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Konzerte Berichte

Konzerte Berichte (94)

 16.-18.07.15 Back to Future Open Air

Sommer-Punk-Sause!

 

Am Donnerstag Abend ging es gleich richtig ab. Wer es sich leisten kann, mit so einer grandiosen Band wie Fightball ein Festival zu beginnen, der hat echt Glück. Diese dynamischen Chaoten zeigten dem Publikum gleich mal zum Anfang wo der Hammer hängt. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Veranstaltungen brauchte das BtF- Publikum nicht lange um das Tanzbein zu schwingen. Ein großes Aufwärmen gab es nicht. Den ganzen Abend wurde getanzt, gesungen und natürlich Bier getrunken. Neben weiteren fabelhaften Bands rundeten Rezurex und Anti-Flag das Programm am Donnerstag ab. Während Rezurex mit (Grusel)Showeinlagen und einer vollen Ladung Psycho-Horror-Billy die Audienz zum kochen brachten, legten Anti-Flag eine volle Breitseite Rock’n’Roll auf die Bühne. Glückselig waren alle die, die schon am Donnerstag angereist waren. Das war mal ein schöner, energiegeladener Warm-Up-Abend.

 

Nach dem gelungenen Donnerstag Abend war die Vorfreude auf Freitag groß. Da das Wetter es sehr gut mit den Festivalbesuchern meinte, musste eine Abkühlung im Freibad her. Sicherlich sind die beiden Tage des Back-To-Future Wochenendes die aufregendste Zeit des Jahres im Freibad Glaubitz. Hier hat man das Gefühl, man sei auf einer Tattoo-Messe oder ähnliches. Da kann sich manch ein junger Glaubitzer nur die Augen reiben bei so viel farbenfrohem Vor-sich-hin-planschen.

 

Aber zurück zur Musik: Mit dem schönen Wetter war natürlich auch die gute Laune überall auf dem Festival-Gelände vertreten. Neben Punkrock und diversen Arten des Rock’n’Rolls war auch ein exotisches Exemplar der Musikgenres angetreten. Faz Waltz kamen mit einer beschwingten Mod-Show daher. Da Mod-Musik eher selten zu hören ist, stellten diese Männer eine angenehme Abwechslung dar. Zeit zum schwofen blieb jedoch nicht, denn gleich nach Faz Waltz stand die Secret Army auf der Bühne. Mit einer schnellen, energiegeladenen Packung HC gepaart mit OI!-Anleihen gab es spätestens jetzt kein Halten mehr. Die Menge ließ sich von der Mucke mitreißen und pogte vor der unerträglich heißen Bühne. Zum Glück gab es genügen kühle Getränke für die Tapferen, die sich der Sonne entgegen stellten und der Musik lauschten. Eine der schönsten Facetten am Back-To-Future Open Air ist das abwechslungsreiche LineUp. Neben Power-Bands wie Secret Army, Lions Law, Abfukk oder MDC kann man sich auch von lieblicheren Sounds wie dem der zauberhaften Inciters hingeben.

Diese Band ist von der Anzahl her eine Fußballmannschaft und Sie schaffen es, die Töne sicher wie ein Kirchenchor zu treffen. Soul vom feinsten und etwas Augenfutter für den Zuhörer. Neben dem Bläser-Trio und weiteren durchaus attraktiven Männern geben in dieser Band die Frauen den Ton an. Im wahrsten Sinne des Wortes. Durch das kontinuierliche Wechseln der Solo Sängerin aus dem Trio der Backing-Vocals ist der Sound immer etwas anders und doch unverwechselbar.

 

Für eine schnellere Portion Musik sorgten am Freitag noch Gumbles und die sehnsüchtig erwarteten Baboon Show. Die Gumbles hatten auch ohne den verletzten Duff-Man eine Menge Spaß und das Zelt triefte vor Schweiß und Bier. A Propos Bier: Den Abschluss an dem Abend machten die Fußball- und bierverliebten Männer der ersten Mannschaft der Trink- und Sing-Gemeinschaft aus Berlin. Nach einem Mitsing- Marathon ging es dann für die Meisten (sich nicht für Alle) ins warme Bett. Naja, bei den Temperaturen konnte man auch gut draußen schlafen. Hier eine Auswahl der Schlafplätze: am Baum anlehnend, neben teils unterm Auto liegend, auf dem Festival-Gelände (überall – ja überall), neben / an / auf der Straße und natürlich unter / an / auf / mit dem Partner (hoffentlich der eigene).

