Berichte

Konzerte Berichte (113)

Ein Festival, das uns einiges abverlangt hat: Stundenlange Anreise, Evakuierungen, Gewitter und ein Donnerstag mit verkürzten Shows. Doch dazwischen gab es jede Menge gute Musik, sympathische Bands, volle Moshpits und genau die Momente, für die wir immer wieder auf den Acker nach Roitzschjora fahren. Unser Rückblick auf das Full Rewind 2026.

Manchmal beginnt ein Festival mit einem kühlen Getränk, einem entspannten Aufbau und der Vorfreude auf die ersten Bands. Und manchmal steht man trotz Abfahrt am Mittag bis weit nach Einbruch der Dunkelheit im Stau. Willkommen beim Full Rewind 2026!

Die Anreise am Mittwoch entwickelte sich zu einer echten Geduldsprobe. In Schlangenlinien wurden wir zum Gelände und wieder zurück dirigiert. Hin, her, warten, weiterfahren – und das gefühlt endlos. Irgendwann war die Stimmung im Auto entsprechend im Keller. Doch wir blieben nicht, wie andere Fahrer, am Wegesrand liegen. Und wir hatten Essen zugänglich und versorgten uns notdürftig, während wir, alle 20 Minuten zehn Meter nach vorn fuhren. Als wir endlich ankamen, war es stockdunkel. Nun noch nüchtern Zelt aufbauen - ein echter Downer.

Während wir noch versuchten, unser Camp halbwegs gerade und sturmfest hinzustellen, war im Partyzelt die Feier bereits in vollem Gange. Die Stimmung dort war ausgelassen, der Alkohol floss offenbar reichlich. Für uns nach dieser Anreise allerdings nicht mehr ganz das Richtige. Also entschieden wir uns für die vernünftigste Variante: Früh ins Bett, Schlaf nachholen und am nächsten Morgen hoffentlich besser gelaunt ins Festival starten. Dennoch waren wir echt sauer. Wenn wir uns vorstellen, wir hätten Donnerstag im Stau gestanden und erste Bands verpasst, satt nur die Pary in Camp und Zelt, wäre das noch weniger akzeptabel. Wir fragen uns auch, wann die anderen Leute sich auf den Weg gemacht hatten. Noch zeitiger als wir? Und wie erging es denen, die erst um 18 Uhr, zur offiziellen Zeit der Eröffnung am Campground waren? Wir konnten dies nicht in Erfahrung bringen, hoffen aber, dass wir diese Erfahrung nicht noch einmal machen müssen.

Donnerstag: Ausgeschlafen Bändchen holen und ab dafür!

Den Anfang unseres musikalischen Programms machten Party Cannon aus Schottland. Musikalisch bewegt sich die Band zwischen Slam Death Metal und Deathgrind. Die Band selbst nennt ihren Stil augenzwinkernd „Party Slam“. Und genau diese Mischung aus musikalischer Abrissbirne und komplettem Partywahnsinn funktioniert live hervorragend. Es wurde viel gelacht, Wasserbälle wurden geworfen. Warum eigentlich nicht! Gerade bei der ersten Band des Tages macht so etwas einfach Spaß. Maximaler Krawall, eine gehörige Portion Humor und ein Auftakt, bei dem man nicht alles ernst nehmen muss, um ordentlich Spaß zu haben.

Anschließend standen Blacktoothed auf dem Programm. Die Lokalmatadore haben eine besondere Verbindung zum Full Rewind, denn sie erzählten von früheren Besuchen als Gäste. Damals waren sie selbst auf dem Gelände unterwegs, haben gefeiert und – nüchtern oder nicht – Party gemacht. Nun stehen sie auf der Bühne großer Festivals. Ihr Auftritt war energiegeladen und machte deutlich, wie viel Freude die Band an dieser Entwicklung hat. Man spürte, dass ihnen dieser Moment etwas bedeutet. Die Jungs und das Mädel können wirklich stolz auf sich sein: Aus ehemaligen Festivalbesuchern sind Musiker geworden, die selbst auf solchen Bühnen stehen und das Publikum mitreißen. Ein schöner Moment, der zeigt, dass Festivals nicht nur Orte für große Namen sind, sondern auch große Geschichten hervorbringen. 

Dann wurde es ernst. Die erste Evakuierung des Wochenendes stand an. Statt weiter Musik zu genießen, hieß es plötzlich, das eigene Lager zu sichern. Wir halfen auch bei den Nachbarn, Pavillons und Zelte zu retten. Auf einem Festival ist man schließlich nicht nur für sein eigenes Zeug verantwortlich – wenn das Wetter umschlägt, zählt jede helfende Hand.

Nachdem die erste Aufregung überstanden war, brauchten wir etwas Vernünftiges zu essen. Auf dem Gelände fanden wir asiatisches Essen, das sich als echter Glücksgriff herausstellte: Lecker, günstig und sättigend. Genau das, was man nach einer solchen Unterbrechung gebrauchen kann.

Danach ging es zu Stick To Your Guns. Die Band gehört zu den großen Namen im melodischen Hardcore und weiß, wie man aus einer Menge eine Einheit macht. Obwohl die Spielzeit wegen der Ereignisse verkürzt war, fühlte sich der Auftritt wie eine konzentrierte Ladung A-Seiten an. Die Atmosphäre war fantastisch – vielleicht gerade deshalb, weil man wusste, dass man diese Show in dieser Form nicht einfach beliebig nachholen konnte. Im Partyzelt wurde währenddessen deutlich, dass längst nicht alle mitbekommen hatten, wie es nach der Evakuierung weiterging. Wir fragten uns, ob die Kommunikation besser hätte laufen können. Wann muss man das Gelände verlassen? Wann darf man zurück? Wann geht das Programm weiter? Bei solchen Entscheidungen geht Sicherheit natürlich vor. Hätten wir uns nicht dank günstiger Campsituation ah am Infield freiwillig mit unserem Bier an die Schleusen gestellt, die unter Jubel der Wartenden bald geöffnet wurden, hätten wir diesen Startschuss ebenso nicht gehört.

Doch die Ruhe hielt nicht lange. Das nächste Gewitter zog auf, Blitze waren zu sehen, die Bühne wurde erneut evakuiert und Planen wurden abgenommen. Das Festivalgelände stand wieder im Zeichen des Wetters. Im Partyzelt war davon zunächst wenig zu spüren. Dort herrschte gute Stimmung, Songs von Bands aus dem Line-up liefen und die Leute feierten weiter. Es war ein seltsamer Kontrast: Draußen die Unwetterlage, drinnen Festivalparty. Nachdem schließlich angekündigt worden war, dass alle Bands am Donnerstag nur kurze Sets spielen würden, kam das Ende. Weitere Auftritte fanden nicht mehr statt. Schade! Gerade nach dem schwierigen Start hätten wir uns gewünscht, dass der Abend musikalisch noch etwas länger weitergeht. Das Partyzelt rettete die Stimmung zwar ein Stück weit, trotzdem blieb die Frage: War das Konzept so geplant? War das Partyzelt bewusst als Alternative gedacht, solange es die Sicherheitslage zuließ? Oder war es schlicht eine spontane Reaktion auf die Umstände? 

Fest steht: Wir möchten nicht in den Köpfen der Macher stecken. Der Donnerstag war organisatorisch sicher anstrengend, musikalisch vielversprechend und am Ende ein kurzes Programm. Aber einer, bei dem die Kommunikation und die Abläufe bei den Unterbrechungen Raum für Verbesserungen ließen.

Freitag: Metalcore, Thrash und große Namen

Der Freitag begann mit der Hoffnung auf einen besseren Festivaltag. Die Anreise lag hinter uns, das Camp stand und das Line-up versprach reichlich Abwechslung.

Elwood Stray lieferten einen starken Metalcore-Auftritt. Die Band hatte nicht nur musikalisch einiges zu bieten, sondern auch ein Publikum, das richtig Lust auf Bewegung hatte. Wall of Death, Crowdsurfer und jede Menge Energie vor der Bühne machten das Konzert zu einem echten Highlight. Die Fans waren mit vollem Einsatz dabei, und die Band verstand es, diese Energie aufzunehmen und zurückzugeben. So darf ein Festivaltag beginnen: Laut, intensiv und mit einer Menge Bewegung vor der Bühne.

Bei Milking the Goatmachine fiel unser Eindruck etwas gemischter aus. Die Band ist für ihren humorvollen Ansatz und ihren extremen Sound bekannt, doch der Auftritt hatte für uns auch einige Längen. Nicht jeder Song wollte gleichermaßen zünden, wie Intro oder die beiden letzten Klassiker des Ensembles.

Deutlich mehr Eindruck hinterließen Chained Saint. Die junge Band wurde im Vorfeld groß angekündigt – und das völlig zu Recht. Vor allem die Stimme von Sänger WillianDuVall blieb hängen, dazu kam ein guter Thrash-Metal-Sound, der ordentlich Druck machte. Während sich das Infield allmählich füllte, wurde klar, dass hier eine Band steht, die noch einiges vorhaben dürfte. Bemerkenswert war auch, wie viele ältere Besucher inzwischen vor der Bühne standen und zufrieden die Haare schüttelten. Während zum letzten Song der Sänger selbst in den Circle Pit ging und mit den Fans um die Wette moshte, bedankte sich die Band anschließend beim Publikum und verteilte fleißig Andenken. Ein sympathischer Abschluss eines Konzerts, das uns richtig Spaß gemacht hat.

Auf dem Zeltplatz angekommen, wurden wir erneut von den Securities per Megafon auf eine Evakuierung hingewiesen. Also hieß es wieder: Sachen sichern, Pavillon kontrollieren und hoffen, dass das Camp den Wetterbedingungen standhält. Da sind sie wieder, unsere drei Probleme.

Musikalisch ging es mit As Everything Unfolds weiter. Die Band verbindet Metalcore mit elektronischen Elementen und setzt dabei auf eine Sängerin, die sowohl Growls als auch klaren Gesang beherrscht. Bei uns im Camp gingen die Meinungen darüber auseinander. Für die einen war das eine spannende Mischung, für die anderen waren es zu viele Breaks und zu kurze Songs, die den Fluss des Auftritts etwas unruhig wirken ließen. Die Sängerin wirbelte über die Bühne und brachte jede Menge Energie mit. Auch vor der Bühne war auffällig, wie viele Frauen sich im Moshpit befanden. Von wegen, harte Musik sei reine Männersache! Das Publikum hatte offensichtlich seinen Spaß. Unser persönlicher Eindruck blieb etwas zwiespältig, aber die Band fand ihre Fans – und das ist bei einem Festival schließlich das Entscheidende.

Kittie boten eine Mischung aus älterem Material und neueren Songs. Die Band war gut aufgelegt, und vor der Bühne fanden sich zahlreiche langjährige Fans ein. Es war schön zu sehen, wie viel Begeisterung eine Band auslösen kann, die viele schon seit Jahren begleitet. Gerade bei solchen Auftritten wird deutlich, wie unterschiedlich die musikalischen Generationen auf einem Festival zusammenkommen. Die einen entdecken eine Band gerade erst, die anderen verbinden mit ihr Erinnerungen an frühere Konzerte und längst vergangene Zeiten.

Im Partyzelt wurde es anschließend mit The Bones deutlich rotziger. Ihr Rock'n'Roll klingt nach Kneipe, Bier und einer ordentlichen Portion Punk-Attitüde. Ich hatte die Band schon vor rund 20 Jahren gesehen – und es war interessant, sie nun wieder auf der Bühne zu erleben. Für manche ist dieser Sound genau das Richtige, andere können damit weniger anfangen. Wir ließen uns jedenfalls auf die Atmosphäre ein. Da der Gitarrist eine persönliche Bierassistentin hatte, beschlossen wir kurzerhand, ebenfalls etwas zu trinken. Man muss schließlich auch mal Prioritäten setzen!

