13. Nocturnal Culture Night (NCN) 2018 Deutzen

On: 21/09/2018

Mit der magischen Zahl an der Anzahl 13 ist nun wieder ein außergewöhnliches Musikfestival zu Ende gegangen.

Das 13. NCN in Deutzen, welches vor den Toren der Stadt Leipzig gelegen ist, zog wieder viele tausende Besucher in den wunderschönen und einmaligen Kulturpark Deutzen.
Am Donnerstag begann das Festival, die vielen tausenden Fans und Besucher kommen mittlerweile aus aller Welt angereist. Es standen sehr viele Parkplätze an der Bundesstraße zur Verfügung, desweiteren gab es einen stark frequentierten Pendelbusverkehr nach Leipzig.
Zum Festivalgelände waren es nur wenige Minuten zu Fuß, das Wetter war sommerlich warm und schön, wenn man mal von den ganz wenigen Regentropfen vom Freitag absieht. Nach wie vor ist das NCN ein eher familiäres, kleines und naturverbundenes geprägtes Treffen der schwarzen Szene, so dass wir schon zur Ankunft viele Freunde und Bekannte begrüßten und trafen. 


Auch die Bevölkerung von Deutzen ist an den ganz in schwarz gekleideten Festivalbesuchern mit den zum Teil aufwendigen gestalteten Frisuren interessiert, sie sagten „Es sind friedliche und nette Leute die uns nicht stören“. An den vier Festivaltagen, von der Eröffnungsparty am Donnerstagabend bis zum Abschiedskonzert am Sonntag, spielten im Kulturpark Deutzen etwa sechzig Künstler und Bands. Dazu gab es eine Vielzahl von Ständen an denen verschiedensten Händlern welche ihre Ware feilboten. Für das leibliche Wohl sorgten viele Getränke- und Imbissstände. Zwischen den vier Bühnen gab es wieder genug Platz um sich zu treffen, zu unterhalten oder einfach nur ein Getränk zu trinken. Sehr angenehm waren an der Weidenbogenbühne die Sitzgelegenheiten nebst Tischen, gut durchdacht und von den Besuchern gerne angenommen.


Die Headliner der drei Festivaltage spielten am Abend je auf der Amphiebühne, welche stets prall gefüllt war.
Am Freitagabend enterte dann Marc Almond die abendliche Bühne, Marc, eine Synthi Pop Ikone aus den 1980-er Jahren, auch heute noch sehr aktiv und beliebt bei seinen Fans. Seit 39 Jahren ist Marc Almond im Musikgeschäft und bringt auch heute noch  Hits in die internationalen Charts. Als Frontmann von „Soft Cell“ landete er mit "Tainded Love" einen noch heute bekannten Klassiker der Musikgeschichte, auch diesen Song spielte Marc am Laufe des Abends live zur absoluten Freude seiner Fans. Für viele wurde der Auftritt von Marc Almond zum Höhepunkt des Freitagabends, selbst Holger als Veranstalter ließ uns an seine Begeisterung spüren.
Als Headliner am Sonnabend hat Holger Peter Hook and the Light verpflichtet, welcher einst Joy Division als Bassist mit begründete und später seinen Weg mit der Band Neworder fortsetzte. Die Amphiebühne war schon im Vorfeld gefüllt, es sah prächtig aus, die unzähligen schwarzen Besucher welche mit Freude spannend auf das nun kommende Konzert warteten. Es sollte eine weite Reise mit viel Emotionen in die Musikgeschichte von Joy Division gehen. Man schloss die Augen die alten Songs wurden in einen lebendig, live, dabei das Jahr 2018. Viele der alten Songs und Hits heizten dem Publikum ein. Es war einfach „Joy Division"! Nicht fehlen durften Songs wie "Transmission" oder "Love will tear us apart" da wurde kräftig mitgesungen und dieser Abend, der wird ganz sicher sehr fest in Erinnerung bleiben! Der krönende Abschluss am Sonntagabend war dann die norwegische Synth Rock Band „Zeromancer“, was sich als eine sehr gute Entscheidung des Veranstalters erwies. Von Anfang an und dazu gewöhnt kraftvoll mit ihren sehr eigenen musikalischen Stil überzeugten sie ihr Publikum. Es entwickelte sich eine gigantische Show, mit all ihren Hits und vielen Zugaben. Aber leider ging nun der Abend und auch dieses schöne Festival stetig dem Ende entgegen.
Band und Publikum verstehen es sich gegenseitig zu feiern, ihren Spaß zu haben und die Mengen einen Hexenkessel gleich einzuheizen! Es war ein gigantischer Abschluss zum Abend des Sonntages.