 

Am Samstag wartete das Back-To-Future zur Verkürzung der Wartezeit bis zu dem Beginn der Bands mit der Punk Rock Karaoke im Freibad auf. Eine wirklich witzige und horizont-erweiternde Idee.

Nachdem dann die Helden der Karaoke-Bühne ihre verdienten 5-Minuten-Ruhm bekamen, war es wieder Zeit die Leute auf die Bühne zu lassen, wegen denen die Menschen gekommen waren. Den Anfang machten Anti-Pasti. Die Show begann wie alle anderen Shows des BtF im strahlenden Sonnenschein. Schade für die Jungs war, dass es bereits nach kurzer Zeit heftig zu regnen begann. Dieser Umstand zwang viele (jedoch nicht alle) Zuhörer in das große Zelt welches eine trockene Zuflucht darstellte. Zum Glück hielt der Regen nicht lange an. Selbstverständlich wurde noch während des Auftrittes von Anti-Pasti ordentlich im Schlamm vor der Bühne gebadet, gekämpft und allerlei Schabernack getrieben. Hiervon blieb auch der Anti-Pasti Sänger nicht verschont.

 

Leider mussten auch Zaunpfahl die leidige Erfahrung mit dem Regen machen. Gleiches Spiel wie zuvor – Leute vor der Bühne, Regen, Leute flüchten und danach wieder vor die Bühne. Die Show von Zaunpfahl war gut und der Mitsing-Chor mit der Beste des ganzen Festivals. Auch am Samstag war eine ausgewogene Mischung aus Ska, Punk, Rock’n’Roll und OI! zu hören.

Zum Thema ausgewogene Mischung dachte sich Petrus wohl „da mach ich mit“ und schickte immer wieder Regen oder eben Sonnenschein auf das Festiaval-Gelände. Das eine oder andere Zelt hat dieses Jahr mit Sicherheit etwas zu viel Wasser gesehen und muss wohl oder übel ausgetauscht werden.

Zu den Headliner- Bands am Samstag Abend muss man nicht viel sagen. Mitsingen ist hier Pflicht und das Bier (wahlweise Schnaps) lockert die Zunge zusätzlich. Bands wie Evil Conduct oder Die Lokalmatadore gehören zum BtF wie Dr. Martens zu Skinheads. Gerade wegen der Stimmung und dem einheitlich-geschlossenen Chor bei solchen Band kommt der Ein oder Andere immer wieder gern nach Glaubitz.

 

Nach drei Tagen purem Punk-Rock und allen dazu gehörigen Nebenerscheinungen kehrt nun wieder Ruhe in Glaubitz ein. Bis nächstes Jahr im Juli wieder die Leute mit den bunten Haaren und bunten Auto anrücken…

 

Es bleibt den Veranstaltern zu danken für ein musikalisch ansprechendes, gut organisiertes, sympathisches, familiär gebliebenes Festival auf das man jedes Jahr gern wieder kommt.

 

 

 

 

2. Stubenrocker 2012

On: 21/10/2012

Turnschuhe, Kabelsalat und viel Technik in einem gut gefüllten Raum, so lassen sich die ersten Eindrücke der Veranstaltungsreihe STUBENROCKER für junge Nachwuchsbands beschreiben. Das seit mehreren Jahren bestehende Projekt erfreute sich auch am Freitag dem 19.10.2012 erneut großem Ansturm. Die Kooperation zwischen Bandcommunity Leipzig e.V. und dem VillaKeller bot eine gelungene Abendveranstaltung mit vier total unterschiedlichen Bands, die allesamt aus Leipzig kommen.

Bella Italia – Sonne, Strand, Mittelmeer, Rom und Pasta lassen uns an dieses wunderschöne Land denken, aber verbindet man damit auch Vampire oder gar Fledermäuse? Wohl eher nicht!
Fälschlicherweise unterschätzt man die schwarze Szene in Italien.