Mit Arch Enemy stand einer der großen Namen des Festivals auf dem Programm. Die Band trat 2026 mit Lauren Hart am Mikrofon auf. Sie übernahm den Gesang nach dem Ausstieg von Alissa White-Gluz. Hart war zuvor unter anderem bei Once Human aktiv. Die Reaktionen auf den neuen Gesang fielen unterschiedlich aus. Einige vermissten den gewohnten Druck und fanden, dass dem Auftritt der letzte Biss fehlte. Andere sahen in Lauren Hart eine würdige Nachfolgerin von Angela Gossow, deren kraftvoller Gesang für viele bis heute den Maßstab setzt. Was unabhängig davon überzeugte, waren die Gitarrensoli und die Setlist. Mit Songs wie „War Eternal“, „The Eagle Flies Alone“ und „Nemesis“ hatte die Band einige ihrer großen Stücke im Gepäck. Auch „We Will Rise“ gehört zu den Klassikern, die bei einem Arch-Enemy-Auftritt nicht fehlen dürfen.  Die musikalische Klasse von Sonwriting über Gitarrenspiel ist unbestritten. Teile von uns waren auch von der neuen Frontfrau begeistert, ob die neue Besetzung für alle Fans bereits vollends funktioniert, ist eine andere Frage. Der Auftritt bot jedenfalls genug Stoff für Diskussionen auf dem Campingplatz.

Dann kam Slaughter to Prevail – und die Band machte keine halben Sachen. Viel Feuer, eine wuchtige Produktion und ein Publikum, das von der ersten Minute an mitging. Alex Terrible zeigte sich bei den Ansagen nicht nur als Frontmann, sondern sprach auch über persönliche Erfahrungen und seine Vergangenheit. Die Einladung der russischen Band war im Vorfeld des Festivals kontrovers diskutiert worden. Das Full Rewind war dafür angefeindet worden, Slaughter to Prevail auf das Line-up zu setzen. Die Band musste sich also nicht nur musikalisch beweisen, sondern stand auch im Schatten einer politischen Debatte. Alex nutzte seine Ansagen, um sich mit der eigenen Geschichte und der Kritik auseinanderzusetzen. Am Ende überwog auf der Bühne jedoch die Musik: Slaughter to Prevail waren sichtlich froh über die vielen begeisterten Fans. Alex schrie sogar ohne Mikrofon bis in die hinteren Reihen. Musikalisch war das ein gewaltiger Abriss. Unabhängig davon, wie man die politischen Aussagen und die Diskussion um die Band bewertet, war die Show intensiv, laut und visuell beeindruckend. Das Publikum bekam genau das, wofür es gekommen war: eine brachiale Darbietung mit ordentlich Feuer unterm Dach.

Für alle, die nach diesem Programm noch nicht genug hatten, ging es in der Knüppelnacht weiter. Panzerchrist, Nornír, Cryptopsy und Taake standen auf dem Programm – vier Bands, die unterschiedliche Spielarten extremer Musik abdeckten. 

Panzerchrist lieferten kompromisslosen Death Metal, während Nornír mit ihrem atmosphärischen Black Metal eine andere, düstere Klangfarbe einbrachten. Beide Auftritte fanden wir stark. Cryptopsy, die kanadischen Tech-Death-Veteranen, sorgten für technisch anspruchsvollen und extremen Sound. Taake setzten schließlich mit norwegischem Black Metal den Schlusspunkt.

Taake gefielen uns besonders gut. Der Auftritt hatte eine finstere, intensive Atmosphäre und passte hervorragend in die späte Stunde. Da wir nicht alle Bands vollständig gesehen haben, wäre es allerdings vermessen, für die gesamte Knüppelnacht ein abschließendes Urteil abzugeben. Unser Eindruck: Wer auf extreme Musik steht, bekam hier ein vielseitiges Programm geboten – von Death Metal bis Black Metal. Nach diesem langen Freitag war die Müdigkeit jedenfalls mehr als verdient.

Samstag: Regen, Gummistiefel und trotzdem Festival

Die Nacht von Freitag auf Samstag hatte es noch einmal in sich. Ein Unwetter zog direkt über das Festivalgelände, und die Blitze waren so laut, dass sie uns aus dem Schlaf rissen. Es schepperte ordentlich über dem Camp. Entsprechend müde krochen wir am Morgen aus den Schlafsäcken.

Bis etwa 15 Uhr regnete es. Der Samstag startete also nicht gerade unter Festivalbedingungen, die man sich wünschen würde. Glücklicherweise war das Infield mit Platten ausgelegt. Lediglich vor den Dixies gab es einige matschige Stellen, die im Laufe des Tages wieder abtrockneten. Angesichts der Wassermassen hätte das deutlich schlimmer ausgehen können.

Mambo Kurt eröffnete unseren Samstag vor einer überschaubaren Zahl wetterfester Fans. Regenmäntel, Gummistiefel und Tanzbewegungen, die sich vermutlich auch bei Sonnenschein nicht wesentlich unterschieden hätten, bestimmten das Bild vor der Bühne. Mambo Kurt selbst nahm das Wetter mit Humor, interagierte mit dem Publikum und ließ sich die Laune nicht verderben. Besonders sympathisch: Er verkaufte seinen Merch direkt vor der Bühne. Näher am Publikum geht kaum.

Seine Interpretationen bekannter Songs auf der Heimorgel sind ohnehin eine Sache für sich. Man muss sich darauf einlassen können, aber wenn man es tut, bekommt man einen Auftritt, der sich wohltuend vom üblichen Festivalprogramm abhebt. Gerade an einem verregneten Nachmittag ist das die richtige Unterhaltung. Mambo Kurt gehört für uns einfach dazu – und liefert immer wieder ab.

Mit Employed to Serve wurde es anschließend wieder deutlich härter. Die britische Band bewegt sich zwischen Metalcore, Hardcore und chaotischen, teilweise extremen Metal-Einflüssen. Besonders die Stimme der Sängerin blieb bei uns hängen. Der Wechsel zwischen verschiedenen Gesangsstilen brachte Abwechslung in den Auftritt. Die Band zeigte sich erfreut über das gute Feedback aus dem Publikum – und das völlig zu Recht. Auch wenn die Wetterbedingungen den Start in den Tag erschwert hatten, fanden sich nach und nach mehr Leute vor der Bühne ein. Die Band nutzte die Gelegenheit, das Publikum für sich zu gewinnen.

Hemlock gefielen uns ebenso richtig gut. Die Band überzeugte nicht nur musikalisch, sondern vor allem durch ihre sympathische Art. Es wurde viel gelacht, die Musiker wirkten gut gelaunt und hatten sichtlich Spaß an ihrem Auftritt. Besonders beeindruckend waren die Geschichten rund um die Band: Seit rund 30 Jahren unterwegs, ohne Label, selbst organisiert und gefühlt ständig auf Tour. Sänger und seine Frau lenken den Tourbus, das Leben besteht zu großen Teilen aus Musik, Straße und Konzerten. Für die Band war es der letzte Tourtag vor einer wohlverdienten Pause. Und als wäre das noch nicht genug, feierten wir auch noch den anstehenden Geburtstag des Gitarristen mit. Solche Momente machen Festivals aus: Man kommt wegen der Musik und nimmt am Ende Geschichten mit, die weit über die Setlist hinausgehen. Hemlock waren für uns eines der Highlights des Samstags. Nicht nur wegen der Musik, sondern auch, weil die Band so viel Freude und Dankbarkeit ausstrahlte. Wir gratulierten auf jeden Fall später um Mitternacht dem Bandmitglied, das sich mitnebst der restlichen Hemlock-Mitstreiter unter das Publikum gemischt hatte. Nach all den Wetterkapriolen war das genau die richtige Portion gute Laune.

Wir hielten uns bei Sanguisugabogg vor allem zum Fotografieren auf. Viel können wir deshalb aus eigener Sicht nicht über den kompletten Auftritt sagen. Der Blick in andere Konzertberichte zeigt aber: Die Death-Metaller aus Ohio machten keine Gefangenen. Mit Songs wie „Rotted Entanglement“ und „Skin Cushion“ lieferten sie ein kompaktes Death-Metal-Gewitter ab, das beim Publikum gut ankam. Am Ende gab es reichlich Applaus. Das klingt nach einem Auftritt, der Fans der härteren Gangart ordentlich bedient hat.

Auch Evergreen Terrace nahmen wir vor allem durch die Kamera wahr. Die Band aus Florida gehört mit ihrer Mischung aus Melodic Hardcore und Metalcore schon lange zum Geschäft. Laut anderen Festivalberichten sprang der Funke im Zelt schnell über: Sänger Craig Chaney suchte den direkten Kontakt zu den Fans und stieg sogar in die ersten Reihen. Songs wie „Jail on Christmas“ und „Wolfbiker“ durften dabei nicht fehlen. Der Auftritt soll das Zelt ordentlich zum Kochen gebracht haben – ein schöner Kontrast zum nassen Wetter draußen.

Am Nachmittag schauten wir bei Alien Ant Farm vorbei. Die Band ist natürlich vor allem für ihre Version von Michael Jacksons „Smooth Criminal“ bekannt. Der Auftritt der US-Amerikaner stand für uns schon aus Kultgründen auf der Liste. Während er musikalisch zum seichteren Programm gehörte, sprach Sänger Dryden Mitchell über seinen Weg in die Nüchternheit, hatte Lebensgeschichte und toxische Beziehungen in Songs verwandelt. Musikalisch konnten wir nicht bei jedem Song gleichermaßen mitgehen, so erging es uns auch, als wir die Band letztes Jahr als Vorband zu Skindred sahen. Bei "Smooth Criminal" tanzten wir dennoch wieder ausgelassen mit einem verkleideten Obelix und anderen Festivalbesuchern - wir sind halt Kinder der 80er und waren auch mal jung...

Unearth offenbarten vom ersten Ton an volle Energie, ein Publikum im Ausnahmezustand und einen Trevor Phipps, der die Menge fest im Griff hatte. Spätestens bei „Zombie Autopilot“ verwandelte sich das Zelt in eine einzige laute Staubwolke. So lieben wir unser Rewind!

Caliban waren anschließend wieder deutlich mehr unser Ding. Die Metalcore-Veteranen  traten selbstbewusst auf und wussten genau, was sie können. Zwischen Balladen und Hymnen wie "VirUS" dirigierte Sänger Andreas Dörner das Publikum, war später mittendrin statt nur dabei. Caöiban heizten mit einem abwechslungsreichen, guten Set und guter Energie noch ein letztes mal die Masse an, bevor der schon ein Jahr im Voraus angekündigte Headliner den Sack zumachen Sollte. 

In Flames. Für uns waren sie der absolute Hammer und ein würdiger Höhepunkt des Festivals. Die schwedischen Melodic-Death-Metal-Pioniere brachten die nötige Mischung aus Härte, Melodie und großen Refrains mit. Genau diese Kombination macht die Band seit Jahrzehnten zu einer festen Größe auf den großen Bühnen. Der Auftritt fühlte sich wie der Moment an, auf den wir nach den Strapazen der vergangenen Tage hingearbeitet hatten. Keine Sorge um den nächsten Wetterumschwung – einfach vor der Bühne stehen und den Moment genießen. Der Bühnenaufbau fackelte eine Lichtshow ab, während sich die Bands mit Klassikern wie "Colony", "Only For The Week" oder "Cloud Connected" wieder einmal ein Denkmal setzt. Jung und Alt tanzen, moshen, feiern, Stagediver werden getragen, Stimmen vereinen sich. Den Abschluss bildet "Take This Life" und wir werden von der Stimmung eingeatmet, wollen auch, dass der Moment noch ein bisschen bleibt. In Flames lieferten für uns einen großartigen Auftritt. Damit war der Samstag musikalisch ein echter Erfolg und ein schöner Abschluss unserer persönlichen Festivalreise.

Fazit: Viel Wetter, viel Metal und ein Festival mit Luft nach oben

Das Full Rewind 2026 wird uns mit gemischten Gefühlen in Erinnerung bleiben. Musikalisch gab es jede Menge Highlights, sympathische Bands und tolle Momente vor den Bühnen. Organisatorisch dagegen hat uns das Wochenende an einigen Stellen Nerven gekostet.

Der größte Ärger begann bereits bei der Anreise. Obwohl wir mittags losgefahren waren, standen wir bis in die Nacht im Stau. Auch der Umgang mit den Evakuierungen und die Kommunikation mit den Gästen sind aus unserer Sicht ausbaufähig. Natürlich steht die Sicherheit bei Gewitter und Sturm an erster Stelle. Da gibt es nichts zu diskutieren. Aber gerade dann ist es wichtig, dass alle möglichst schnell erfahren, was passiert, wo sie hinmüssen und wann es weitergeht. Wir hatten mehrfach den Eindruck, dass Informationen nicht alle Besucher gleichermaßen erreichten.

