Psychobash #2

On: 06/10/2011

Endlich war wieder was los in Leipzig! Nach einer monatelang andauernden Flaute im Bereich Psychobilly luden „Durchgeknallt Industries“ in Zusammenarbeit mit DJ Stagediver zum 2. Psycho Bash in Leipzig ein. Der Stageplan war straff geschnürt, denn ganze 6 Bands hatten sich am Abend des 24.09.11 die Bühne geteilt. Kaum dort angekommen waren auch bereits die Kollegen aus Berlin anwesend.

Das schöne bei so einer kleinen Szene ist, dass sich News schnell herumsprechen und gerne größere Fahrgemeinschaften gebildet werden, um auch mal zusammen zu einem Konzert auswärts zu fahren. Den Startschuss machten die Rickety Kids aus Leipzig und eröffneten das Konzert gleich mit einem ordentlichen Knall. Das Publikum konnte nicht lange still bleiben und so fingen die ersten bereits mit wrecken an. Dabei vergisst man gern mal, dass der Gitarrist in rosafarbener Hose spielt und Sänger Sebbl eine leicht feminine Stimme an den Tag legt die er aber mit sehr besorgtem Gesichtsausdruck überspielen konnte. Danach waren die Retarded Rats dran. Ebenfalls aus Leipzig und ebenfalls mit Amazing Anna am Kontrabass und diesmal sogar am Hauptgesang. Für mich eindeutig besser als die Rickety Kids auch wenn beide Bands ihren eigenen Charme haben. Darauf folgten auch gleich die Grapes of Wrath aus Chemnitz. Inzwischen auf 3 Mann zusammengeschrumpft und damit auch ihren sehr markanten Sänger abgelöst, boten die Jungs ein solides Set - allerdings nicht mehr so gut wie früher. Mit den Holy Hack Jacks ging es weiter. Die Stimmung wirkte etwas angespannter als sonst auch wenn sich die Band nichts anmerken ließ. Inzwischen hatten sich die Jungs einen guten Namen in der Szene erspielt, aber dadurch dass sie so oft hier spielen war es nicht wirklich ein Highlight. Mit zunehmender Zeit stieg auch der Konsum der Leute und es wurde Zeit für die Howling Wolfmen aus Dresden. Sicherlich genau das Richtige um die Zeit und deshalb boten die Jungs auch eine super Show in bester Stimmung. Nach 5 Bands fingen allerdings dann doch schon ein paar an zu schwächeln. Als letztendlich die Wreck Kings, die einzige Band von weiter weg, dran war, waren einige Leute schon weg und somit sank auch die Stimmung. Schade. Aber was ich so gehört hab, gab es innerhalb der Bands noch eine fette Aftershow Party bis in die Morgenstunden. Alles in allem war es eine sehr runde Sache. Die Akustik war wesentlich besser als beim ersten Bash aber noch weit ausbaufähig. Kaum ist das Konzert vorbei, wird auch schon nach Bands fürs nächste Jahr gesucht. Ich wünsche mir nur, dass mal etwas mehr Bands dran sind, die man nicht so oft hier sieht.

 

 

Text: Johnny Longneck
Fotos: Guido G

Read 3335 times Last modified on 15/05/2012

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