Wer die Theaterfabrik Leipzig kennt, weiß das besondere Flair dieser Location als Garant für stimmungsvolle Konzerte zu schätzen. Ein Highlight zum Jahresende bot vor genau einer Woche der Auftritt von DIARY OF DREAMS, THE BEAUTY OF GEMINA und FAQ im Rahmen der „Anatomy of Silence“-Akustik-Tour, die zahlreiche Besucher trotz herbstlichen Schmuddelwetters nach Leutzsch lockte. Das Besondere: alle drei Acts hatten, passend zur melancholischen Stimmung des Spätherbstes, ein Album voll akustischer Neuinterpretationen im Gepäck.

 

Leuchterketten und Scheinwerferlicht schafften eine gemütliche Atmosphäre am Samstag den 17.11.2012 im Bandhaus Leipzig und ließen über die vorherrschende Kälte hinweg sehen.

 In dunklem Ambiente konnte man sich zu Psychedelic-Klängen der Band THE WANDS aus Kopenhagen hingeben: 4 junge Dänen mit halblangen welligen Haaren, Röhrenjeans, lauter Musik und viel Schlagzeugeinsatz. In ihrer Musik stimmig und ausgeflippt,

Nach einer Tournee-Pause von drei Jahren war es endlich wieder so weit: Lacrimosa betreten erneut die deutschen Bühnen. Das letzte Konzert erlebte ich persönlich im September 2009 in Berlin. Nun war ich gespannt darauf das neue Album „ Revolution“ (erschienen am 07.09.2012) live umgesetzt zu sehen. Die diesjährige Tournee zeichnete sich dadurch aus, dass keine Vorbands eingeplant waren,sondern sozusagen „Lacrimosa pur“.

Nun war es für die Band schon das 5. Konzert in Folge, dieses Mal in Leipzig, Werk II. Der Beginn war für 20:00 Uhr angekündigt, nach dem akademischen Viertel war es dann so weit! Das Konzert begann mit einem klassischen Intro, währenddessen positionierten sich die Musiker auf der Bühne, bis auf einen. Ganz im Sinne des neuen Albums wurde als erstes Stück „ Revolution“ angespielt und schließlich nahm auch Tilo Wolf unter Jubeln seinen Platz am Mikrofon ein. Im Anschluss begrüßte er das Publikum und verlautete, dass man sich nun auf eine dreistündige Show freuen dürfe.


 

VKone ist eine dieser Veranstaltungsreihen, die nie langweilig wird. Egal wie oft und mit welchen Leuten die Party statt findet, es wird immer ein gelungener Abend.

So auch wieder am Freitag, den 30.11.2012 im VillaKeller Leipzig.

Eine gemütlich düstere Atmosphäre lockte wieder Visual Kei-begeisterte Leute aus Leipzig und Umgebung zusammen, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen und

14. NOCTURNAL CULTURE NIGHT - NCN 2019 -

Die sommerliche Zeit tauchte nun in den kommenden Herbstmonat September ein. Eine schöne Jahreszeit begann und damit unser traditionelles Festival in einem kleinen Dorf in Sachsen.
Es ist wieder einmal an der Zeit, eine freudig erwatetes Event in Deutzen zu besuchen, dieser kleine Ort unweit von Leipzig gelegen.
Seit langem ist dieses verlängerte Wochenende in unseren Terminkalendern eingetragen, ja, es wieder einmal soweit, für ein schwarzes und einmaliges Familientreffen der schwarzen Szene!
Das 14. NCN!

Von Leipzig kommend sahen wir auf der Hinfahrt schon viele Festivalbesucher nach Deutzen strömen.
Für die Autofahrer gab es wieder eine Vielzahl von Parkplätzen, welche mehr wie ausreichend Parkmöglichkeiten boten.
Auch so manches Wohnmobil fand dort seinen Platz über die schöne Festivalzeit.
Nur wenige Gehminuten zu Fuß trennen die Parkplätze von dem eigentlichen Festivalgelände, welches in dem sehr idyllischen Kulturpark Deutzen gelegen ist.
Dieser Kulturpark im Südraum von Leipzig wird liebevoll betreut und gepflegt, einst wurde der Kulturpark Deutzen im Jahre 1967 in seiner Bestimmung als Freizeit- und Erholungseinrichtung der Bevölkerung von Deutzen übergeben.