Dabei muss es nicht zwingend eine eigene Festival-App sein. Über Social Media, die Festivalwebsite und klare, regelmäßig aktualisierte Meldungen ließe sich schon einiges verbessern. Wichtig wäre, dass Informationen über eine Evakuierung, eine Entwarnung oder die Fortsetzung des Programms möglichst zeitgleich und verständlich verbreitet werden. Wer sein Handy nicht ständig in der Hand hat oder keinen guten Empfang besitzt, sollte trotzdem eine Chance haben, auf dem Laufenden zu bleiben. Megafondurchsagen sind hilfreich, könnten aber durch digitale Kanäle sinnvoll ergänzt werden.

Positiv ist, dass einige Kritikpunkte, die wir bereits bei früheren Besuchen hatten, inzwischen beseitigt wurden. Besonders angenehm fiel uns der Zustand der Dixies auf. Sie waren während des Festivals durchweg sauber und hatten meistens Toilettenpapier und Wasser – lediglich am ersten Abend gab es dabei noch Luft nach oben. Das klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit, ist auf einem Festival aber alles andere als selbstverständlich. Deshalb an dieser Stelle ausdrücklich ein Lob!

Auch bei den Preisen bleibt das Full Rewind erfreulich fair. Das Essen auf dem Gelände war lecker, die Auswahl gut und die Portionen machten satt. Tatsächlich hatten wir nicht das Gefühl, dass man mit Selbstversorgung am Campingplatz günstiger weggekommen wäre. Wer keine Lust hat, sich den halben Urlaub mit Kocher, Kühlbox und Essensplanung zu beschäftigen, kann sich hier entspannt versorgen, ohne gleich ein Vermögen auszugeben.

Ein Wermutstropfen war das zeitweise bestehende Problem mit dem Trinkwasser. Zwischenzeitlich hatte das Wasser seinen Trinkwasserstatus verloren. Das ist natürlich ärgerlich, gerade bei hohen Temperaturen, wenn man besonders viel trinken muss. Ob die Hitze vor dem Gewitter tatsächlich die Ursache war, können wir nicht beurteilen. Bei Wasserleitungen, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind, können Probleme auftreten; entscheidend war dann, dass die Info dazu schnell über Social Media rausging und alle Gäste an den Versorgungsstationen für einen schmalen Taler ein alternatives Trinkwasser einkaufen konnten.

Musikalisch hat uns das Festival dagegen reichlich entschädigt. Party Cannon sorgten für einen herrlich absurden Auftakt, Blacktooth begeisterten als Lokalmatadore, Stick To Your Guns lieferten trotz verkürzter Spielzeit eine intensive Show und Chained Saint machten deutlich, dass man sie im Auge behalten sollte. Arch Enemy und Slaughter to Prevail brachten große Bühnenmomente, während Hemlock mit ihrer sympathischen Art besonders positiv in Erinnerung blieben. Und In Flames waren für uns schließlich der Hammer und ein würdiger Abschluss.

Dazu kamen all die kleinen Geschichten, die ein Festival ausmachen: Ob Wasserballschlacht, das gemeinsame Retten von Pavillons, die Fans, die sich selbst von strömenden Regen vor der Bühne nich entmutigen ließen oder der Graben Crew und den Menschen auf den Versorgungs- und Bierständen, die wirklich immer mit Herzlichkeit und guter Laune ihren Job machten. Wir sind dankbar und wünschen euch dass ihr immer einen Einkaufswagen erwischt, der geradeaus fährt und dass ihr immer ein weiches Kissen und den besten Schlaf habt!

War alles perfekt? Nein. Haben uns die Wetterkapriolen und manche Abläufe Nerven gekostet? Definitiv. Unsere Nachbarn waren bereits am vorletzten Tag abgereist, zu viel Schaden hatte das Camp genommen. Kann leider passieren. Wir haben trotzdem ein Wochenende erlebt, das uns musikalisch viel geboten hat und vorallem viel Verständnis, Hilfsbereitschaf und Motivation durch andere Festivalbesucher erfahren hat lassen.

Das Full Rewind hat für uns weiterhin einen besonderen Charme. Die fairen Preise, das gute Essen, die familiäre Atmosphäre und das abwechslungsreiche Line-up sind starke Argumente, wiederzukommen. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass aus den Erfahrungen dieses Jahres Konsequenzen gezogen werden – besonders bei der Anreise und der Kommunikation in kritischen Situationen.

Denn wenn die Musik stimmt und die Menschen zusammenhalten, ist schon viel gewonnen. Wenn dann auch noch die Organisation mitzieht, steht einem richtig guten Festivalwochenende nichts mehr im Weg.

Full Rewind 2026: ein Wochenende zwischen Chaos und Gänsehaut. Wir kommen gerne wieder – und hoffen, dass 2027 nicht nur musikalisch, sondern auch organisatorisch noch eine Schippe drauflegt!

 

NCN Festival 2025 18+2 Jubiläum - Musik und Emotionen

 

Vom 05.-07.09.2025 fand in Deutzen das nunmehr 18. „Nocturnal Culture Night“ - Festival statt. Ganze 3 Tage lang konnten Liebhaber und

Freunde alternativer Musik Klassiker, Newcomer und persönliche Helden feiern. Die große Bandbreite der Künstlerauswahl, garantierte das für jeden der Gäste etwas dabei war.

 

Freitag
Direkt nach unserer Ankunft auf dem Festival- Gelände wurde die Stimmung durch einen medizinischen Notfall getrübt. Das kurze Zeit später anstehende Konzert von The Beauty of Gemina musste daher abgesagt werden. Derweilen überzeugte auf der Kulturbühne das Dark-Folk - Projekt Zwischenlichten mit einer eindrucksvollen Bühnenpräsenz und der Erkenntnis, das es oftmals ausreicht allein durch Text und Musik zu überzeugen. Sehr sympathisch war ein Lied in der fränkischen Mundart von Nico Schwappacher, was Assoziationen mit DIAF weckte.

Auf der Waldbühne konnte als Ersatz für Rein die Band Rotersand einspringen, welche mit ihrem technoiden Sound die Zuschauer zu begeisterten wusste.

Ein erster Höhepunkt des Abends war der Auftritt der seit Mitte der 80er Jahre bestehenden Electro- E.B.M. Band A Split Second. Eine sehr gut gefüllte Amphibühne zeugte davon, dass es immer noch eine große Fangemeinde gibt, welche mit einem recht rockigen und Auftritt belohnt wurde.

Zu späterer Stunde konnte man auf der Waldbühne anhand des bereits fertigen Aufbaus und der Requisiten erahnen, welcher Auftritt bevor stand. Pünktlich um 21:20 betraten Placebo Effect zum letzten Mal in Deutschland die Bühne. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen und diese wurden nicht enttäuscht. Ihre eindringlichen Soundlandschaften konnten das Publikum von Anfang an überzeugen und so erlebte man alte Klassiker wie „Poison Tree“ und viele Andere aufs Neue und konnte in Erinnerungen schwelgen.

Beim Song „ Move“ waren einige Fans der Dark- Electro Legende in den vordersten Reihen nicht mehr zu halten und boten einen „Pogo - mäßigen“ Anblick. Die gesamte Performance stand bekannten Größen in nichts nach und wurde zusätzlich durch Videoanimationen unterstützt. Placebo Effect haben ihren ganz eigenen Stil gefunden und dieser wird, zumindest vorerst, live eine große Lücke hinterlassen. Bleibt zu hoffen, dass man von den Beiden, in welcher Form auch immer, noch hören wird.

Prayers bildeten zumindest auf der Amphibühne den Abschluss des Abends und konnten das zahlreiche Publikum durch Hip - Hop getränkten ElectroWave überzeugen. Der in San Diego aufgewachsene Mexikaner Rafael Reyes, ließ sich selbst durch mehrere technische Probleme nicht beeindrucken und spielte munter weiter. Ein wenig Mitleid verspürte man mit den zwei zu seinen Füßen stehenden volltätowierten Komparsen, welche mit Äxten „bewaffnet“ und martialischer Ausstrahlung, regungslos ausharrten.

The Sound Veil Society bildeten den Abschluss eines ereignisreichen Tages und wurden vielerorts hoch gehandelt und nicht selten mit KITE verglichen. Mit einem gut besuchten Gig schickten sie die Festivalbesucher in die Nacht.

Samstag

Der Samstag startete mit einem gut gelaunten Sascha Lange und dem zweiten Teil seiner Depeche Mode - Trilogie - Lesung. Zahlreiche Anekdoten und Funfacts sorgten für viele Lacher und Schmunzler. Wann sieht man zum Beispiel schon einmal ein Original DDR Bahnhofs Megafon, welches von begeisterten Fans abmontiert wurde und als eine der vielen einfallsreichen Requisiten benutzt wurde? Vielen Dank für diesen liebevollen Vortrag, dem zahlreiche „ Devotees“ beiwohnten.

Angels & Agony füllten anschließend mit ihrem souveränen Elektro-Pop die Amphibühne. Freunde von harten Industrial - Klängen wurden indessen von 1979 auf der Kulturbühne rhythmisch versorgt.

Traurige Nachricht

Im Laufe des Nachmittages war zu erfahren das der Festivalbesucher, welcher am Vortag ärztliche Hilfe benötigte, leider im Krankenhaus verstorben ist. Wie nah Freud und Leid im Leben einher gehen, wurde in diesem Moment wieder deutlich. Was bleibt, ist der Familie und Freunden viel Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit zu wünschen.

Für Nostalgie sorgten die Texaner von Rosegarden Funeral Party mit ihrem lebendigen post- punkigen Goth- Rock Sound. Die charismatische Sängerin Leah Lane interagierte immer wieder mit dem anwesenden Publikum und trug gekonnt und voller Leidenschaft den so geliebten Sound in die Neuzeit. Ihre häufigen, ehrlichen und zum Teil nachdenklichen Zwischentöne fanden jedenfalls Zustimmung.

Die Neofolker unter uns konnten sich über den Auftritt des gut besuchten Konzertes von Hekate freuen. Mit ungewohnt vielen Musikern auf der Bühne ( 7 an der Zahl) wurde wieder einmal deutlich welche unverwechselbare Stellung die Band seit mittlerweile 30 Jahren genießt. Besondere Freude bereitet es immer wieder zu sehen, welche positive Ausstrahlung die Sängerin der Gruppe besitzt und wie sie die zahlreichen, stilistisch vielfältigen Lieder stets mit einem Lächeln begleitet.

Die Italiener von Ash Code konnten mit ihrer Synth - lastigen Musik einmal mehr überzeugen, weshalb sie in der internationalen Dark- Wave & Post- Punk Szene so erfolgreich sind. Hits wie „ Dry your Eyes“ wurden ausgiebig gefeiert.

Ebenso gefeiert wurde der im Vorfeld kontrovers diskutierte Aufritt von Right Said Fred. Trotz aller, auch nachvollziehbaren Kritik, sollte es dennoch gerade in einer so musikalisch breit aufgestellten Szene mehr Offenheit für einen solchen kleinen „Ausreißer“ geben, denn der Spaß und die Freude an der Musik sollte im Vordergrund stehen. Und den hatten die Besucher und auch die Musiker dieses Auftrittes. Und wenn man ehrlich ist, wer etwas nicht sehen mag, ist nicht gezwungen hinzugehen.

Einen weiteren Höhepunkt bildete der Auftritt von Jerome Reuter mit seiner Ausnahmeband ROME. Zum vielfach zelebrierten 20-jährigem Jubiläum konnte er auch dieses Mal mit Songs wie „One Lion‘s Roar“ und „Who Only Europe Knows“ sowie vielen anderen Hits das Publikum für sich einnehmen.

Die eindringlichen Drums und Folkklänge erzeugten eine bekannte und unverwechselbare Stimmung. Wer mag, kann ROME übrigens noch bis in den November diesen Jahres hinein auf ihrer Tour sehen.

Der Auftritt von KITE wurde von vielen Anwesenden sehnsüchtig erwartet. Bis in die hinterste Ecke war der Platz brechend voll. Einige Besucher wichen sogar auf die angrenzenden Mauern aus. Die fantastische Lichtshow , Songs wie „Dance Again“ oder „True Colours“, sowie die emotionalen Synthesizer Klänge und das energetische Live - Konzept zogen alle Anwesenden in ihren Bann. Dies wird sicherlich für Viele nicht das letzte Konzert dieser Band gewesen sein.

