor der Oper bewegte sich der Protestzug lautstark weiter zum Wilhelm-Külz-Park, wo der mit Bands und Musik der Protestzug künstlerisch ausklang. Sinn und Zweck der Demonstration war einmal gegen die Gebührenerhöhung der GEMA vorzugehen, die viele kleine und auch große Clubs 2013 an den Rand der Existenz bringt. Des andren sind so viele Leute gekommen damit die Stadt Leipzig auch sieht, das es mehr als nur die „Hochkultur-Leuchttürme“ gibt um die man sich kümmern muss. Immerhin wirbt Leipzig mit seiner kulturellen Vielfalt weltweit, fördert aber nur unzureichend die kleineren und unbekannteren Bands, Clubs und Veranstalter. Es gibt für die vielen Nachwuchsbands, DJs, Produzenten, Songwriter und Künstler zu wenig bezahlbare Proberäume und Tonstudios. Auch das Engagement für die Legalisierung von nicht-kommerziellen Kulturveranstaltungen im Freien war dieses Jahr auch wieder ein Thema, wo es darum geht, dass die Stadt Leipzig im Zeitraum April bis September mindestens 3 Flächen zur Verfügung stellt. Vergabe und Verwaltung dieser Fläche an die kulturschaffenden Veranstalter sollte von einem gemeinnützigen Verein erfolgen. Doch dieser Vorschlag lief ins Leere, und nach mehreren hin und her, gibt es immer noch keine Lösung. Wer aber ab 22:30 noch nicht genug vom Demonstrieren und dem Demoausklang im Park hatte, konnte sich in einen der 5 Clubs zur Aftershow Party stürzen. Es gab für jeden Musikgeschmack den richtigen Club, wo man ausgelassen den Tag zu Ende feiern könnte. Und feiern wollten noch viele, wovon sich Teammitglieder der Schwarzen Presse in der Villa Leipzig und der Damanhandschuhfabrik überzeugen konnten.  Sollte sich nicht bald etwas für die alternativen Kulturen ergeben wird es wohl auch nächstes Jahr eine Global Space Odyssey geben, mindestens ebenso laut, bunt und kritisch wie 2012.

Gastbeitrag von Felix Schimmel - Praktikant bei der Redaktion Leipzig des MSG-Magazin

 16.-18.07.15 Back to Future Open Air

Sommer-Punk-Sause!

 

Am Donnerstag Abend ging es gleich richtig ab. Wer es sich leisten kann, mit so einer grandiosen Band wie Fightball ein Festival zu beginnen, der hat echt Glück. Diese dynamischen Chaoten zeigten dem Publikum gleich mal zum Anfang wo der Hammer hängt. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Veranstaltungen brauchte das BtF- Publikum nicht lange um das Tanzbein zu schwingen. Ein großes Aufwärmen gab es nicht. Den ganzen Abend wurde getanzt, gesungen und natürlich Bier getrunken. Neben weiteren fabelhaften Bands rundeten Rezurex und Anti-Flag das Programm am Donnerstag ab. Während Rezurex mit (Grusel)Showeinlagen und einer vollen Ladung Psycho-Horror-Billy die Audienz zum kochen brachten, legten Anti-Flag eine volle Breitseite Rock’n’Roll auf die Bühne. Glückselig waren alle die, die schon am Donnerstag angereist waren. Das war mal ein schöner, energiegeladener Warm-Up-Abend.

 

Nach dem gelungenen Donnerstag Abend war die Vorfreude auf Freitag groß. Da das Wetter es sehr gut mit den Festivalbesuchern meinte, musste eine Abkühlung im Freibad her. Sicherlich sind die beiden Tage des Back-To-Future Wochenendes die aufregendste Zeit des Jahres im Freibad Glaubitz. Hier hat man das Gefühl, man sei auf einer Tattoo-Messe oder ähnliches. Da kann sich manch ein junger Glaubitzer nur die Augen reiben bei so viel farbenfrohem Vor-sich-hin-planschen.