Das Areal ist angenehm bewaldet, inmitten der Natur, ein idealer Ort für die Zelter während des Festivals, so lädt auch der angrenzende See zu einem Bade oder idyllischem Spaziergang ein.
In dem sehr weitläufigen Park ist die wunderschöne Amphiebühne seit jeher ein Magnet, auch die Kulturbühne, wenn auch neueren Baudatums ist eine feine Location.
Überall in dem Park verteilt sind wunderschöne Licht- und Holzinstallationen, welche besonders zur nächtlichen Zeit ihren magischen Reiz versprühen und den Besucher fesseln.

Zum NCN Festival gab es im Kulturpark wie immer vier verschiedene Bühnen, nicht nur vom Namen her verschieden, sondern insbesondere ihrer Art, dies sucht ihresgleichen und ist sehr interessant und
vor allem abwechslungsreich. Die schon erwähnte wunderschöne Amphibühne paart sich in ihrer Größe her mit der Weidenbogenbühne, wobei hier die Namen auch das Programm sind für Stil und Ambiente der
beiden großen Bühnen. Dazu kommt die Parkbühne und kurz vor dem Zeltplatz die gemütliche Kulturbühne.
Natürlich gab es wieder an allen Bühnen eine erstklassige Versorgung von Getränken auch so manche kulinarische Leckerei durfte da natürlich nicht fehlen.
Der Klassiker ist dabei stets die Bratwurst vom Grill, dazu ein kühles Bier.
Ein vernünftiges Pfandsystem sorgt dafür, das die Becher nicht im Park landen, sondern an den Getränkeständen wieder abgeben wurden, auch in diesem Jahr war der Getränkebecher schön dekoriert mit
einem Bild und Logo vom 14. NCN 2019, also uns hatte das gut gefallen.

Schon in den frühen Nachmittagsstunden vom Freitag stand eine lange und schwarze Schlange von Festivalbesuchern vor den Toren des Eingangs zum Kulturpark.
Viele Freunde und langjährige Bekannte trafen sich wieder, es gab ein großes Hallo.
Das sehr netten und aufmerksamen NCN Team begrüßte die Gäste und Festivalbesucher und nach nicht all zu langer Wartezeit bekamen wir unser Bändchen und das Festival konnte beginnen.
Zu den schönen Merkmalen des Festivals gehört es auch, dass ein kostenloses Programmheftchen ausliegt, welches bequem in die Hosentasche passte.
Darin standen zu sämtlichen Bands und Künstler Informationen, ebenso wie die Spielzeiten, Lagepläne und vieles mehr.
Diese Heftchen ist grafisch und logistisch wirklich sehr gut und sehr informativ gestaltet. Der Druck lässt auch keine Wünsche übrig und zur stabilen und besonderen Haltbarkeit ist es sogar noch Drahtgeheftet.

Zu schönstem Festivalwetter luden nun auch die Wettergötter ein!
Das Festival- und Bühnengelände füllte sich schnell und zusehends.
So unterschiedlich vom Stil und Ambiente die Bühnen sind, genauso sollten es auch die Künstler und Bands sein, die diese bespielten und die Fans und Gäste in ihren Bann zogen.
Die musikalische Palette war wirklich sehr gut gemixt, von Headlinern zu Newcomern, von älteren Stars bis zur Jugend auf den Bühnen zog sich eine sehr große Bandbreite, in jedem Fall sehr
interessant und vor allem ausgewogen. Auch dies ist ein besonderes Merkmal vom NCN Festival, diese große Vielfalt die nicht erschlägt sondern kombiniert und das sehr gut.
Sicherlich wird und kann es nie ausbleiben, dass bei einem Festival dieser besonderen Art, mit vier Bühnen, es gewisse Überschneidung gab und immer wieder geben wird, das liegt an der Natur der
Sache.