Auch die Stars der 80‘s kommen so langsam in die Jahre. Deshalb muss man jede sich bietende Chance nutzen um zum Beispiel Men Without Hats zu sehen. Mit großer Spielfreude und bei bester Laune hieß es auf der Amphibühne „ do you love the 80‘s“? Und prompt bekam Ivan Doroschuk die Antwort. Sollte ich mich richtig erinnern, dann erklang der größte Hit „ The Safety Dance“ ganze dreimal. Mit viel Witz und Ironie war es ein angenehm kurzweiliger Auftritt.

Als quasi Mitternachtsspezial ( Ähnlichkeiten mit einem anderen Festival sind rein zufällig), betrat Tobias Bernstrup die Parkbühne. Auch zu später Stunde konnte die androgyne Kunstfigur im gewagten Outfit das geneigte Auditorium fesseln. Das dies auch am besonders eingängigen, tanzbarem Synth- Wave mit viel 80‘s Attitüde lag, davon zeugten tanzende, begeisterte Besucher. Songs vom erst im August erschienenen Album „ Shadow Dancer“ wurden genauso gefeiert wie ältere Stücke.

Sonntag

Kalte Nacht brachten mit ihrem düsteren Cold-Wave als 2. Act des Tages die Parkbühne zum Beben. Sängerin Myrto Stylou besitzt eine derart markante Stimme, die in Verbindung mit den treibenden Beats und Drum Machines und atmosphärischen Tönen den Kompositionen von Nikos Konstantinidis unverwechselbares Leben einhauchen. Leider gab es zu Beginn ab und an technische Störungen, die professionell „ weggelächelt“ wurden. Der super Stimmung tat dies dennoch keinen Abbruch und dankbar nahm man den steigenden Applaus - Pegel“ an.

Der Auftritt von Twin Noir weckte mit ihrem Elektro - Punk auch die letzten müden Glieder. Die Energie der Beiden sprang sofort auf die Festival - Jünger über und alles sah nach einer feinen, elektrisierenden Party aus. „ Durchdrehen“ und Spaß haben war die Devise von der reichlich Gebrauch gemacht wurde.Nachdenklich wurde es, als die Band verkündete das sie die Nachricht eines Fans erhielten, welcher trotz schwerer Erkrankung zum Konzert kommen wollte . Genießt den Moment und macht was euch Spaß macht, war sinngemäß die Botschaft Ich würde jedenfalls orakeln das es von TN noch einiges zu hören geben wird.

Zeitgleich fand auf der Waldbühne von Electro - Fans hoch gehandelt, eines der seltenen Konzerte von The Mao Tse Tung Experience ( Thomas Lüdke / The Invincible Spirit ) statt. Mit Unterstützung von T.A.N.K. am Keyboard und auch Gesang bot man der versammelten EBM - Meute einen gute Einstimmung auf den Rest des Tages.

SYZYGYX kämpften wie Kalte Nacht mit technischen Aussetzern. Irgendwann war auch das bewältigt und Luna Blanc war genauso häufig vor wie auf der Bühne zu finden. Ihre beeindruckende Dynamik und Freude infizierte sofort alle umstehenden Fans und Zuschauer. Ein mehr als gelungenes Konzert unter den Augen der sympathischen Leute vom Cold Transmission Label.

Äußerst gut besucht, absolvierte Reaper auf der Amphibühne seinen Gig. Sehr gitarrenlastig und wuchtig bretterten sie über die Bühne. Wer hätte gedacht, das Anno 2025 diese elektronische Spiel - Art doch noch so beliebt ist? Der Erfolg gibt Ihnen Recht.

Nachdem durch den Ausfall von Waldträne viel Zeit zum durchatmen war, konnten sich die Amerikaner des Dark- Folk - Projektes Blood And Sun auf ein gut besuchtes Konzert vorbereiten. Ein teils sehr Country - lastiger Stil, abwechselnd durchbrochen von Neofolk und Goth- Anleihen fand großen Anklang.

Für ihre Gothic - und Post - Punk Gitarrenklänge bekannt, wurden She Past Away ungeduldig erwartet und hinterließen eine fast ehrfurchtsvolle, hypnotisierte Schar von Liebhabern 80er inspirierter Wave - Musik. Zeitlos.

Als eine sichere Bank für Mittelalter - Rock- und Metalfans sorgte Tanzwut die zum Abend auf der Waldbühne auftraten für enthusiastischen Applaus. Auch nach 25 Jahren ist Ihnen die Spielfreude und Nahbarkeit nicht abhanden gekommen.

Wenige Zeit später auf der vollen Amphibühne angekommen, gab es unerwartet Zeit für Abschiede und „Nachgedanken“. Bevor das NCN Team in die wohlverdiente „ Pause“ geschickt wurde gab es eine bewegende Stellungnahme zum Todesfall des Festivalbesuchers am Freitag.

Ein Moment zum Innehalten für Alle.

 

Als dann im Anschluss zu späterer Stunde Camouflage die Amphibühne betraten war dies der letzte Auftritt des NCN 2025.

Gekrönt mit Hits wie „ Love is a Shield“ und „ The Great Commandment“ endeten drei wunderbare, aber auch ambivalente Tage voller Musik, Wiedersehen, netter Gespräche und Überraschungen.

 

Vielen Dank und vielleicht bis nächstes Jahr!

 

Impressionen

05.09

06.09

07.09

Als wir auf den Acker fahren, strahlt die Sonne. Schon in der Warteschlange gab es ein kühles Bier, Staub kommt auf, immer wenn sich unsere Autos in der Schlange nach vorn schieben. Die Begrüßung an der Kontrolle ist herzlich. Unsere Tickets werden gesichtet, Parktickets gekauft. Die Security sind bester Laune, filzen unser Auto gründlich. Dann fahren wir weit vor. Rechts von uns der See sieht verlockend aus. Doch wir rollen an den Toilettenanlagen und der Bar vobei in Richtung Infield, kommen in Sichtweite vom Einlass zum Stehen. Wir orten den Erdbeerbowle-Stand, die Absintherie Sixtina und einen Burgerstand sowie das Partyzelt. Erste Musik wird aufgespielt. Als wir mit aufbauen fertig sind, kommen wir mit ersten Gästen ins Gespräch und stürzen uns ins Getümmel.

Entspannt ist es, auch dem Full Rewind. Gäste, Bereiber der Stände, Secus oder DJs, alle haben Strahlelaune. Sogar Menschen, die von mobilen Toiletten kommen, lächeln. Also verbringen wir den Mittwoch mit ihnen, tanzen Polonaise, moshen vor dem DJ-Pult, trinken Absinth mit Sekt und fallen irgendwann vorfreudig ins Bertt.

Donnerstag

Als gute Festivalgänger gaben wir natürlich der ersten Band die Ehre. Polar spielten auf und für uns gab es Eiskaffee und das erste Bier aus der Infield-Zapfe. Lecker! 

Der Einstieg ins Line-Up fiel alles andere als zurückhaltend aus. Mit ihrem modernen Hardcore-Sound, massiven Breakdowns und düsterer Atmosphäre setzten sie früh ein klares Statement. Trotz früher Slot-Zeit war die Crowd schnell wach und nahm die aggressiven Grooves dankbar an.

Attila schafften es nicht mehr rechtzeitig zu ihrem Auftritt, stattdessen gaben sich The Defect die Ehre. Moon McBee, ihres Zeichens Frau von The Browning Sänger Jonny McBee, mit dem gemeinsam sie dieses Trancecore-Projekt schuf, waren ein würdiger Ersatz! Hier wie auch zu The Browning, die irgendwo zwischen Deathcore und Elektroparty aufspielten, wurde es wild und das Publikum kam in Fahrt. Mit "Blue (Da Ba Dee)", einem Track von Eiffel 65, zu dem ich im Ferienlager auf der Disko getanzt habe, kriegten die US-Amerikaner uns. Gemeinsam mit anderen schwangen wir die Hüften. Hätte die nächste Band im Line-Up, Nile uns dabei gesehen, hätten sie bestimmt geschimpft. Mit technischem Death-Metal fegten sie die Sonne weg, viele Teile des Publikums stellen sich am Bierwagen unter und vor der Bühne wird es leer. Trotzdem sie liefern, was man von ihnen erwartet, ist die Stimmung weniger ausgelassen. Eine Situation, die sich bei Agnostic Front ganz schnell ändert.

New York Hardcore mit ganz viel Spaß lässt die Besucher in kleinen Moshpits von den Bierständen zurück vor die Bühne wandern, zu "For My Family" stellen sich trillionenfach Armhaare auf, während Chorgesänge angestimmt werden. Spätestens bei "Gotta Go" ist kein Halten mehr, Akt und Jung tanzen wir verrückt und wollen die Band, die den Ramones-Klassiker Blitzkrieg-Bob als Encore geben, kaum von der Bühne lassen. So geht das, Full Rewind!

Die nächste Band, Rise Of The Northstar, haben wir zuletzt in einem Zirkuszelt gesehen und fanden das Japan-Thema mit den angedeuteten Kirschbäumen höchst interessant. Leider entstehen zwischen den durchaus toll performten Songs der Kombo immer wieder Pausen mit Musik vom Band und jede Stimmung, die aufkommt, ist schnell wieder dahin. Zeit für ein Abendessen also. Am Asia-Stand gibt es alles, was das Umami-gierige Herz begehrt und so schmausen wir hier für einen guten Preis durchaus sättigend und ausgewogen. Empfehlung!

Mit Nailbomb sehen wir Max Cavalera wieder, der mit einer Art Supergroup (mit u.A. Dino Cazares von Fear Factory oder Andreas Kisser von Sepultura) in den 90ern maßgeblich eine CD veröffentllichte, die dann in ein Livealbum mündete, bevor sich die Band wieder auflöste. 20 Jahre später schien der Hass von Cavalera auf die Welt immer noch da, er brüllte ins Publikum, während Sohn Igor herumspringt und der Rest der Band eher im Hintergrund bleibt. Mit vielen Samples, wütend und authentisch. Diesen Schlag in den Nacken als Abschluss des ersten Tages haben wir verdient, gehen zufrieden ins Bett und freuen uns auf den Freitag, dessen Line-up uns durchaus mehr begeisterte.

Freitag

Lecker Frühstück, lecker Sonne, lecker Bierchen und dann spielen Manos auf. Besser kann ein Festivaltag kaum starten. zwischen Death Metal und Biene Maja singen und tanzen die Festivalbesucher, machen einen Sirtaki mit (gut für die Getränkestände, der Boden ist getränkt von Hopfenschorle) und sind ein Symbol dafür, wie in dieser Szene Festivals sein sollten: Mit genug Albernheit, guten Songs, harten Klängen, einer großen Gemeinschaft und Energie!

Wir fanden uns kurze Zeit später bei den Crushing Caspars wieder auf dem Infield ein, wo Snoopy und Co. Hardcore aus Rostock auf den Acker bringen, auf dem sie sich nach 40 Jahren als Band und etlichen Auftritten hier sichtbar heimisch fühlen. Harte Songs, herzliche Ansagen, viele lächelnde Zuschauer - spätestens bei Viva La Rostock sind Band und Gäste zufrieden und wie auch nach Manos die Stimmung freudig. 

Wir wechseln später die Location und sind wieder vor der Hauptbühne. Mit August Burns Red kommt eine weitere routinierte Liveband ins Line-Up, die die Menge anpeitscht. Mit einem Mix aus Klassikern wie "Composer", "Back Burner", dem Abschlussstück "White Washed" oder neuen Songs wie "Exhumed" drücken Sänger Jake Luhrs und seine Bandkollegen das Publikum an die Wand und sorgt für Circle Pits und in die Höhe gereckte Fäuste. So gut aufgewärmt war das Publikum bereit für Kataklysm, die in Roitzschjora genauso zu Haue sind wie auf anderen Festivals in Deutschland. Hier und auf dem Wacken spielen sie, Dampfwalze wie eh und je, mit Spaß und dennoch technisch perfekt. Die Kanadier gehören zu einer der fleißigsten Bands die wir kennen, bringen uns mit "The Ambassador Of Pain", "As I Slither" oder "Srippled And Broken" immer wieder zu purer Verzückung Sänger Maurizio Iaconos Bühnenpräsenz ist ebenso faszinierend wie das zur Setlist der Band immer wieder neue gefühlte Klassiker hinzukommen. Prädikat Toll Toll Toll!