 

Aber zurück zur Musik: Mit dem schönen Wetter war natürlich auch die gute Laune überall auf dem Festival-Gelände vertreten. Neben Punkrock und diversen Arten des Rock’n’Rolls war auch ein exotisches Exemplar der Musikgenres angetreten. Faz Waltz kamen mit einer beschwingten Mod-Show daher. Da Mod-Musik eher selten zu hören ist, stellten diese Männer eine angenehme Abwechslung dar. Zeit zum schwofen blieb jedoch nicht, denn gleich nach Faz Waltz stand die Secret Army auf der Bühne. Mit einer schnellen, energiegeladenen Packung HC gepaart mit OI!-Anleihen gab es spätestens jetzt kein Halten mehr. Die Menge ließ sich von der Mucke mitreißen und pogte vor der unerträglich heißen Bühne. Zum Glück gab es genügen kühle Getränke für die Tapferen, die sich der Sonne entgegen stellten und der Musik lauschten. Eine der schönsten Facetten am Back-To-Future Open Air ist das abwechslungsreiche LineUp. Neben Power-Bands wie Secret Army, Lions Law, Abfukk oder MDC kann man sich auch von lieblicheren Sounds wie dem der zauberhaften Inciters hingeben.

Diese Band ist von der Anzahl her eine Fußballmannschaft und Sie schaffen es, die Töne sicher wie ein Kirchenchor zu treffen. Soul vom feinsten und etwas Augenfutter für den Zuhörer. Neben dem Bläser-Trio und weiteren durchaus attraktiven Männern geben in dieser Band die Frauen den Ton an. Im wahrsten Sinne des Wortes. Durch das kontinuierliche Wechseln der Solo Sängerin aus dem Trio der Backing-Vocals ist der Sound immer etwas anders und doch unverwechselbar.

 

Für eine schnellere Portion Musik sorgten am Freitag noch Gumbles und die sehnsüchtig erwarteten Baboon Show. Die Gumbles hatten auch ohne den verletzten Duff-Man eine Menge Spaß und das Zelt triefte vor Schweiß und Bier. A Propos Bier: Den Abschluss an dem Abend machten die Fußball- und bierverliebten Männer der ersten Mannschaft der Trink- und Sing-Gemeinschaft aus Berlin. Nach einem Mitsing- Marathon ging es dann für die Meisten (sich nicht für Alle) ins warme Bett. Naja, bei den Temperaturen konnte man auch gut draußen schlafen. Hier eine Auswahl der Schlafplätze: am Baum anlehnend, neben teils unterm Auto liegend, auf dem Festival-Gelände (überall – ja überall), neben / an / auf der Straße und natürlich unter / an / auf / mit dem Partner (hoffentlich der eigene).

 

Am Samstag wartete das Back-To-Future zur Verkürzung der Wartezeit bis zu dem Beginn der Bands mit der Punk Rock Karaoke im Freibad auf. Eine wirklich witzige und horizont-erweiternde Idee.

Nachdem dann die Helden der Karaoke-Bühne ihre verdienten 5-Minuten-Ruhm bekamen, war es wieder Zeit die Leute auf die Bühne zu lassen, wegen denen die Menschen gekommen waren. Den Anfang machten Anti-Pasti. Die Show begann wie alle anderen Shows des BtF im strahlenden Sonnenschein. Schade für die Jungs war, dass es bereits nach kurzer Zeit heftig zu regnen begann. Dieser Umstand zwang viele (jedoch nicht alle) Zuhörer in das große Zelt welches eine trockene Zuflucht darstellte. Zum Glück hielt der Regen nicht lange an. Selbstverständlich wurde noch während des Auftrittes von Anti-Pasti ordentlich im Schlamm vor der Bühne gebadet, gekämpft und allerlei Schabernack getrieben. Hiervon blieb auch der Anti-Pasti Sänger nicht verschont.

 

Leider mussten auch Zaunpfahl die leidige Erfahrung mit dem Regen machen. Gleiches Spiel wie zuvor – Leute vor der Bühne, Regen, Leute flüchten und danach wieder vor die Bühne. Die Show von Zaunpfahl war gut und der Mitsing-Chor mit der Beste des ganzen Festivals. Auch am Samstag war eine ausgewogene Mischung aus Ska, Punk, Rock’n’Roll und OI! zu hören.

Zum Thema ausgewogene Mischung dachte sich Petrus wohl „da mach ich mit“ und schickte immer wieder Regen oder eben Sonnenschein auf das Festiaval-Gelände. Das eine oder andere Zelt hat dieses Jahr mit Sicherheit etwas zu viel Wasser gesehen und muss wohl oder übel ausgetauscht werden.