Alle Bühnen sind nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Der Kulturpark ist auch sehr weitläufig, man hat stille lauschige Ecken, ebenso wie der große und gesellige Biergarten in Angrenzung an
die Weidenbogenbühne.
Eine Vielzahl von Händler boten ihre Waren feil, von Bekleidung, Tonträgern, Literatur, Schmuck usw usf, es gab wieder ein großes Spektrum von Waren anzuschauen und zu erwerben von den geneigten
Besuchern.
Sicherlich waren die Imbiss- und Getränkestände jederzeit dicht belagert, auch dabei wurde für eine große Vielfalt gesucht, Grillstände mit leckeren Bratwürsten, Steaks und Spießen gesellten sich
neben chinesischer Kost, Kochen wie bei Muttern, Fischstand mit den leckeren Fischbrötchen, Kaffeeausschank neben Absynth oder Whiskyverkauf, alles von der Kartoffel oder Pizza aus dem Ofen,
Handbrote aller Art, das Knobibrot allzeit immer lecker, Waffel und Kräppelchen neben Bier und Süßigkeiten, für jeden Geschmack gab es reichlich Auswahl zur Stärkung oder Löschung vom Durst.
Dazu gepaart gab es viele Sitzmöglichkeiten mit Tischen zum Teil im Schutz der Bäume oder dicht und gesellig gestellt.

So war es wieder einmal ein sehr gelungenes, wir sagen dazu familiäres Treffen der schwarzen Szene von nah und fern.
Viele Gäste kamen aus den verschiedensten Bundesländern Deutschlands, ebenso viele Besucher aus Österreich, Schweiz, Schweden, Russland, Tschechien, Italien, Polen ...
Wie immer hatte es allen sehr gut gefallen!

Natürlich sind die Musikalischen Vorlieben und Geschmäcker das eine, aber jeden Tag gab es Highlights die man nicht alle Tage hat. Dazu werden Konzerte in voller Länge gespielt, also das ist schon
etwas wirklich feines!


Der Joachim Witt ließ es am Freitagabend so richtig krachen, irgendwie schafft er es, dass man ihm sein Alter gar nicht anmerkt. Ein Künstler der in seiner langen Laufbahn Seinesgleichen sucht.
Das legendäre Bayreuth 1, live und natürlich durften zum Ende hin die Klassiker nicht fehlen, was wäre ein Witt Konzert ohne den goldenen Reiter. Die Weidenbogenbühne war dicht befüllt mit Fans,
die Nacht erhellte die Bühnenshow und die gewaltige Stimme von Joachim. Einfach immer wieder toll da live dabei zu sein.

Zu etwas ruhigeren Klängen lud Wayne Hussey, lässig sitzend, ex Sisters of Mercy Gitarrist und Sänger von The Mission und lud auf eine Zeitreise mit seinen Gitarren begleitend mit den alten Sisters
und Mission Hits. Gigantisch! Ein Meister eben!
 

HEAVEN 17 ließen am helllichten Tag die Amphiebühne brodeln, back to the 80`s, es war eine feine Show.
Laibach dagegen nutzten das Dunkel der Nacht um vor einer, man will meinen brechend voller Amphibühne ihre Show zu beginnen. Nicht zum ersten Mal beim NCN, aber dieses Konzert sollte alle bekannten
Dimensionen brechen, obwohl man von Laibach ja schon sehr viele hochwertige Konzerte gewohnt ist. Laibach ließ es sich nicht nehmen, vom ersten bis zum letzten Song, sorry bis zur letzten Zugabe
wirklich und komplett vollkommen aus dem Vollen zu schöpfen. Eine musikalische Reise durch die kraftvoll interprtierten Songs der Band, sehr schön mit Videos untermalt, war dieses Konzert das
absolute Highlight vom NCN! Konzerte und Shows dieser Tiefenklasse erlebt man nur selten.

Covenant als letzter Headliner zum Sonntagabend, gewöhnt perfekt zu feinsten elektronischen Klängen vernebelt mit untermalenden Lichteffekten beehrten als letzte Band des NCN Festivals die
Amphiebühne. Im strömenden Regen standen die Fans vollkommen nass und der wassermassen vom Himmel ignorierend schon lange vor dem Konzert auf den Rängen der Amphiebühne, der Regen wollte einfach
nicht mehr aufhören. Trotz all dem war es wieder einmal sehr schön bei Covenant bis zur letzten Zugabe!
Fantastisch!