Mit Quatsch begonnen, mit Quatsch wird der Tag auf der Hauptbühne enden. Knorkator spielen auf und mit ihnen der "Sieg der Vernunft". Stumpen, Alf und Co. waren oft hier auf dem Acker zu Gast, eine Gebühr für das Überziehen würde Stumpen gern bezahlen, versicherte er. Die Fans würden dies wahrscheinlich unterzeichnen, sahen geliebte Klassiker und neu arrangierte Songs mit Tim Tom (Sohn von Alf Ator), der zu "Böse" sang und auch Agnetha Ivers, die ihren Vater schon seit längerem bei gesamten Konzerten der Band live unterstützt. "Weg nach unten", "Ma Baker", "Zähneputzen, Pullern und ab ins Bett" - wir sind nach dem Set leicht heiser und auch unser Fotograf, der wieder den Weg auf die Bühne fand und Nahaufnahmen der "Meisten Band der Welt" machte, sah nach dem Gig angestrengt aus. Übrigens: Stumpen musste nicht zahlen, trotzdem waren Band und Publikum dankbar, dass in Roitzschjora mit dem Rewind und Knorkator wieder zusammen kam, was zusammen gehörte.

Keine Zeit für Müdigkeit! Es gab noch einen Headliner zu sehen und auch die Knüppelnacht wollte gefeiert werden. 

Das große Banner von Machine Head machten uns etwas unruhig, hatten wir die Band eine Weile nicht gesehen und fanden die Liveauftritte zuletzt immer großartig. Während wir nervös von einem Bein auf das andere traten, brachte sich die Feuerwehr in Stellung und versprach Pyros und Hitze in dieser Full Fewind-Nacht. Und dann war es auch soweit: Banner fällt, Feuerwerk, Machine Head! Zwischen Songs wie "Is There Anybody Out There" und "Locust" fliegen Machine-Head Hämmer und Würfel durch das Publikum, das sich von Robb Flynn bereitwillig spielen lässt. Er scheint gut drauf, lobt den wilden Osten, und schließt das Konzert mit "Halo" etwas überpünktlich ab. Ein Wehmutstropfen, doch viele Besucher dürfen ein Andenken mit Heim nehmen. Ob sich Machine Head für den Auftritt in Wacken am Folgetag ausruhen oder die durchaus durchchoreografierte Show keine weitere Zuageb erlaubte, werden wir wohl nie erfahren. 

Die Füße tun schon etwas weh, doch als es zu Regnen anfängt gibt es nur einen Weg: Ab ins Zelt zu Benediction, die die Knüppelnacht eröffnen. Wir sehen Benediction, die solide abliefern und freuen usn auf Krisiun, die auf uns schon vor vielen Jahren an gleicher Stelle Eindruck gemacht haben. Sie bringen auch viele Songs, die bestimmt schon einmal über Roitzschjoras Acker gehallt sind und zeigen, dass sich melodische Gitarrensoli und Knüppelnacht nicht unbedingt beißen. Das Zelt leert sich, als Asagraum female fronted Black Metal präsentieren. Zwar spielen Sängerin Obscura regelmäßig Konzerte, doch zählt das Full Rewind festival zu den wenigen auserwählten in Deutschland, auf dem sich das ehemals One-Woman-Projekt die Ehre gibt. Als Trio schaffen sie es live nicht vollends, die Zuschauer in den Bann zu ziehen und so vergehen die Minuten langsam. Doch auf 1349 freuen sich einige Besucher hier, denn die Norweger spielen nicht zu viele Konzerte. Den (für uns) guten Einfluss von Tom "Warrior" Gabriel Fischer auf die Band, hörten wir dank scheppernden Blasts und doomigen Momenten. Stimmlich stark, erinnerungswürdig im Auftreten, 1349 boten einen guten Abschluss für diese Nacht.

Samstag

Noch etwas müde schälen wir uns aus dem Bett, verdrehen etwas die Augen denn heute wird nochmal anstrengend. Also schnell Wischi Waschi am See und ab ins Bandshirt! Wir wollen Cabal sehen, die Death Core Band aus Dänemark, um die man in den letzten Jahren kaum drumherum kam. Und tatsächlich ballern die Dänen uns weg, auch dank Andreas Bjulver mit seiner herausragenden Bühnenpräsenz. Wir werden von diesen Jungs, die bereits mit Matt Heafy von Trivium oder Joe Bad von Fit For An Autopsy gearbeitet haben, sicher noch viel hören!

Schonmal gehört hatten wir Ektromorf, die bereits beim Auftakt 2024 und auch in diesem Jahr im Line-Up standen. Immer ein bisschen zwischen "drüber" und "Auf die zwölf" empfinden wir die Jungs, diesmal gab es eher den "Auf die zwölf"-Moment. Der diesmal gut gelaunte Zoltán Farkas kennt das Rewind und vorallem die Bühne hier am Flugplatz gut, waren sie auch früher beim Full Force oft hier zu Gast. Sie zündeten mit Songs wie "Gypsy", "I'm Against" oder "Outcast" einige Circle Pits an und waren gute Einstimmung auf die nach ihnen die Bühne betretenden Walls Of Jericho. 

Doch vorher machten wir noch einen Pflichtbesuch im Zelt, wo die Rykers sich ebenso erneut die Ehre gaben. Nach einem sympathischen Eröffnungsgig 2024 feierten die Kasseler erneut mit dem Publikum und wir grinsen mit den Hardcore-Helden im Kreis.

Doch kommen wir zu Candace Kuysulain und Walls Of Jericho. Wir lieben nicht nur das kleine Energiepaket, sondern auch die Songs der US-Amerikaner. Während das Publikum am lautesten zum Happy-Birthday für die herzliche Front-Frau singt, die auf dem Acker eine Torte überreicht bekommt, reißt sie selbst zu "All Hail The Dead" oder "There's No I in Fuck You" alles ab. Energiegeladen, gut drauf, wahnsinnig eng am Publikum - Walls Of Jericho sind live immer wieder eine Sensation!

Passend zur inzwischen untergehenden Sonne kommen Hypocrisy auf die Bühne. Zwischen End Of Disclosure und Roswell 47 liefern Peter Tägtren solide ab. Gedankt wurde es ihnen von einem dezimierten aber begeisterten Publikum. Als Tätgren ein Alien darin ortete, bat er es auf die Bühne für ein irrwitziges Bild zwischen den starken und atmosphärischen Melodic Death Metal Songs. 

Es kommt uns an diesem Samstag so vor, als haben die Hardcore-Fans tatsächlich die Überzahl. Wir schauen zu Perkele ins Zelt und hier ist es voll, wenn auch nicht zu brechend. Wir ruhen nochmal kurz, denn Ministry ist ein seltenes Highlight, das wir nicht verpassen wollen. Im Regen warten wir auf Al Jougensen und den Rest der Industrial-Veteranen, die kurze Zeit später in Grün getaucht die Bühne betreten. Eine psychedelische Videoshow, der futuristische Mikrofonständer, ein Hut mit breiter Krampe und Songs wie "Thieves", "Jesus Built My Hotrod", "N.W.O." oder "So What" machen diesen Auftritt zu einem Highlight des diesjährigen Full Rewind. Auch wenn die große Menge sich bereits vor dem Auftritt der Amerikaner verabschiedet hat, denen die bleiben liefern sie eine tolle Show. Während sich die Band von der Bühne verabschiedet und nur noch die Drums erklingen, rauscht der Applaus durch das Publikum, während Zugabe-Rufe unbeantwortet bleiben. 

It's A Wrap

Während wir uns vor der Bühne mit alten Freunden treffen und langsam von den Securitys nach draußen gebeten werden, sind wir selig. Ja, das Full Rewind ist anstrengend, mobile Toiletten bei 30 Grad oder im Dunkeln nachts blöd und Absinth kann einem echt einen Schädel zaubern. Aber insgesamt ist das Full Rewind eins der entspanntesten Festivals, die wir kennen. Rund 5000 Besucher waren es, mit denen die Macher rechneten, so war es vor der Bühne nie zu dicht und selten zu leer. Vielleicht auch, weil sich Hardcore und Metal oft abwechseln und unterschiedliche Themen an unterschiedlichen Orten stattfinden. Dabei sind die Bands so hochkarätig, dass auch ein eingeschworener Hardcore-Fan mal eine Metal-Band anschaut und ein Metaller mal im Moshpit zu Agnostic Front rumturnt. Immer freundliche Sicherheitskräfte, leere Fotografen-Gräben und nette Worte zwischen ihnen und den Aufpassern, gut gelauntes Tresenpersonal - das alles zog sich über das gesamte Wochenende. Statt zwischen 85.000 Leuten auf dem Wacken 30 Bands in 5 Tagen zu sehen, sehen wir hier locker 20 in 3 Tagen, verbringen weniger Zeit mit Anstehen oder auf kilometerlangen Pfaden. Und fahren nur halb so zerstört nach Hause. Einzig, dass man uns mitten beim Frühstück darauf hinwies, dass wir 15 Minuten später den Platz verlassen müssten, störte die Idylle etwas. Dies wurde uns, zugegeben, genauso von den Machern angekündigt, wie In Flames, die als erster Headliner für 2026 benannt wurden. Wir freuen uns auf die Schweden und können wir im letzten Jahr nur sagen: Danke FULL REWIND, uns werdet ihr nicht so schnell wieder los. 

 

Wer so viel Harmonie, tolle Bands und ostdeutsches Bier auch genießen will, hat 2026 wieder die Chance:

Was? FULL REWIND Summer Open Air

Wann? 30.07. - 01.08.2026

Wo? Flugplatz Roitzschjora

Infos und Tickets: www.full-rewind.de oder Eventim.de

 

 

 

Schon zum 26sten mal bot das Dark Storm Festival seit 1997 den schwarzen Musikliebhabern die Möglichkeit die Weihnachtstage nicht nur mit Besinnlichkeit und Völlerei zu verbringen sondern die Kalorien gleich wieder abzutanzen im Kreis von Freunden und Vertrauten. Wie viel Energie und Leidenschaft wurden seit dem in diese Veranstaltung, ab 2004 fest in Chemnitz beheimatet, investiert... Die Besucher dieses Festivals kennen und genießen dies. Leipzig hat das WGT, Chemnitz das Dark Storm. So strömten die gut gelaunten alten und neuen Besucher wieder zahlreich in die Stadthalle. Die entspannte Atmosphäre trug zu dem angenehmen Erleben bei, das Personal war freundlich, man konnte fast WGT-mäßig im kleinen Markt in der Vorhalle etwas shoppen, flanieren und plaudern.

 

Selbst Noctulus hatte seinen Platz und arbeite sich an seinen Instrumenten ab. Die Bands hatte ihre Merch-Stände in denen sich manche Band viel Zeit nahm um sich mit ihren Fans abzulichten. Bedauerlich war die kurzfristige Absage von DAF durch den Schlaganfall von Robert Görl, der sich zum Glück langsam wieder erholt. Die Bandbreite der Bands war groß, so das viele Geschmäcker sich versorgt fühlen konnten. Von dem verrückten wilden Auftritt von Shaârghot zum gleichfalls energiegeladen Auftritt von Schattenmann zu den Lokalheroen Accessory die gleich ihre ganze Fanbase dabei hatten.

Auch Das Ich wusste wieder mit ihren reichen Fundus an Klassikern ihren Fans und auch den normalen Zuschauern gut einzuheizen.

Chrom fanden mit ihren Elektrosounds dankbare Zuhörer. Auf der Hauptbühne boten und überzeugten Nachtblut selbst die, die sonst nicht unbedingt Fans des Dark-Metal sind mit einer beeindruckende Show des ihres charismatischen Sängers Askeroth.

Weiter ging es wieder elektronisch mit Rabia Sorda und Erk bot wie von ihm gewohnt eine wild tanzende Show.