An drei Tagen gab es ununterbrochen Musik von den vier verschiedenen Bühnen (Amphibühne, Weidenbogenbühne, Kulturbühne, Parkbühne). Die Stilrichtungen waren zum Teil sehr verschieben, aber genau diese Mischung machte es sehr interessant, verwoben durch Bands und Besuchern aus verschiedenen Länder, ob nun Newcomer oder die alten Hasen der schwarzen Szene. Manchmal musste man sich für die oder eine andere Bühne entscheiden, es wurde nie langweilig. Überall traf man sich mit Kollegen, Freunden und Bekannten, so dass auch in der herrlichen Natur des Kulturparks genügend Zeit für Plausch und Bier blieb. Wir selbst starteten am Freitag nach Feierabend aus Leipzig nach Deutzen. So wie alle anderen freuten wir uns schon lange auf das NCN und tauchten sofort in unsere Welt ein. Die beiden am Freitag prägenden Bands der Weidenbogenbühne sind auf ihre Art einmalig, bei „Die Krupps“ und „The Beauty of Gemina“. Die Krupps zogen ihre Show sehr kraftvoll durch ihre Bandgeschichte, ein begeistertes Publikum, genau dass was man bei den Krupps erwartet. Ein toller Start in das Festival. Gefolgt von den Schweizern „The Beauty of Gemina“, die nun hier mit ihrem Konzert zum NCN am Ende ihre Zwei Jahrestournee sind. Grandiose Songs und Akustik Version begeisterten das Publikum des komplett gefüllten Platzes vor der Bühne.
Auch auf der Amphibühe gab es Musik vom Feinsten, diese schöne Bühne füllte sich zusehends mit Festivalbesuchern. Es folgten die erwarteten Konzerten von „Plastic Noise Experience“, „Gothminister“ bevor dann der Headliner vom Abend übernehmen sollte.

Aber auch auf der Parkbühne sowie der Kulturbühne wurden musikalisch vom Feinsten bespielt. Die Kulturbühne ist immer wieder sehr gut besucht, nicht nur wegen den Grill- und Getränkeständen, ist dies ein feiner Ort für Konzerte. So wie am Freitagabend zum Auftakt „7pm Ritual“, „I-M-R“, gefolgt mit … Stummfilmen. Auch die Parkbühne bot ein sehr interessanten musikalischen Querschnitt am Freitag an. Der Sonnabend ließ nicht lange auf sich warten, es war schönstes Festivalwetter und es gab viele tolle Bandankündigungen. Das ganze Spektrum würde hier wohl etwas den Rahmen sprengen, aber auch heute galt, für jeden Geschmack und Stil war so richtig viel dabei. Zur schönsten Mittagszeit verwandelten „Heimataerde“ mit metallischem Rock und klarem Gesang die Weidenbogenbühne in eine mittelalterliche Kulisse. Auch die Band zeigte sich im passendem Ambient dazu, ein ganz tolle Show, die das Publikum brodeln ließ. Natürlich gehörte dazu auch jede Menge Kunstblut zu den Vampirzähnen. Gefolgt von Goth Rock mit feinen Melodien überzeugten „The House of Usher“ angenehm, danach kamen die Panzer, „Tyske Ludder“. Die Band mit bald 30 Jähriger Bandgeschichte und harten elektronischen Klängen überzeugten sofort ihre Fans und die nun gefühlten mehrere tausend Besucher. So ging der Abend hinein und „Kirlian Camera“ gaben sich die Ehre. Eine Wahnsinnsstimmung gepaart mit der mitreißenden Bühnenpräsenz ihrer Frontfrau zog sich der Abend in ihrer musikalischen Welt. KC sollten sich dann noch am nächsten Tag mit ihrem Nebenprojekt „Stalingrad“ die Ehre geben. 

Auf der Kulturbühne stimmte „Widukind“ das Publikum ein, wenig später brachte Evi Vine stimmungsvoll ihre musikalischen Perlen in die naturverbundene Welt der Kulturbühne. Minimalistischer kamen danach „Tanz ohne Musik“ daher, auch hier gab es für jeden musikalischen Geschmack etwas auf die Ohren. Später am Abend folgte ein martialisches Nebenproject von „Kirlian Camera“, „Stalingrad (Valkyre)“. Eine interessante musikalische Mischung bestimmte am Sonnabend die Parkbühne, man kam ja auf Grund der Lage immer wieder hier entlang und verweilte bei den verschiedenen Bands. Während dessen bespielten „Scheuber“, „Faid“, Armargeddon Dildos“ und „S.P.O.C.K.“ die Amphibühne unter großem Jubel. Auch zeigten sich die Fans von „S.P.O.C.K.“ sehr engagiert. Diese Band gibt es schon lange, aber immer wieder erquickend zu erleben in Ihrem Enterpriselook. Schön zu erleben waren „D:uel (Propaganda)“ bevor der Headliner „Zeromancer“ und somit letzte Band am Abend die Bühne unter großem Jubel entern sollte. Sofort und sehr kraftvoll verschmolzen Band und Publikum.

 

Auch nach Zugaben ist ein sehr schönes Konzert und Festival somit kurz vor dem Ende. Nach der tollen Show von „Zeromancer“ verkündete Holger Troisch auf der Bühne "Die 13. Nocturnal Culture Night ist vorbei".

Unter tobenden Beifall kamen nun auch alle vom NCN Team und Crew auf die Bühne. Es war eine tolle Verabschiedung!
„Das NCN gehört nach Deutzen und hier in den Kulturpark“, sagte Holger Troisch nachdrücklich und so laufen auch schon die Planungen für das nächste NCN im Jahre 2019.

Dies wird am 06. – 09. September 2019 stattfinden, Tickets dazu können ab dem 01. Oktober 2018 geordert werden.

Wir sagen Danke für ein sehr schönes Festival und kommen sehr gerne wieder.

Speziellen Dank an Veranstalter und Team vom NCN, allen Besuchern und Bands.

Bis bald und Auf Wiedersehen!

Galerie

Read 224 times Last modified on 05/10/2018

Leave a comment

Make sure you enter all the required information, indicated by an asterisk (*). HTML code is not allowed.