Egal, wir waren alle nass, aber zum NCN gehört auch der traditionelle Abschied. 
Holger fand passende Worte, dankte allen Besuchern, Gästen, Musikern, Künstler und seinem Team für ein wieder sehr schönes Event. 
 
Wir möchten uns dem sehr gerne anschließen und sagen ebenso danke, vielen Dank an Holger und seinem wunderbarem Team, allen Musikern und Gästen.

Wie heißt es so schön?
Nach dem NCN ist vor dem NCN!
Bis 2020 in Deutzen!!!


Bilder Impressionen


Bands @ NCN 2019:

COVENANT, LAIBACH, HEAVEN 17, JOACHIM WITT,ATARI TEENAGE RIO, TWAYNE HUSSEY, DE/VISION, NEUROTICFISH, HAUJOBB, PINK TURNS BLUE, WOLFGANG FLÜR,SHE PAST AWAY, PORTION CONTROL, WINTERKÄLTE, THE KVBIN, STRICT CONFIDENCE, IN SLAUGHTER NATIVES, NO MORE, CLAN OF XYMOX, HAR BELEX, MINUIT MACHINE, LIZETTE LIZETTE, A PROJECTION, FADERHEAD, PLACEBO EFFECT, DESPERATE JOURNALIST, TOMMI STUMPFF, LES BERRTAS, MONOLITH, ACTORS, STATE OF THE UNION, SIX COMM, CRYO, HAPAX, LIZETTE LIZETTE, DIE SELEKTION, ACTORS, STILL PATIENT? SHIV-R, RROYCE, STONEMAN, PARZIVAL, THE ARCH, NEUN WELTEN, IN GOWAN RING, SCREAM SILENCE, HÄTZER, THE CASCADES, ADAM IS A GIRL, PLASTIC AUTUMN,ZWEITE JUGEND, WIRES & LIGHTS, ROSIANY LEAVEMOTOR!K, DEUTSCHE BANK, ATOMIC NEON, THE NEGATIVITY BIAS, KAELTE, SONNENKIND, FIELDS OF MILDEW

"Manchmal möchte man, dass es nie aufhört!!"
So war es auch am 08. März. Die harte Arbeit und Mühe aller Beteiligten hat sich mehr als gelohnt. Zurückgelassen wurden glückliche Bands, Fans und Organisatoren bzw. Veranstalter. Eine Revue - alles andere als ausgeschlossen.
Zu verdanken haben wir die gute Organisation u.a. dem Muggefug Cottbus, den Radiosendern, dem Wochenkurier Cottbus und natürlich nicht zu vergessen den Künstlern!

Kreischende Gitarren, fliegende Haare, stampfende Bässe, welche ungewöhnlicherweise mal nicht von unten durch die Hosenbeine nach oben strebend den Herzmuskel attackierten, sondern gleich im Schädel wirkten, sowie sicherlich auch zahlreiche Irritationen bei Leipziger Seismologen hervorriefen, bescherte uns das Leipziger Bandhaus am 16.03.2013, indem sie vier Bands für ein gemeinsames Stelldichein engagierten. Die Rede ist hier von „Tormentor“, „End of Fall“, „Bloodpunch“ sowie „Inge und Heinz“, welche eben auch in dieser Reihenfolge auftraten.