Dann Covenant, für mich immer ein Highlight und Genuss und so bot sich mir wieder das was ich an ihnen liebe, fein abgestimmte Energie, tanzbar, kraftvoll und dennoch subtil. Krönender Abschluss auf dem Second Floor war [:SITD:]. Dann mein Allzeit-Liebling diese Abends, Kirlian Camera… immer wieder beeindruckend die Breite und Vielseitigkeit, mit der Angelo Bergamini und Elena Alice Fossi ganz unterschiedliche Musikrichtungen mischen und dabei doch immer diesen bombastischen KC-Klang erschaffen. Die große Geste wird da nicht gescheut und voller Energie konnten KC und Elena das Publikum wieder mitreißen.
Das Außergewöhnliche dieses Abends war aber das Abschlusskonzert von Front in Deutschland. Ein volles Konzert-Set spielten die Belgier auf und sofort als sie auf der Bühne erschienen war es spürbar, das sie noch einmal alles geben und sich damit bei ihren Fans bedanken wollten. Die Energie war spürbar bis zu den letzte Ecken des gefüllten großen Saales. EBM... Electronic Body Music, und die Heroen wurden begeistert verabschiedet.

Das war ein gelungener, kurzweiliger Abend... So etwas erlebt man gerne wieder....

Front 242

Kirlian Camera

Covenant

Das Ich

Schattenmann

Accessory

Chrom

Nachtblut

Rabia Sorda

[:SITD:]

 

Festivalbericht: Nocturnal Culture Night 2024
Dunkle Klänge und magische Momente im Kulturpark Deutzen

Erneut hat das NCN bewiesen, dass es seit Jahren einen festen Kalendereintrag unter Fans der dunklen und alternativen Musikszene verdient. Vom 06. bis 08. September verwandelte sich der idyllische Kulturpark Deutzen erneut in einen Ort der magischen Begegnungen, fesselnden Sounds und einer Atmosphäre, die so nur das NCN kreieren kann. Zwischen Wald, Licht und Schatten wurde das Festival zum Treffpunkt für Fans von Dark Wave, Industrial, EBM, Gothic und vielen weiteren Subgenres sowie all jenen, die das Unerwartete lieben. Mit internationalen Größen, aufstrebenden Newcomern und einem Rahmenprogramm voller Überraschungen bot das Festival mehr, als man an einem Wochenende erfassen konnte. Unsere Eindrücke aus den intensiven Momenten, die dieses Wochenende so unvergesslich machten, haben wir für euch in Bild und Text festgehalten.

 

Freitag – Sanfter Einstieg und emotionale Höhepunkte

Schon am ersten Abend zeigte das NCN, wie groß die Bandbreite seines Programms ist. Allein die Lesebühne machte deutlich, dass hier nicht nur Musik einen festen Platz hat. Während das Publikum gebannt den Lesungen folgte und die Sitzplätze zwischen den Bäumen füllte, tummelten sich auf den Musikbühnen zahlreiche klangvolle Highlights. Zwischen ruhigen, tiefsinnigen Sets und lebhaften Tönen umhüllte sich der Kulturpark mit magischen Klängen und Begegnungen.

So sorgten bspw. V2A aka „The World Famous Post Apocalyptic Industrial Band“ auf der Waldbühne für einen Moment der Vertrautheit, als die Frontfrau stolz ihre sächsische Herkunft betonte. Die Band hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2001 mit ihrem unverwechselbaren Mix aus EBM, TBM und Industrial einen Namen gemacht, begeisterte das NCN-Publikum aber auch mit einem Coversong zu „Hate Is a 4-Letter Word“. Die Band TÜSN verwandelte die Parkbühne hingegen in eine melancholische Kulisse, die das Publikum in sanfte Schwermut eintauchte. Gewohnt tiefsinnig, mit Piano-Version im Gepäck und Gemütlichkeit im Scheinwerferlicht.
Mit Songs wie „Was hast du heute Abend vor“ und „Schwarzmarkt“ – die passender für den Auftritt nicht hätten sein können – durchzogen sie die Abendluft mit einer warmen, nachdenklichen Stimmung. Auf der Amphibühne sorgten Escape with Romeo als Urgesteine der Szene mit ihren gitarrengeküssten Songs für volle Zuschauerränge und leere Essensstände. Nach einer fast 4-jährigen Pause kehrte die Band erst 2022 wieder in die Öffentlichkeit zurück und released noch dieses Jahr ein neues Album, auf das nicht nur das NCN-Publikum gespannt sein dürfte. Auf der Kulturbühne beeindruckte AH Cama-Sotz mit einem Set, das elektronische Beats mit mystischen Klanglandschaften verwob. Die fast schon hypnotisierende Musik spiegelte unverkennbar die düstere Experimentierfreudigkeit des Musikers hinter dem Projekt wider, die bis heute als sein Markenzeichnen gilt. Zur Abenddämmerung heizte wiederum Welle:Erdball auf der Waldbühne die Menge mit ihrer gewohnt extravaganten Show ein, die von Schaufensterpuppen und Seifenblasen bis hin zu erleuchtenden Einblicken über Synthesizer-Preise reichte. Die fast schon zum Inventar der deutschen Elektronikszene gehörende Band zeichnete sich auch an diesem Abend durch ihre humorvolle Art und auffallend visuelle Konzepte aus und ließ Füße, Hüften und Herzen tanzen. Mit einem atmosphärisch und emotional aufgeladenen Hörerlebnis hüllten schließlich Klangstabil die Zuhörer mit Klassikern wie „Math & Emotion“ auf der Amphibühne ein. Mit treibenden Beats und düsteren Klanglandschaften erzeugten die Musiker über Songs hinweg eine unverwechselbare Dramatik, in der sie Themen wie Selbstreflexion, Verlust und zwischenmenschliche Beziehungen behandelten. In einem besonders emotionalen Moment, der das Publikum sichtbar rührte, erinnerte Boris unter Tränen sogar an zwei verstorbene Freunde, denen er anschließend „auf Gräbern tanzend“ einen Gruß sendete. Einmal mehr machte dieser Moment der Trauer und Verbundenheit deutlich, wie stark die familiäre Gemeinschaft des NCN-Festivals ist.

 

 

 

 

Samstag – Von 80er-Jahre-Vibes bis zur elektrisierenden Discostimmung

Der zweite Tag begann wie der erste Tag endete – mit guter Laune und einem abwechslungsreichen Programm. In der Mittagshitze schallten erste Beats durch den Park, während sich die Bühnen nach und nach füllten. Schattenplätze wurden zu den heißesten Spots auf dem Gelände, während Hartgesottene vor den Bühnen der Sonne trotzten. In Nebel gehüllt, fast surreal, performten am Abend Bragolin auf der Parkbühne in düsterer Ästhetik. Mit charismatischer Stimme und Gitarre, fing der Sänger in seinen Songs eine Melancholie ein, die sich perfekt mit treibenden Rhythmen und markanten Synthesizern verband. Auf der Waldbühne entführte Signal Aout 42 die Fans mit Songs wie „Submarine Dance“ in die 80er Jahre. Ihre nostalgisch elektronischen Klänge, kombiniert mit bizarren Videoausschnitten, ließen die Zuschauer in Erinnerungen schwelgen. In einer besonders skurrilen Lichtprojektion tanzten Skelettgestalten in erotischen Posen – ein Moment, der den ein oder anderen sowohl amüsierte als auch kurz von der musikalischen Darbietung ablenkte. Eivør, die Sängerin von den Färöer-Inseln, brachte später eine fast schon märchenhafte Atmosphäre auf die Amphibühne. Ihre verträumten Songs, die Folk-Elemente mit modernen Klängen kombinierten, verzauberten die Zuhörer. Während sie das Publikum in eine andere Welt entführte, brachte ihre Faszination über die ungewohnt warme Septemberhitze in Deutzen viele Besucher zum Schmunzeln. Das Kontrastprogramm lieferte Die Selektion, die sich selbst augenzwinkernd als „Prosecco Wave“ beschreibt. Mit Trompetenklängen in St. Leonard & Co. schufen sie nicht nur ausgelassene Stimmung, sondern auch eine einmalige Note. Absprechen konnte man diese auch Hocico nicht: wie erwartet wirbelte Erk mit Federboa eine geballte Ladung Energie aus düsteren Beats, aggressiven Synthesizer-Klängen und provokanter Bühnenpräsenz von der Waldbühne. Und als IAMX mit seiner energiegeladenen Show das Amphitheater in eine regelrechte Discoparty verwandelte, verschmolz auch der letzte im Publikum am Abend mit der Bühne. Chris Corner, der kreative Kopf hinter IAMX, begeisterte nicht nur mit eindringlichen Texten, sondern auch mit einem ausdrucksstarken Bühnenauftritt, der seine persönliche Reise und Identität par excellence widerspiegelte.
Parallel stimmte Dernière Volonté auf sinnig-tiefgründige Momente ein. Die Band, die oft für ihre emotionalen Live-Auftritte gelobt wird, verwebt neoklassische Elemente mit Dark Wave und Post-Punk und schuf damit eine einzigartige Klanglandschaft, die das Publikum in die Nacht eintauchen ließ.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag – Ein Finale voller Energie und dunkler Eleganz

Am Sonntag war das Festivalgelände bereits von einer erwartungsvollen Spannung erfüllt, als die ersten Acts starteten und das Publikum ein letztes Mal zusammenfand. So begeisterten u.a. Frozen Plasma auf der Waldbühne mit ihrer jugendlich-frechen Ausstrahlung. Auf der Bühne zeigte sich das Future-Pop-Duo zugänglich und energiegeladen und hinterließ im Publikum einen stimmungsvollen Fußabdruck. Fans, die es laut und direkt mögen, fanden sich wenig später auf der Amphibühne ein. In einer rohen, elektrisierenden Atmosphäre heizte Klutæ mit eingängigen Sounds ein. Sichtlich erfreut über die Wolkendecke nach den heißen Festivaltagen bedankte er sich humorvoll für die ersehnte Abkühlung und dröhnte freudig die nächsten Electro-Industrial-Beats in die Luft. Har Belex holte den Puls schließlich mit einer verträumten Darbietung wieder auf Normalmaß. Mit einer schlichten, doch kraftvollen Präsenz, die ihre poetischen Texte und warmen Melodien in den Mittelpunkt stellt, stimmten sie einen ruhigen, aber intensiven Genuss für Fans gedankenversunkener Klänge ein. Ein Wechselspiel aus düsterer Romantik und rockiger Energie holten später Zeraphine auf die Waldbühne. Mit „Berliner Schnauze“ und Hits wie „Die Macht in dir“ und „Be my Rain“ sorgte Frontmann Sven für eine poppige Stimmung, die die müden Knochen des Publikums wieder auflockerte und auf den krönenden Abschluss einstimmte. Den letzten Höhepunkt des Festivals lieferte schließlich Northern Lite, dessen Frontmann das Publikum in weißem Haar und Hawaiihemd an über 25 Jahre Musikgeschichte teilhaben ließ. Mit cooler Gelassenheit erzeugte die Band einen unwiderstehlichen Groove, untermalt von elektrisierenden Sounds und einer leidenschaftlichen Performance – der perfekte Mix aus elektronischer Musik mit einer guten Portion Rock-Attitüde. Ein würdiges Finale für ein Wochenende voller großartiger Musik, Überraschungen und magischer Momente. 

 

Einzigartige Eindrücke und bleibende Erinnerungen

Nicht nur die Künstler, sondern auch das NCN-Publikum trägt zum unverwechselbaren Charme des Festivals bei. In einer bunten Mischung aus Szenegrößen und Neulingen bewegten sich die Besucher von Bühne zu Bühne, teils orientierungslos, aber stets getragen von freundlicher Atmosphäre. Während der Darbietungen waren kaum Smartphones im Einsatz, was besonders im Vergleich zu anderen Konzerten auffiel: Hier schien es einzig um das Erlebnis im Moment zu gehen.

Auf dem Gelände boten zahlreiche Stände Szene-Mode, Schmuck und Kunst zum Stöbern an, und viele nutzten die Pausen zwischen den Auftritten, um die legendäre schwarze Hüpfburg auszuprobieren, die nicht nur für Unterhaltung sorgte, sondern auch die familiäre Seite des Festivals widerspiegelte. Hier konnte man nicht nur Zuschauer, sondern Teil der lebendigen Festivalwelt sein, die zwischen Vertrautheit und unbekannten Begegnungen stets neue Facetten bereithielt. Auch die schrillen Outfits des Publikums zeigten, wie vielfältig und kreativ die NCN-Community ist.

Das Wetter hielt sich trotz mancher Gewittervorhersage, auch wenn zuletzt eine panische Flucht vor dem Regen beobachtet werden konnte – letztlich passte selbst das Unberechenbare zum unvergesslichen Charme dieses Festivals.