Zu den Headliner- Bands am Samstag Abend muss man nicht viel sagen. Mitsingen ist hier Pflicht und das Bier (wahlweise Schnaps) lockert die Zunge zusätzlich. Bands wie Evil Conduct oder Die Lokalmatadore gehören zum BtF wie Dr. Martens zu Skinheads. Gerade wegen der Stimmung und dem einheitlich-geschlossenen Chor bei solchen Band kommt der Ein oder Andere immer wieder gern nach Glaubitz.

 

Nach drei Tagen purem Punk-Rock und allen dazu gehörigen Nebenerscheinungen kehrt nun wieder Ruhe in Glaubitz ein. Bis nächstes Jahr im Juli wieder die Leute mit den bunten Haaren und bunten Auto anrücken…

 

Es bleibt den Veranstaltern zu danken für ein musikalisch ansprechendes, gut organisiertes, sympathisches, familiär gebliebenes Festival auf das man jedes Jahr gern wieder kommt.

 

 

 

 

2. Stubenrocker 2012

On: 21/10/2012

Turnschuhe, Kabelsalat und viel Technik in einem gut gefüllten Raum, so lassen sich die ersten Eindrücke der Veranstaltungsreihe STUBENROCKER für junge Nachwuchsbands beschreiben. Das seit mehreren Jahren bestehende Projekt erfreute sich auch am Freitag dem 19.10.2012 erneut großem Ansturm. Die Kooperation zwischen Bandcommunity Leipzig e.V. und dem VillaKeller bot eine gelungene Abendveranstaltung mit vier total unterschiedlichen Bands, die allesamt aus Leipzig kommen.

Bella Italia – Sonne, Strand, Mittelmeer, Rom und Pasta lassen uns an dieses wunderschöne Land denken, aber verbindet man damit auch Vampire oder gar Fledermäuse? Wohl eher nicht!
Fälschlicherweise unterschätzt man die schwarze Szene in Italien.

Wer die Theaterfabrik Leipzig kennt, weiß das besondere Flair dieser Location als Garant für stimmungsvolle Konzerte zu schätzen. Ein Highlight zum Jahresende bot vor genau einer Woche der Auftritt von DIARY OF DREAMS, THE BEAUTY OF GEMINA und FAQ im Rahmen der „Anatomy of Silence“-Akustik-Tour, die zahlreiche Besucher trotz herbstlichen Schmuddelwetters nach Leutzsch lockte. Das Besondere: alle drei Acts hatten, passend zur melancholischen Stimmung des Spätherbstes, ein Album voll akustischer Neuinterpretationen im Gepäck.

 

Leuchterketten und Scheinwerferlicht schafften eine gemütliche Atmosphäre am Samstag den 17.11.2012 im Bandhaus Leipzig und ließen über die vorherrschende Kälte hinweg sehen.

 In dunklem Ambiente konnte man sich zu Psychedelic-Klängen der Band THE WANDS aus Kopenhagen hingeben: 4 junge Dänen mit halblangen welligen Haaren, Röhrenjeans, lauter Musik und viel Schlagzeugeinsatz. In ihrer Musik stimmig und ausgeflippt,

Nach einer Tournee-Pause von drei Jahren war es endlich wieder so weit: Lacrimosa betreten erneut die deutschen Bühnen. Das letzte Konzert erlebte ich persönlich im September 2009 in Berlin. Nun war ich gespannt darauf das neue Album „ Revolution“ (erschienen am 07.09.2012) live umgesetzt zu sehen. Die diesjährige Tournee zeichnete sich dadurch aus, dass keine Vorbands eingeplant waren,sondern sozusagen „Lacrimosa pur“.

Nun war es für die Band schon das 5. Konzert in Folge, dieses Mal in Leipzig, Werk II. Der Beginn war für 20:00 Uhr angekündigt, nach dem akademischen Viertel war es dann so weit! Das Konzert begann mit einem klassischen Intro, währenddessen positionierten sich die Musiker auf der Bühne, bis auf einen. Ganz im Sinne des neuen Albums wurde als erstes Stück „ Revolution“ angespielt und schließlich nahm auch Tilo Wolf unter Jubeln seinen Platz am Mikrofon ein. Im Anschluss begrüßte er das Publikum und verlautete, dass man sich nun auf eine dreistündige Show freuen dürfe.