Angesprochen wurden mit dieser Auswahl vor allen Dingen all jene, denen es ein Genuss ist, sich Musikrichtungen wie Trash, Metalcore oder eben auch Brutal Hard Schlager hinzugeben, wobei mich persönlich letztere Definition einer Klangrichtung besonders neugierig machte. Doch dazu später mehr. Den Auftakt, wie erwähnt, wagten also Tormentor, eine vierköpfige Combo aus Guben, welche es sich nicht nehmen ließen, offenbar ritualmässig vor dem Gig die Köpfe zusammenzustecken, um schließlich geschlossen, betankt mit guten Zusprüchen, die Bühne zu erobern, gleich so, als wäre es der Startschuss für ein Rugby-Spiel. Ähnlich auch lässt sich der Auftritt des Quartetts beschreiben. Schonungslos und von Anfang an schmiss man knallharte Powerchords in den bis dahin noch recht leeren Raum, untermalt von zahlreichen „Guten Abend, Leipzig“- und „Leipzig, wie geht es Euch“-Rufen, die jedoch weitestgehend reaktionslos am Publikum vorbeizogen, welches den Eindruck vermittelte, als schaue man sich gerade ein Gemälde eines alten Meisters an, was sich leider auch bis zum Ende des Gigs nicht mehr erwähnenswert ändern sollte. Ob es an den Texten lag, die gerne mal mit "Fuck-Offs" und "Wild-wild-wild's" gespickt waren, am Sound oder am Charisma des Sängers, welcher mich nicht selten an Vetter It erinnerte (zu meiner Entschuldigung an dieser Stelle: die Haare schleuderten einfach derart durch das Gesicht, dass diese nicht böse gemeinte Assoziation einfach nicht ausblieb) oder am bis dato noch relativen leeren Raum, sei dahingestellt. Möglicherweise war es ja auch nur das Los des Ersten, dessen Aufgabe es immer wieder ist, den Stimmungsbarometer irgendwie auf Hochtouren zu bringen. Gelang leider nicht ganz, was dem späteren Ablauf dieses Konzertabends jedoch kein Abbruch tat. Glücklicherweise gelang es mir nämlich, meinen Geschmack noch rechtzeitig davon abzuhalten, vor mir den Heimweg anzutreten. Und so wurde ich überrascht, auch wenn „End of Fall“ an diesem Abend nur zu fünft, anstatt wie üblich zu sechst, auf der Bühne vertreten waren. So begegnete mir ein Sounderlebnis, welches ich, im Gegensatz zu Tormentor, als komplex durchdacht und auf seine Weise erwachsen empfand. Charismatisch geschlossene Soundpassagen, immer wieder im Wechsel mit Kannbeweisen und allürenfreien Einlagen aller Beteiligten. Professionelle Leichtigkeit, mag ich behaupten, welche es vermochte, dieser Band aus Luckenwalde alles abzunehmen, was sie mit ihrer eigenen Musik und ihrem eigenen Anspruch verbinden (könnten). Geschwindigkeit trifft satten Sound trifft Wahrhaftigkeit. So mag ich das. Ähnlich verhielt es sich mit „Bloodpunch“ aus Neubrandenburg, die es vermochten, die mittlerweile gute Stimmung im Publikum aufrecht zu erhalten. Donnerwetter gefolgt von Donnerwetter. Dazu eine Hand voll Musiker, die nicht nur soundmässig zu ihrer Musik zu stehen scheinen, sondern eben auch persönlich. Ausgereift und mit Tiefgang, mit Können und bitterfinsterem Charme. So auch entpuppte sich die Reihenfolge der auftretenden Künstler als Glücksfall. Das Publikum hatte die alten Meister längst und glücklicherweise vergessen, was zum guten Schluss mit Schlagermusik belohnt wurde. Wohl gemerkt: Brutal-Hard-Schlager, eine Klangbeschreibung, die mir bis dato völlig fremd war, meiner Erwartungshaltung jedoch in vollem Umfang gerecht wurde. „Inge und Heinz“ aus Luckenwalde. Spaß, Können und Originalität, welche ich mir zwar erhofft hatte, an welche ich jedoch zuvor nicht wirklich glauben mochte. Und doch, „Inge und Heinz“ verzauberten mich. Und so genoss ich eben diesen Kuchen aus Spaß, Trivialität und Klangerlebnis, der mich, ob gezielt oder unbeabsichtigt, gerne mal an Knorkator erinnerte, geht es eben um Text und Show. Für mich definitiv ein Grund, dem Genre „Schlager“ zukünftig gerne mal tiefer in die Seele zu schauen. Wer denn weiß schon, welche Adjektive sich davor oder dahinter einreihen? So fein kann Schlager sein.
Wer mehr über die Bands erfahren mag, besuche einfach folgende Links, wobei ich Euch gerade Letzteren („Inge und Heinz“ mit dem Song „Inge und Heinz“) ans Herz legen möchte.

Oliver Baglieri für Schwarze Presse

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Special via Youtube: Inge und Heinz“