All die Eindrücke unterstreichen, was das NCN-Festival so besonders macht: Hier wird nicht nur die Musik gefeiert, sondern auch das Gefühl, eine riesige Familie zu sein.

 

Ein Wort an die Kritiker

Für die Kritiker unter uns – die immer da sind und manchmal auch gebraucht werden – ein kleiner Einblick in das Festivalleben: Der Preis für so viel Kultur, so viele Stände, Künstler und Gänsehaut ist nicht nur gerechtfertigt, sondern ein echtes Schnäppchen! Manch einer mag sich auch über das Wetter beschwert haben – aber in Deutzen gilt schließlich der Grundsatz: Echtes Festivalfeeling entsteht durch ein bisschen Sonne, ein bisschen Schatten und ein Hauch „Was zieh ich nur an, wenn’s regnet?“ Für die Musikwelt-Gourmets: Natürlich trifft nicht jede Band jeden Geschmack, aber genau das ist doch das Rezept für die legendäre Vielfalt des NCN. Und ja – das ewige Thema Parkplätze! Aber mal ehrlich: Ein bisschen Fußweg zum Festival ist doch nur die perfekte Aufwärmübung, um die Tanzbeine locker zu machen und sich schon mal in Festivalstimmung zu bringen. So viel Abenteuer muss eben sein!

 

Danke für drei unvergessliche Tage!

Ein Festival wie das NCN entsteht nicht aus dem Nichts – es braucht Kreative, Macher, Helfer und eine ganze Menge Herzblut. Unser besonderer Dank geht daher an all die Künstler und ihre Crews, die Techniker, die Gastronomen, die Händler mit ihren einzigartigen Ständen, das unermüdliche Reinigungsteam, alle Helferlein und natürlich die Organisatoren, die das Festival so liebevoll auf die Beine gestellt haben. Ohne euch wäre diese faszinierende kleine Welt in Deutzen nicht möglich gewesen! Ein herzliches Dankeschön auch an alle Besucher, die das NCN in ein pulsierendes Fest verwandelt haben. Ihr seid das Herz und die Seele dieses einzigartigen Erlebnisses!

Psssst…

Die Vorfreude beginnt JETZT! Schnell sein lohnt sich! Der Ticketvorverkauf für 2025 hat schon begonnen und die ersten Tickets gingen weg wie warme Semmeln! https://www.ncn-festival.de/

Das Line Up steht in den Startlöchern – und mit Camouflage hält garantiert nicht nur ein Ohrwurm Einzug! Wer singt mit?

 

// Text: Maria K.

Bilder Konzerte Freitag 6.9

Bilder Konzerte Freitag 7.9

Bilder Konzerte Freitag 8.9

Bilder Impressionen

Die ganze Welt pilgert nach Wacken. Wir pilgern nach Roitzschjora. Denn wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen verbirgt sich eine Legende: Das With Full Force-Festival fand hier zwischen 1999 und 2016 statt, danach zog es nach Ferropolis, wo die neuen Macher es unter „FULL FORCE“ mit breit gefächerterer Genreauswahl ein deutlich jüngeres Publikum ansprachen.

Doch Roitzschjora, wo es zuletzt Stress mit den Behörden gab, vermisste offensichtlich das rhythmische Vibrieren des Ackerbodens zu feinsten Hardcore und Metal-Acts, biergetränkte Feldpflänzchen und glückliche Gesichter zwischen Flugplatz und Dorf. Alles auf Anfang gedreht haben die Macher vom FULL REWIND und nach acht Jahren unter tosendem Applaus ein neues Festival auf dem von Größen der Szene gesegnetem Land auf der Erde gestampft.

Ein Rückblick auf das 16. NCN 2023

Nocturnal Culture Night im Kulturpark Deutzen, 01 September bis 03. September 2023


Ein sehr schöner Sommer ging zum Monat September zu, den wir in Vorfreude erwarteten. Am ersten Septemberwochenende startete das legendäre NCN Festival,
gelegen im Südraum der Stadt Leipzig in Deutzen, ein kleiner Ort mit einem wunderschönen Kulturpark. Einst war es der Kulturpark der DDR Bergleute, die in den naheliegenden Tagebauen die Braunkohle abbauten, aber dies ist nun schon lange Geschichte.
Ein Großteil der Braunkohletagebaue sind renaturiert und in Naherholungsgebieten nebst Seen mit viel Grün und Wäldern umgewandelt.

Ein Park, sehr naturverbunden mit einem reichen Baumbestand, in der Nähe des Deutzener See's gelegen, bietet viele schöne Möglichkeiten des Zeltens oder aber auch der Verweil im Wohnmobil oder ähnlichem. Für die Tagesgäste bestand eine Vielzahl von laufnahen Parkplätzen zum Festival, welches drei Tage dauerte. Am Donnerstag gab es die Aufwärmparty, wo wir leider aus Gründen des schnöden Gelderwerbs nicht teilnehmen konnten.
Pünktlich am Freitag, dem ersten September 2023 ging es wieder los.
Das kleine Dorf Deutzen färbte sich wieder dunkel, die schwarze Szene, man kann eher sagen, die schwarze Familie traf sich erneut zum familiären und gemütlichen Festival NCN. Wie die Zeit vergeht, nun schon zum 16. Nocturnal Culture Night gab es ein großes Hallo zum Wiedersehen von Freunden und Bekannten aus allen Teilen des Landes.

Am Freitag schon gab es einen großen Ansturm von Festival Besuchern, leider öffnete die Bändchenaussgabe erst verspätet, so dass sich am Eingang bald eine lange Schlangen bildete.
Im Festivalgelände gab es neben den vier Bühnen (Amphibühne, Waldbühne, Parkbühne, Kulturbühne) eine Vielzahl von Ständen für das leibliche Wohl, eine sehr gemütliche Lesebühne unter Weidenbogen sowie diverse Stände mit Tonträgern und Sachen aller Art, die das schwarze Herz entzückten.
Auch gab es genug Möglichkeiten, sich vom allgemeinen Trubel etwas zurückzuziehen, inne zu halten, Gespräche zu führen.
Der Kulturpark ist mit dem Mittelpunkt der Amphibühne kreisförmig gestaltet, wobei dort diese durch ihre Lage und Größe den zentralen Punkt bildet.

Wir starteten unser Festival auf der Amphibühne mit der Band Eisfabrik. Statt Eis gab es Regen, ja der Freitag überraschte leider mit Regen bis zum Abend. Aber das war kein großes Problem, die meisten waren darauf vorbereitet und hatten entsprechende Kleidung oder einen Regenschirm dabei. Treffenderweise konnte man sich auch für das kleine Geld einen Folien Regenschutz vor Ort kaufen.
Die vier Eisfabrikanten heizten den Fans gehörig ein, ein guter Start trotz des Wetters, kein Problem. Musikalisch gut eingestimmt ging es auf der Amphibühne mit N.E.O weiter, ein sehr interessanter Klangteppich umwoben mit einer Videoanimation, dazu eine nun komplett gefüllte Amphibühne. Mit düsterem Goth Rock/Experimental begeisterte diese Band die Massen. Gegen späteren Abend quirlten Vive la Fete lustig und electropoppig die Amphibühne auf, wie zum Dank verzogen sich nun auch die letzten Regenwolken dieses Tages.

Zwischendurch wurde ein reichhaltiges musikalisches Programm auf den anderen Bühnen geboten, auch die Lesebühne zog schon am Freitag Nachmittag die Fans in ihren Bann.

Durch einen kleinen Waldweg läuft man zur ebensolchen Waldbühne, am Abend ist der Weg mystisch grün beleuchtet, wahrlich magisch.
Der Regen tobte, aber das war egal, bei Größen wie Empathy Test und später Nachtmahr war der doch sehr große Platz der Waldbühne gefüllt.
Schwarz, alles schwarz, die Kleidung der Fans und Gäste, es war sehr schön anzusehen.
Nachtmahr ließ die Luft mit brachialen Klängen beben, die Fans verzückt zu den sehr schönen Konzerten.

Mit etwas ruhigeren Klängen und Gesang ging es auf der Kulturbühne zu, Rome begeisterten sehr schnell, auch wenn nun dort einige Pfützen standen. Dazu ein kühles Bier und eine knusprige Bratwurst für das leibliche Wohl gab es an den Grill- und Getränkeständen.

An der Parkbühne kommt man ja immer wieder vorbei, auch hier spielten Then comes silence im Regen, was aber keinen Abbruch tat, im Gegenteil, es herrschte am frühen Abend schon eine super Stimmung, es ging weiter mit Blancmange ehe zum Abschluss des Tages die poppigen Gulvoss sich die Ehre gaben.

Musikalisch und Genreübergreifend sind die Bands gestaffelt auf verschiedenen Bühnen, es ist ein interessanter Mix, so dass jeder seine Favoriten jeden Tag erleben kann.

Ein sonniger Sonnabend und Sonntag sollten nun das Wochenende dominieren, nur in den Mitternachtsstunden wurde es etwas kälter, der Mond beleuchtete interessant die Nebelwände der Nacht.
Die letzten Regenpfützen verschwanden, frisch gestärkt durch ein leckeres Handbrot und Kaffee gab es heute einige kleine Überschneidungen mit einem vielversprechenden Programm. Larrnakh und Uwe Nolte begeisterten schon am Nachmittag in der Kulturbühne, dazu liefen sehr gut besuchte Lesungen in der Lesebühne unter den alten Weiden. Wesentlich härtere Electro Klänge kamen von Project -X, welche ordentlich die Amphibühne aufmischten. Ganz im Gegensatz dazu folgte Janus in ruhiger Akustik. Etwas anders, aber sehr gut umgesetzt.
Niemand geringeres als Vomito Negro ließen ebenso am Nachmittag die Waldbühne zittern.
Herrliche Klassiker gepaart mit einer feiernden Menge an Fans folgten Boytronic um zum Abschluss auf der Waldbühne Kirlian Camera die Ehre zu geben. Ein unglaublich kraftvolles Konzert, umgeben von mystisch angestrahlten Bäumen, es war ein Highlight des Festivals.

Ein reges Treiben fand an der Parkbühne statt während an die Kulturbühne bei The Devil and The Universe komplett überfüllt war.
Nicht einmal am Rand gab es noch Platz, eine wahre Party, die Band verstand es sofort die Fans in ihren Bann zu ziehen.
Zweifellos einer der Highlights, leider war die Bühne einfach zu klein zum tollen Konzert. Zum Abschluss und mit Fackeln erhellte Bühne boten die Weisse Rose eine martialische Show.
Der Tag war sehr schön, viele gute Bands, tolle Musik und super Stimmung auf dem NCN Festival.
Es ist auch bekannt als ein familiäres, kleines und naturverbundenen Festival, was man immer wieder erleben und bestätigen kann.
Alle geben sich große Mühe und Herzblut, dieses Festival immer wieder zu einem Erlebnis werden zu lassen.

Die schwedische Band Emmon trat kurz vor Mitternacht auf der Parkbühne auf, was soll man sagen, so viel Power und gute Musik machten den Abschied an diesem Tag nicht leicht, aber auch der Sonntag lockte mit guter Festival Laune.

Sonntag, schwarze Massen strömten zum Gelände des Kulturparks und nach reichhaltiger Stärkung besuchten wir die Bühnen, Stände und tauchten erneut ein, in das Festival.
Ein Ritt weit hinein in die 80'er zu den qitschbunten quirligen Sigue Sigue Sputnik, zu den die Amphibühne restlos voll mit Gästen und Fans war.
Folgend auf der Waldbühne S.P.O.C.K. zum 35 jährigen Jubiläum, welches von den Fans gebührend gefeiert wurde mit schwedischen Fähnchen und Luftballons, was für eine riesige Party und Stimmung, unglaublich!

Nun neigte sich das tolle Festival dem Ende zu, aber alle warteten auf eine Band: Die Krupps!
Mit einem gewaltigen Plautz und kräftigem Sound legten die Krupps los und sofort brodelte das randvoll gefüllte Amphistadion.
Brachiale Klänge gepaart mit Klassikern und einer tollen Lichtshow ließen nun niemanden mehr ruhig.
Was für eine gewaltige Show, Wahnsinn!

Ein gebührender Abschluss in der sonntäglichen Nacht zu einem super Festival!

Es bleibt unser herzlicher Dank dem Veranstalter Holger nebst seinem tollen und fleißigen Team, allen Musikern und Fans!!
Wir sehen uns wieder, spätestens zum E-Only und NCN 2024

 

Bilder Freitag

Bilder Samstag

Bilder Sonntag

 

 

Wieder strömten die schwarzen Jünger nach Torgau,
viele begeistert vom Erlebten schon zum dritten Mal,
andere neugierig angelockt durch Empfehlungen von Freunden.

 

Sie wurden nicht enttäuscht…. Weiterhin bleibt das Stella ein Ort des familiären (das nahmen viele wörtlich) Treffens,
die Wege kurz und die Crew kein Kontrolleur sondern hilfreicher freundlicher Partner.

Alle waren entspannt und genossen einfach eine gute Zeit unter Gleichgesinnten.
Gut war dies zu spüren, als der Headliner des Samstags, Not my God, für den viele extra angereist sind, absagen musste, da ihr Equipment auf dem Flug verloren ging.
Keine Unruhe und Ärger, die Besucher des Stellas feierten einfach weiter die vielfältigen Auftritte und dieses einzigartige Festival.

Großartig war auch der Löscheinsatz der Torgauer Feuerwehr, die an diesen heißen Tag Abkühlung, Regenbogen und ein fast Woodstockmäßiges Happeningfeeling verbreitete.

 

 

Das einzige was mich überraschte, waren die kurzen Zeiten der anschliessenden Disco mit DJ Bruno Kramm…. 03:00 volle Party… 03:15 plötzlich Rausschmeisser-Flutlicht…. Gab es wieder Beschwerden wie letztes Jahr oder blieb man vorsichtshalber gleich eingeschränkt?
Aber ab einen gewissen Alter ist es vielleicht sowieso besser nicht mehr durchzumachen… ;)
So blieb zumindest die Knochenmüdigkeit aus, als man am Sonntag feststellte… schade… diese geile Zeit ist leider schon wieder vorbei…… aber nach dem Stella ist vor dem Stella!

Bilder Freitag
Bilder Samstag
 

Das 15. NCN 2022 – 02.09.2022 bis 04.09.2022 im KULTURPARK Deutzen

Ein wunderschöner Spätsommer läutete den Festivalmonat September ein.
Endlich, nach einer viel zu langen Wartezeit öffnete der Kulturpark in Deutzen seine Pforten für unser langerwartetes NCN. Es sollte endlich wieder ein richtiges NCN werden nach den letzten beiden Corona Jahren.
Die Erwartungshaltung war riesig, ebenso wie die Vorfreude aller Gäste!

Deutzen, ein kleines Städtchen, gelegen vor den Toren der Stadt Leipzig und einst geprägt vom Braunkohle Bergbau. Im wunderschönen Kulturpark Deutzen, vor langer Zeit einst von der DDR für die Bergarbeiter und Bevölkerung angelegten Park, fand auch das diesjährige Festival statt.
Ein Park mit einer Amphiebühne, sehr vielen Wegen und Plätzen im Grünen, überdacht von den hohen Bäumen der Parkanlage, der einmalige Naturcharakter wird bezaubernd durch das Festival ergänzt.
Viele Besucher hatten ihr Quartier auch vor Ort im Zelt oder wer es etwas geräumiger mochte, dafür lud der große Caravan Platz ein.
Es gab auch umliegend große und reichlich gestaltete Parkmöglichkeiten für PkW`s, nicht jeder blieb über Nacht vor Ort.

 

In den Mittagsstunden des Freitages zog es auch uns nach Deutzen, mit einer Portion Glück hatten wir auch einen schattigen Festivalnahen Parkplatz, so kamen zum Freitagnachmittag schon sehr viele Festivalgäste an und die Straßen des Ortes färbten sich in ein dezentes schwarz.


Ein großes Hallo und Wiedersehen von Freunden und Bekannten aus nah und fern!

 Eine schwarze Schlange schlängelte sich am Eingang zum Festival NCN ab, alle tauschten nun ihre Tickets gegen das Festivalbändchen ein.Schmuck gestaltet war auch wieder das diesjährige Programmheftchen. Wie immer sehr informativ und interessant gestaltet, klammern geheftet so dass es selbst das Festival in der Hosentasche gut überstand.

 

Wir waren sogleich interessiert, wie ist das Festivalgelände denn nun in diesem Jahr gestaltet?

Die Weidenbogenbühne sollte es nicht mehr geben, satt dessen aber die sogenannte Waldbühne, klingt ja schon sehr interessant und wir stromerten durch das Gelände.

Rings um die Weidenbogenhalle verteilt boten Händler ihre Waren preis, ebenso wurde auch ausreichend und umfangreich für das leibliche Wohl in Form von Speis und Trank angeboten.

Sitzmöglichkeiten gab es überall verteilt und in diesem Jahr gab es eine Lesebühne unter den alterswürdigen Weiden. Das war ein sehr lauschiger Ort und immer gut gefüllt, die Lesungen zogen regelmässig das interessierte Publikum an. Die altbekannten Bühnen, Amphibühne, Kulturbühne und Parkbühne hatten nichts von ihrem Flair verloren in strahlten im Glanz der tiefen Septembersonne. Was aber fehlte waren die Sitzbänke auf der Amphibühne... abgebaut aus Alterschwäche? Die waren immer ein beste Gelegenheit für entspannten Genuss... schade, aber sicher außerhalb des  Einflusses des NCN-Teams.

Ein kleiner und im Dunklen mystisch grün beleuchteter Pfad durch den Wald (!! Daher Waldbühne) führten die Gäste zu einer schönen großen Fläche mit einer ebensolcher großen Bühne!

Klasse! Das sah schon einwandfrei aus und nun sollte hier an der Waldbühne wirklich jeder einen Platz haben um seiner Band und Musik lauschen zu können.

 

Mit einigen kleineren absolut unvorhersehbaren Problemen begann das Festival am Freitag.

Die Lufthansa streikte, auf den Flughäfen herrschte Chaos, so dass einige Gäste und vor allem auch Bands nun keine Chance hatten pünktlich in Deutzen zu sein.

Auch gab es krankheits bedingte Absagen, so dass statt The Eternal Afflict die Band Still Patient? einsprang.

Dies ließen es dann auch gewaltig auf der Waldbühne krachen, es war ein gelungenes Konzert.

 

Trotz allem herrschte eine sehr gute Stimmung, für jeden Musikgeschmack war etwas dabei, auch die Lesebühne (Christian von Aster) wurde sehr gut angenommen.

Einer der abendlichen Highlights waren dann Cat Rapes Dog, die es ordentlich krachen ließen in der Nacht auf der neuen Waldbühne. 

Jetzt zeigte sich auch, welche enormer Platz hier zu Verfügung steht.

Durch den Ausfall von Henric de la Cour spielten M.I.N.E. ein volles Konzert auf der Amphiebühne, jeder Platz war belegt und komplett voll, alle hatten ihren ersichtlichen Spaß am Abend.

 

 

 

 

Der Abend am Freitag bließ ein kühles Lüftchen ab Mitternacht, ein sehr schöner Tag endete … der Sonnabend sollte mit eben solchem schönen Wetter starten wie es Freitags der Fall war.

Einmal kein Regen zum NCN, auch sehr schön. Aber die heftige Sonne meinte es in den Nachmittagsstunden noch viel zu gut mit allen, schattige und luftige Plätze waren jetzt gold wert.

Es war auch der schönste Festivaltag, mit einem sehr gut durchmischten Programm und vollen Bühnen, die Gäste und Fans drängten sich zur Park und Kulturbühne, da ist das Platzangebot immer etwas begrenzt.

Wir nutzen die Gelegenheiten auch zum Treff und Gespräch mit vielen Freunden und Bekannten, dazu das eine und andere kühlende Getränk.

Neugierig wartete man schon im Vorfeld auf die abendlichen Highlights, die Girls under Glass ließen die Waldbühne in Nebelschwaden mystisch verhüllen und erzeugten ein wahren Orkan.

Es wurde tief in die Kiste der Vergangenheit gegriffen, aber ebenso auch neue Stücke präsentiert, die Endes des Jahres veröffentlicht werden. Man darf jetzt schon gespannt sein.

Ein Urgestein, Midge Ure, rockte am Abend die Amphiebühne, einfach sensationell!

 

Schönes und altbekanntes Festivalfeeling kam auch wieder im Jahre 2022 zum nun 15. NCN auf, wie schnell doch die Zeit vergeht, wenn man sich über die Jahre unterhält.

Eigentlich passte alles sehr gut an diesem Wochenende und alle waren auch wieder froh zu einem normalen Festivalbetrieb zurück kehren zu können, so wie wir das gewohnt waren.

Nun ist der Sonntag ja auch leider der Abreisetag, aber auch heute zeigte sich das Wetter von der besten Seite, so wie Forced to Mode, die wohl beste Depeche Mode Coverband die wir kennen.

Besonders der Moment, wo die FANS mit einem FOD ein Feurzeugmeer an Fletch gedachten!

Tolle Stimmung, prima Atmosphäre in den Schwingen der Nacht zu Nitzer Ebb NEP, da kochte die Amphiebühne auf!

Stehender Applaus und zum Ende die alljährige Verabschiedung von Holger und dem NCN Team.

 Ein familiär geprägtes Wochenende der schwarzen Szene, mit einem breiten Spektrum an Bands und Musikrichtungen (EBM, Electro, Neofolk, Goth Rock, Synthie) ging nun wieder einmal zu Ende.

Aber wie immer freuen wir uns auf das kommende NCN in 2023.

Mit herzlichen Dank für alles an Holger und NCN Team, Bands und allen Gästen!

Bis zum nächsten Mal

Bilder:

Galerie 02.04

Galerie 03.04

Galerie 04.04

 

 

VANITY NOIRE Party LEIPZIG

Nach einer nicht nur gefühlten zu langen Durststrecke war es endlich wieder soweit.

Vanity Noire lud ein zur ersten Veranstaltung 2022, gelegen im Herzen der Stadt Leipzig.

Es war ein großartiger Start zurück, verknüpft zu den Wurzeln der Veranstaltungsreihe.
Im Schatten der ehrwürdigen Peterskirche zu Leipzig, öffneten sich die Tore des SOLTMANN Leipzig.
Eine für uns neue Location in der Innenstadt von Leipzig, sehr einladend gestaltet und der erste Eindruck wurde im Laufe des Abends immer besser.

Zum Auftakt des Abends hatten sich im hinteren Konzertsaal SWEET ERMENGARDE angekündigt.
Ein sehr schön gestalteter Saal mit eigener Bar und Bühne sollte alsbald unter den Gitarren Inferno und der markanten Stimme erzittern, welche uns Sweet Ermengarde schon zum ersten Song boten.

Die Band schaffte sofort den Draht zum Publikum im Takt, düster beleuchtet die erste Party zu feiern.

Das Soltmann bietet sowohl Raucher und Nichtraucherbereiche, auch im vorderen Barbereich regte sich ein intensives Austauschen zu leckeren Getränken von den fleißigen Bardamen.

Ein großes Wiedersehen gepaart mit ordentlichen Klängen der Band hob die Stimmung sehr schnell an zu einer großartigen Party.

Mitsingend und tanzend feierten die schwarzen Gäste zur live Musik, natürlich gab es nach dem begeisterten Applaus zum Ende des Konzert die erwünschte Zugabe.

 

https://www.youtube.com/watch?v=wYfuEbPdliU

 

Geschwind wurde nach dem Konzert die Bühne umgebaut, in der kurzen Zwischenzeit gab es viel zu berichten und mit Freunden und Bekannten zu erzählen.

Kleiner technische Probleme wurden gemeistert und der schwarze Tanzabend nach dem Livekonzert begann, Klassiker perfekt gemischt von den verschiedenen DJ`s ließen die Tanzbeine nicht zur Ruhe kommen.

 

Das Soltmann bietet aber auch einige ruhigere Plätze, zum Austausch und für viele ein sehr willkommenes Wiedersehen.

Eine sehr angenehme Location, ja, das hatte Soltmann bewiesen, mit vielen netten und schönen kleinen Details und Dekoration.

Wir sind gespannt auf die kommenden Vanity Noire Partys und sagen wie immer, vielen Dank an alle für den tollen Abend und bis zum nächsten Mal.

Bildergalerie: