Bald geht es wieder los…. vom 04. bis 06. September 2026 verwandelt sich der idyllische Kulturpark Deutzen zum 19. Mal in den stimmungsvollen Treffpunkt der schwarzen Szene: Das Nocturnal Culture Night (NCN) Festival 2026 lädt zum entspannten, familiären Jahresausklang unter schattigen Bäumen ein.
Eckdaten & Rahmenbedingungen
- Termin: 04. – 06. September 2026 (Warm-Up Party am Donnerstag, 03. September)
- Ort: Kulturpark Deutzen (Arno-Bahndorf-Straße 12, 04575 Neukieritzsch OT Deutzen)
- Kapazität: Gemütliche und überschaubare ~2.500 Besucher
- Bühnen: 5 unterschiedliche Open-Air-Bühnen (Amphibühne, Parkbühne, Kulturbühne, Waldbühne, Lesebühne)
Musikalische Highlights & Programm
Das NCN steht seit jeher für eine feine Mischung aus Electro, Synthpop, Dark Wave, Post-Punk, Neofolk und Gothic Rock. Rund 70 Bands und Künstler bespielen die Parkanlage:
Das Line-up des NCN Festivals 2026 deckt von 80s-Ikonen über EBM-Pioniere bis hin zu Neofolk und atmosphärischem Dark Wave die gesamte Bandbreite der schwarzen Szene ab.

80s-Legenden & Synthpop
- Marc Almond: Der legendäre Soft-Cell-Frontmann präsentiert ein Set aus Soft-Cell-Klassikern („Tainted Love“, „Say Hello, Wave Goodbye“) und Hits seiner Solo-Karriere.
- Peter Heppner & Band: Die unverwechselbare Stimme von Wolfsheim bringt emotionale Synthpop-Hymnen („Die Flut“, „Kein Zurück“) und aktuelle Solo-Werke auf die Parkbühne.
- Melotron: Eine der bekanntesten deutschen Synthpop-Formationen, die seit den späten 90ern für eingängige Melodien, prägnante deutsche Texte und hohe Live-Energie steht.
- Nik Kershaw: Die britische Pop-Icone der 80er („Wouldn't It Be Good“, „The Riddle“) sorgt für kultige Melodien mit Mitsing-Charakter.
Gothic Rock, Dark Wave & Post-Punk
- Girls Under Glass: Die Hamburger Urgesteine der deutschen Wave-Szene feiern auf dem NCN ihr 40-jähriges Bandjubiläum mit einer exklusiven Best-of-Show.
- Diary Of Dreams: Seit über drei Jahrzehnten erschafft die Band um Adrian Hates melancholische Klangwelten zwischen Dark Wave, Electro-Pop und orchestraler Dramatik.
- The Beauty Of Gemina: Das Schweizer Projekt liefert eine Mischung aus düsterem Rock, Wave und Folk, getragen von der markanten Bariton-Stimme Michael Seles.
- Actors: Die Formation aus Vancouver zählt zu den Speerspitzen des modernen Post-Punk/Dark-Wave – treibende Schlagzeuge, flirrende Gitarren und 80s-Vibe.

Industrial, EBM & Härte
- Die Krupps: Die Düsseldorfer Pioniere des Industrial Metal und EBM („Machineries of Joy“) bringen stampfende Beats, Stahlsaiten und kompromisslose Gitarren-Riffs mit.
- Intent:Outtake: Vertreten die moderne Dark-Electro-/EBM-Sparte mit clubtauglichen Bässe, aggressiven Synthesizern und eingängigen Vocals.
- Horskh: Das französische Trio vermischt Industrial Rock mit Electro-Punk – extrem energiegeladen, laut und prädestiniert für späte Festivalstunden.
Neofolk, Avantgarde & Entdeckungen
- Of The Wand And The Moon: Das Projekt des Dänen Kim Larsen gilt als eine der prägendsten Größen des modernen Neofolk, bekannt für melancholische Akustikgitarren und mystische Klangteppiche.
- L'Âme Immortelle: Das österreichische Duo verbindet seit Ende der 90er Jahre Gothic-Symphonik, elektronische Härte und emotionale Duette.
- Samsas Traum: Alexander Kaschte steht für polarisierenden, komplexen Dark-Metal und avantgardistischen Neoklassik-Anspruch.
- Elinborg: Die Künstlerin von den Färöer-Inseln bringt atmosphärischen, nordischen Dark-Pop mit schwebendem Gesang und melancholischer Tiefe nach Deutzen.

Atmosphäre & Gelände
Was das NCN von kommerziellen Großfestivals unterscheidet, ist der einzigartige Parkcharakter. Statt anonymer Asphaltwüsten bewegen sich die Gäste auf schattigen Waldwegen von Bühne zu Bühne. Der Freisitz bietet Raum zum Durchatmen, während der nahegelegene Badesee bei spätsommerlichem Wetter für Abkühlung sorgt.
Camping & Anreise
- Camping: Das Zelten findet auf der idyllischen Sommerwiese direkt am Gelände statt. Neben regulärem Camping werden auch voraufgebaute Naturfaserzelte sowie das "Mein-Zelt-steht-schon"-Camp angeboten.
- Parken: Separate Parkplätze für PKW (P1–P4) und Wohnmobile.
- Anreise: Die Anreise mit der S-Bahn (S5/S5X bis Bahnhof Deutzen) ist klimafreundlich und verläuft unkompliziert.
Für Liebhaber dunkler Klänge, die kurze Wege, ein familiäres Miteinander und die Natur schätzen, bleibt das NCN 2026 auch in seiner 19. Ausgabe der unangefochtene Geheimtipp des Spätsommers.

NCN Festival 2025 18+2 Jubiläum - Musik und Emotionen
Vom 05.-07.09.2025 fand in Deutzen das nunmehr 18. „Nocturnal Culture Night“ - Festival statt. Ganze 3 Tage lang konnten Liebhaber und
Freunde alternativer Musik Klassiker, Newcomer und persönliche Helden feiern. Die große Bandbreite der Künstlerauswahl, garantierte das für jeden der Gäste etwas dabei war.

Freitag
Direkt nach unserer Ankunft auf dem Festival- Gelände wurde die Stimmung durch einen medizinischen Notfall getrübt. Das kurze Zeit später anstehende Konzert von The Beauty of Gemina musste daher abgesagt werden. Derweilen überzeugte auf der Kulturbühne das Dark-Folk - Projekt Zwischenlichten mit einer eindrucksvollen Bühnenpräsenz und der Erkenntnis, das es oftmals ausreicht allein durch Text und Musik zu überzeugen. Sehr sympathisch war ein Lied in der fränkischen Mundart von Nico Schwappacher, was Assoziationen mit DIAF weckte.

Auf der Waldbühne konnte als Ersatz für Rein die Band Rotersand einspringen, welche mit ihrem technoiden Sound die Zuschauer zu begeisterten wusste.
Ein erster Höhepunkt des Abends war der Auftritt der seit Mitte der 80er Jahre bestehenden Electro- E.B.M. Band A Split Second. Eine sehr gut gefüllte Amphibühne zeugte davon, dass es immer noch eine große Fangemeinde gibt, welche mit einem recht rockigen und Auftritt belohnt wurde.
Zu späterer Stunde konnte man auf der Waldbühne anhand des bereits fertigen Aufbaus und der Requisiten erahnen, welcher Auftritt bevor stand. Pünktlich um 21:20 betraten Placebo Effect zum letzten Mal in Deutschland die Bühne. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen und diese wurden nicht enttäuscht. Ihre eindringlichen Soundlandschaften konnten das Publikum von Anfang an überzeugen und so erlebte man alte Klassiker wie „Poison Tree“ und viele Andere aufs Neue und konnte in Erinnerungen schwelgen.
Beim Song „ Move“ waren einige Fans der Dark- Electro Legende in den vordersten Reihen nicht mehr zu halten und boten einen „Pogo - mäßigen“ Anblick. Die gesamte Performance stand bekannten Größen in nichts nach und wurde zusätzlich durch Videoanimationen unterstützt. Placebo Effect haben ihren ganz eigenen Stil gefunden und dieser wird, zumindest vorerst, live eine große Lücke hinterlassen. Bleibt zu hoffen, dass man von den Beiden, in welcher Form auch immer, noch hören wird.

Prayers bildeten zumindest auf der Amphibühne den Abschluss des Abends und konnten das zahlreiche Publikum durch Hip - Hop getränkten ElectroWave überzeugen. Der in San Diego aufgewachsene Mexikaner Rafael Reyes, ließ sich selbst durch mehrere technische Probleme nicht beeindrucken und spielte munter weiter. Ein wenig Mitleid verspürte man mit den zwei zu seinen Füßen stehenden volltätowierten Komparsen, welche mit Äxten „bewaffnet“ und martialischer Ausstrahlung, regungslos ausharrten.
The Sound Veil Society bildeten den Abschluss eines ereignisreichen Tages und wurden vielerorts hoch gehandelt und nicht selten mit KITE verglichen. Mit einem gut besuchten Gig schickten sie die Festivalbesucher in die Nacht.
Samstag
Der Samstag startete mit einem gut gelaunten Sascha Lange und dem zweiten Teil seiner Depeche Mode - Trilogie - Lesung. Zahlreiche Anekdoten und Funfacts sorgten für viele Lacher und Schmunzler. Wann sieht man zum Beispiel schon einmal ein Original DDR Bahnhofs Megafon, welches von begeisterten Fans abmontiert wurde und als eine der vielen einfallsreichen Requisiten benutzt wurde? Vielen Dank für diesen liebevollen Vortrag, dem zahlreiche „ Devotees“ beiwohnten.

Angels & Agony füllten anschließend mit ihrem souveränen Elektro-Pop die Amphibühne. Freunde von harten Industrial - Klängen wurden indessen von 1979 auf der Kulturbühne rhythmisch versorgt.
Traurige Nachricht
Im Laufe des Nachmittages war zu erfahren das der Festivalbesucher, welcher am Vortag ärztliche Hilfe benötigte, leider im Krankenhaus verstorben ist. Wie nah Freud und Leid im Leben einher gehen, wurde in diesem Moment wieder deutlich. Was bleibt, ist der Familie und Freunden viel Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit zu wünschen.
Für Nostalgie sorgten die Texaner von Rosegarden Funeral Party mit ihrem lebendigen post- punkigen Goth- Rock Sound. Die charismatische Sängerin Leah Lane interagierte immer wieder mit dem anwesenden Publikum und trug gekonnt und voller Leidenschaft den so geliebten Sound in die Neuzeit. Ihre häufigen, ehrlichen und zum Teil nachdenklichen Zwischentöne fanden jedenfalls Zustimmung.
Die Neofolker unter uns konnten sich über den Auftritt des gut besuchten Konzertes von Hekate freuen. Mit ungewohnt vielen Musikern auf der Bühne ( 7 an der Zahl) wurde wieder einmal deutlich welche unverwechselbare Stellung die Band seit mittlerweile 30 Jahren genießt. Besondere Freude bereitet es immer wieder zu sehen, welche positive Ausstrahlung die Sängerin der Gruppe besitzt und wie sie die zahlreichen, stilistisch vielfältigen Lieder stets mit einem Lächeln begleitet.
Die Italiener von Ash Code konnten mit ihrer Synth - lastigen Musik einmal mehr überzeugen, weshalb sie in der internationalen Dark- Wave & Post- Punk Szene so erfolgreich sind. Hits wie „ Dry your Eyes“ wurden ausgiebig gefeiert.
Ebenso gefeiert wurde der im Vorfeld kontrovers diskutierte Aufritt von Right Said Fred. Trotz aller, auch nachvollziehbaren Kritik, sollte es dennoch gerade in einer so musikalisch breit aufgestellten Szene mehr Offenheit für einen solchen kleinen „Ausreißer“ geben, denn der Spaß und die Freude an der Musik sollte im Vordergrund stehen. Und den hatten die Besucher und auch die Musiker dieses Auftrittes. Und wenn man ehrlich ist, wer etwas nicht sehen mag, ist nicht gezwungen hinzugehen.

Einen weiteren Höhepunkt bildete der Auftritt von Jerome Reuter mit seiner Ausnahmeband ROME. Zum vielfach zelebrierten 20-jährigem Jubiläum konnte er auch dieses Mal mit Songs wie „One Lion‘s Roar“ und „Who Only Europe Knows“ sowie vielen anderen Hits das Publikum für sich einnehmen.
Die eindringlichen Drums und Folkklänge erzeugten eine bekannte und unverwechselbare Stimmung. Wer mag, kann ROME übrigens noch bis in den November diesen Jahres hinein auf ihrer Tour sehen.
Der Auftritt von KITE wurde von vielen Anwesenden sehnsüchtig erwartet. Bis in die hinterste Ecke war der Platz brechend voll. Einige Besucher wichen sogar auf die angrenzenden Mauern aus. Die fantastische Lichtshow , Songs wie „Dance Again“ oder „True Colours“, sowie die emotionalen Synthesizer Klänge und das energetische Live - Konzept zogen alle Anwesenden in ihren Bann. Dies wird sicherlich für Viele nicht das letzte Konzert dieser Band gewesen sein.

Auch die Stars der 80‘s kommen so langsam in die Jahre. Deshalb muss man jede sich bietende Chance nutzen um zum Beispiel Men Without Hats zu sehen. Mit großer Spielfreude und bei bester Laune hieß es auf der Amphibühne „ do you love the 80‘s“? Und prompt bekam Ivan Doroschuk die Antwort. Sollte ich mich richtig erinnern, dann erklang der größte Hit „ The Safety Dance“ ganze dreimal. Mit viel Witz und Ironie war es ein angenehm kurzweiliger Auftritt.
Als quasi Mitternachtsspezial ( Ähnlichkeiten mit einem anderen Festival sind rein zufällig), betrat Tobias Bernstrup die Parkbühne. Auch zu später Stunde konnte die androgyne Kunstfigur im gewagten Outfit das geneigte Auditorium fesseln. Das dies auch am besonders eingängigen, tanzbarem Synth- Wave mit viel 80‘s Attitüde lag, davon zeugten tanzende, begeisterte Besucher. Songs vom erst im August erschienenen Album „ Shadow Dancer“ wurden genauso gefeiert wie ältere Stücke.
Sonntag
Kalte Nacht brachten mit ihrem düsteren Cold-Wave als 2. Act des Tages die Parkbühne zum Beben. Sängerin Myrto Stylou besitzt eine derart markante Stimme, die in Verbindung mit den treibenden Beats und Drum Machines und atmosphärischen Tönen den Kompositionen von Nikos Konstantinidis unverwechselbares Leben einhauchen. Leider gab es zu Beginn ab und an technische Störungen, die professionell „ weggelächelt“ wurden. Der super Stimmung tat dies dennoch keinen Abbruch und dankbar nahm man den steigenden Applaus - Pegel“ an.
Der Auftritt von Twin Noir weckte mit ihrem Elektro - Punk auch die letzten müden Glieder. Die Energie der Beiden sprang sofort auf die Festival - Jünger über und alles sah nach einer feinen, elektrisierenden Party aus. „ Durchdrehen“ und Spaß haben war die Devise von der reichlich Gebrauch gemacht wurde.Nachdenklich wurde es, als die Band verkündete das sie die Nachricht eines Fans erhielten, welcher trotz schwerer Erkrankung zum Konzert kommen wollte . Genießt den Moment und macht was euch Spaß macht, war sinngemäß die Botschaft Ich würde jedenfalls orakeln das es von TN noch einiges zu hören geben wird.
Zeitgleich fand auf der Waldbühne von Electro - Fans hoch gehandelt, eines der seltenen Konzerte von The Mao Tse Tung Experience ( Thomas Lüdke / The Invincible Spirit ) statt. Mit Unterstützung von T.A.N.K. am Keyboard und auch Gesang bot man der versammelten EBM - Meute einen gute Einstimmung auf den Rest des Tages.
SYZYGYX kämpften wie Kalte Nacht mit technischen Aussetzern. Irgendwann war auch das bewältigt und Luna Blanc war genauso häufig vor wie auf der Bühne zu finden. Ihre beeindruckende Dynamik und Freude infizierte sofort alle umstehenden Fans und Zuschauer. Ein mehr als gelungenes Konzert unter den Augen der sympathischen Leute vom Cold Transmission Label.
Äußerst gut besucht, absolvierte Reaper auf der Amphibühne seinen Gig. Sehr gitarrenlastig und wuchtig bretterten sie über die Bühne. Wer hätte gedacht, das Anno 2025 diese elektronische Spiel - Art doch noch so beliebt ist? Der Erfolg gibt Ihnen Recht.
Nachdem durch den Ausfall von Waldträne viel Zeit zum durchatmen war, konnten sich die Amerikaner des Dark- Folk - Projektes Blood And Sun auf ein gut besuchtes Konzert vorbereiten. Ein teils sehr Country - lastiger Stil, abwechselnd durchbrochen von Neofolk und Goth- Anleihen fand großen Anklang.
Für ihre Gothic - und Post - Punk Gitarrenklänge bekannt, wurden She Past Away ungeduldig erwartet und hinterließen eine fast ehrfurchtsvolle, hypnotisierte Schar von Liebhabern 80er inspirierter Wave - Musik. Zeitlos.

Als eine sichere Bank für Mittelalter - Rock- und Metalfans sorgte Tanzwut die zum Abend auf der Waldbühne auftraten für enthusiastischen Applaus. Auch nach 25 Jahren ist Ihnen die Spielfreude und Nahbarkeit nicht abhanden gekommen.
Wenige Zeit später auf der vollen Amphibühne angekommen, gab es unerwartet Zeit für Abschiede und „Nachgedanken“. Bevor das NCN Team in die wohlverdiente „ Pause“ geschickt wurde gab es eine bewegende Stellungnahme zum Todesfall des Festivalbesuchers am Freitag.
Ein Moment zum Innehalten für Alle.
Als dann im Anschluss zu späterer Stunde Camouflage die Amphibühne betraten war dies der letzte Auftritt des NCN 2025.
Gekrönt mit Hits wie „ Love is a Shield“ und „ The Great Commandment“ endeten drei wunderbare, aber auch ambivalente Tage voller Musik, Wiedersehen, netter Gespräche und Überraschungen.

Vielen Dank und vielleicht bis nächstes Jahr!
Vorfreude in der Luft: Winds & Woods meet Metal rockt Leipzig
Wenn die kalten Herbsttage näher rücken, heizen am Wochenende vom 14.–15. November 2023 die Köpfe, Gitarren und Stimmen im Anker Leipzig ordentlich ein: Leipzigs Festival Winds & Woods meet Metal steht wieder auf dem Programm. Zwei Tage voller epischer Sounds, mystischer Stimmung und musikalischer Vielfalt erwarten alle, für die Metal nicht nur Krach ist, sondern eine Sinfonie aus Härte, Seele, Melodie und Leidenschaft.
Das Festival widmet sich dem Zusammenspiel von klassischen/traditionellen Instrumenten (Woodwinds, Flöten, Harfen etc.) und verschiedensten Spielarten des Metals – von Folk über Symphonic bis Gothic. Das Besondere an Winds & Woods: Es verbindet die rohe Energie des Metals mit der filigranen Stimme historischer Instrumente und orchestraler Arrangements. Diese Mischung sorgt für ein abwechslungsreiches Line-Up… nicht nur für die, die pure Härte wollen, sondern auch für jene, die Zwischentöne schätzen
Ein paar der bestätigten Acts geben schon einen Vorgeschmack auf das Erlebnis:
Sirenia – norwegische Größen im Gothic/Symphonic Metal, versprechen mächtigen Sound mit dunkler Stimmung.
Furor Gallico – keltische & bretonische Folklore trifft auf brachiale Metal-Riffs; eine explosive Mischung aus Harfe, Flöte, Geigen, laut & leise.
Drachenflug – Spielleute, Steampunk-Vibes & Folk-Rock mit E-Drehleier und Nyckelharpa. Für Freunde von etwas Unkonventionellerem ein starker Tipp
Liv Kristine – Urgestein der Szene, verbindet klassische GothicElemente mit fulminanter Bühnenpräsenz.
Hartlight, Conspiria, Deep Sun – junge & etablierte Acts, die das obere Ende der Skala in Sachen Symphonic Metal/Soundlandschaften markieren.
Weil Winds & Woods mehr ist als nur zwei Nächte Musik: Es ist eine Einladung in eine Welt, in der härteste Riffs und sanfte Harfentöne nebeneinander existieren, in der Fantasie Raum bekommt und Bühne sich in Erlebnis verwandelt. Wer sich auf eine Reise zwischen den Stilen einlässt – von folkigen Elementen über gothische Schatten bis zu orchestraler Dramatik – wird hier reich belohnt.
14-15. November
Anker Leipzig
Website und Tickets
https://windsandwoods.com/
NCN Festival 2025 - Eine Jubiläumsfeier
Vom 05.-07.09.2025 habt ihr Gelegenheit im Kulturpark Deutzen, fünf
Kilometer südlich von Borna und dreißig Kilometer von Leipzig entfernt
ein Festivaljubiläum zu begehen. Auf ncn-festival.de sind alle wichtigen
Infos zum Programm, der Location selbst und den Park - Übernachtungs - und
Verpflegungsmöglichkeiten zu finden. Das Line - Up hält von Synthie-Pop,
Dark Wave, über Post-Punk , ( Neo- ) Folk bis Industrial und ( Dark-) Electro /
E.B.M. für Jeden was bereit.
Jedes Jahr ist das Darkstorm Festival in Chemnitz der Abschluß und letztes Highlight des schwarzen Festivaljahres.
Wer seine Geschenke am 24ten eingesackt hat und und seine angefressenen Festtagskalorien abtanzen will ist wieder aufgerufen dies am ersten Weihnachtsfeiertag gemeinsam mit Freunden der anspruchsvollen schwarzen Musik zu zelebrieren.
Absolutes Highlight:
FRONT 242 (volles Konzertset von mind. 90 Minuten! Letztes Deutschlandkonzert!)
Ein starkes Line-Up mit
COVENANT KIRLIAN CAMERA DAF NACHTBLUT [:SITD:] DAS ICH RABIA SORDA CHROM SCHATTENMANN SHAÂRGHOT ACCESSORY
garantieren für jede Nuance des schwarzen Universums einen direkten Adrenalinstoß.
Wer sich nach all den Weihnachtskäufen auch mal selbst beschenken will hat die Möglichkeit auf den zugehörigen Markt überflüssiges Geld in schwarze Ware zu tauschen.
25.12.2024 Stadthalle Chemnitz
Einlass: 15.30 Uhr
Beginn: 16.15 Uhr
http://www.darkstorm-festival.de/
https://www.facebook.com/darkstorm.festival
Tickets gibt es wie immer an allen bekannten VVK-Stellen und hier:
https://city-ticket.de/events/26-dark-storm-festival/

Festivalbericht: Nocturnal Culture Night 2024
Dunkle Klänge und magische Momente im Kulturpark Deutzen
Erneut hat das NCN bewiesen, dass es seit Jahren einen festen Kalendereintrag unter Fans der dunklen und alternativen Musikszene verdient. Vom 06. bis 08. September verwandelte sich der idyllische Kulturpark Deutzen erneut in einen Ort der magischen Begegnungen, fesselnden Sounds und einer Atmosphäre, die so nur das NCN kreieren kann. Zwischen Wald, Licht und Schatten wurde das Festival zum Treffpunkt für Fans von Dark Wave, Industrial, EBM, Gothic und vielen weiteren Subgenres sowie all jenen, die das Unerwartete lieben. Mit internationalen Größen, aufstrebenden Newcomern und einem Rahmenprogramm voller Überraschungen bot das Festival mehr, als man an einem Wochenende erfassen konnte. Unsere Eindrücke aus den intensiven Momenten, die dieses Wochenende so unvergesslich machten, haben wir für euch in Bild und Text festgehalten.

Freitag – Sanfter Einstieg und emotionale Höhepunkte
Schon am ersten Abend zeigte das NCN, wie groß die Bandbreite seines Programms ist. Allein die Lesebühne machte deutlich, dass hier nicht nur Musik einen festen Platz hat. Während das Publikum gebannt den Lesungen folgte und die Sitzplätze zwischen den Bäumen füllte, tummelten sich auf den Musikbühnen zahlreiche klangvolle Highlights. Zwischen ruhigen, tiefsinnigen Sets und lebhaften Tönen umhüllte sich der Kulturpark mit magischen Klängen und Begegnungen.
So sorgten bspw. V2A aka „The World Famous Post Apocalyptic Industrial Band“ auf der Waldbühne für einen Moment der Vertrautheit, als die Frontfrau stolz ihre sächsische Herkunft betonte. Die Band hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2001 mit ihrem unverwechselbaren Mix aus EBM, TBM und Industrial einen Namen gemacht, begeisterte das NCN-Publikum aber auch mit einem Coversong zu „Hate Is a 4-Letter Word“. Die Band TÜSN verwandelte die Parkbühne hingegen in eine melancholische Kulisse, die das Publikum in sanfte Schwermut eintauchte. Gewohnt tiefsinnig, mit Piano-Version im Gepäck und Gemütlichkeit im Scheinwerferlicht.
Mit Songs wie „Was hast du heute Abend vor“ und „Schwarzmarkt“ – die passender für den Auftritt nicht hätten sein können – durchzogen sie die Abendluft mit einer warmen, nachdenklichen Stimmung. Auf der Amphibühne sorgten Escape with Romeo als Urgesteine der Szene mit ihren gitarrengeküssten Songs für volle Zuschauerränge und leere Essensstände. Nach einer fast 4-jährigen Pause kehrte die Band erst 2022 wieder in die Öffentlichkeit zurück und released noch dieses Jahr ein neues Album, auf das nicht nur das NCN-Publikum gespannt sein dürfte. Auf der Kulturbühne beeindruckte AH Cama-Sotz mit einem Set, das elektronische Beats mit mystischen Klanglandschaften verwob. Die fast schon hypnotisierende Musik spiegelte unverkennbar die düstere Experimentierfreudigkeit des Musikers hinter dem Projekt wider, die bis heute als sein Markenzeichnen gilt. Zur Abenddämmerung heizte wiederum Welle:Erdball auf der Waldbühne die Menge mit ihrer gewohnt extravaganten Show ein, die von Schaufensterpuppen und Seifenblasen bis hin zu erleuchtenden Einblicken über Synthesizer-Preise reichte. Die fast schon zum Inventar der deutschen Elektronikszene gehörende Band zeichnete sich auch an diesem Abend durch ihre humorvolle Art und auffallend visuelle Konzepte aus und ließ Füße, Hüften und Herzen tanzen. Mit einem atmosphärisch und emotional aufgeladenen Hörerlebnis hüllten schließlich Klangstabil die Zuhörer mit Klassikern wie „Math & Emotion“ auf der Amphibühne ein.
Mit treibenden Beats und düsteren Klanglandschaften erzeugten die Musiker über Songs hinweg eine unverwechselbare Dramatik, in der sie Themen wie Selbstreflexion, Verlust und zwischenmenschliche Beziehungen behandelten. In einem besonders emotionalen Moment, der das Publikum sichtbar rührte, erinnerte Boris unter Tränen sogar an zwei verstorbene Freunde, denen er anschließend „auf Gräbern tanzend“ einen Gruß sendete. Einmal mehr machte dieser Moment der Trauer und Verbundenheit deutlich, wie stark die familiäre Gemeinschaft des NCN-Festivals ist.
Samstag – Von 80er-Jahre-Vibes bis zur elektrisierenden Discostimmung
Der zweite Tag begann wie der erste Tag endete – mit guter Laune und einem abwechslungsreichen Programm. In der Mittagshitze schallten erste Beats durch den Park, während sich die Bühnen nach und nach füllten. Schattenplätze wurden zu den heißesten Spots auf dem Gelände, während Hartgesottene vor den Bühnen der Sonne trotzten. In Nebel gehüllt, fast surreal, performten am Abend Bragolin auf der Parkbühne in düsterer Ästhetik. Mit charismatischer Stimme und Gitarre, fing der Sänger in seinen Songs eine Melancholie ein, die sich perfekt mit treibenden Rhythmen und markanten Synthesizern verband. Auf der Waldbühne entführte Signal Aout 42 die Fans mit Songs wie „Submarine Dance“ in die 80er Jahre. Ihre nostalgisch elektronischen Klänge, kombiniert mit bizarren Videoausschnitten, ließen die Zuschauer in Erinnerungen schwelgen. In einer besonders skurrilen Lichtprojektion tanzten Skelettgestalten in erotischen Posen – ein Moment, der den ein oder anderen sowohl amüsierte als auch kurz von der musikalischen Darbietung ablenkte. Eivør, die Sängerin von den Färöer-Inseln, brachte später eine fast schon märchenhafte Atmosphäre auf die Amphibühne. Ihre verträumten Songs, die Folk-Elemente mit modernen Klängen kombinierten, verzauberten die Zuhörer. Während sie das Publikum in eine andere Welt entführte, brachte ihre Faszination über die ungewohnt warme Septemberhitze in Deutzen viele Besucher zum Schmunzeln. Das Kontrastprogramm lieferte Die Selektion, die sich selbst augenzwinkernd als „Prosecco Wave“ beschreibt. Mit Trompetenklängen in St. Leonard & Co. schufen sie nicht nur ausgelassene Stimmung, sondern auch eine einmalige Note. Absprechen konnte man diese auch Hocico nicht: wie erwartet wirbelte Erk mit Federboa eine geballte Ladung Energie aus düsteren Beats, aggressiven Synthesizer-Klängen und provokanter Bühnenpräsenz von der Waldbühne.
Und als IAMX mit seiner energiegeladenen Show das Amphitheater in eine regelrechte Discoparty verwandelte, verschmolz auch der letzte im Publikum am Abend mit der Bühne. Chris Corner, der kreative Kopf hinter IAMX, begeisterte nicht nur mit eindringlichen Texten, sondern auch mit einem ausdrucksstarken Bühnenauftritt, der seine persönliche Reise und Identität par excellence widerspiegelte.
Parallel stimmte Dernière Volonté auf sinnig-tiefgründige Momente ein. Die Band, die oft für ihre emotionalen Live-Auftritte gelobt wird, verwebt neoklassische Elemente mit Dark Wave und Post-Punk und schuf damit eine einzigartige Klanglandschaft, die das Publikum in die Nacht eintauchen ließ.
Sonntag – Ein Finale voller Energie und dunkler Eleganz
Am Sonntag war das Festivalgelände bereits von einer erwartungsvollen Spannung erfüllt, als die ersten Acts starteten und das Publikum ein letztes Mal zusammenfand. So begeisterten u.a. Frozen Plasma auf der Waldbühne mit ihrer jugendlich-frechen Ausstrahlung. Auf der Bühne zeigte sich das Future-Pop-Duo zugänglich und energiegeladen und hinterließ im Publikum einen stimmungsvollen Fußabdruck. Fans, die es laut und direkt mögen, fanden sich wenig später auf der Amphibühne ein. In einer rohen, elektrisierenden Atmosphäre heizte Klutæ mit eingängigen Sounds ein. Sichtlich erfreut über die Wolkendecke nach den heißen Festivaltagen bedankte er sich humorvoll für die ersehnte Abkühlung und dröhnte freudig die nächsten Electro-Industrial-Beats in die Luft. Har Belex holte den Puls schließlich mit einer verträumten Darbietung wieder auf Normalmaß. Mit einer schlichten, doch kraftvollen Präsenz, die ihre poetischen Texte und warmen Melodien in den Mittelpunkt stellt, stimmten sie einen ruhigen, aber intensiven Genuss für Fans gedankenversunkener Klänge ein. Ein Wechselspiel aus düsterer Romantik und rockiger Energie holten später Zeraphine auf die Waldbühne.
Mit „Berliner Schnauze“ und Hits wie „Die Macht in dir“ und „Be my Rain“ sorgte Frontmann Sven für eine poppige Stimmung, die die müden Knochen des Publikums wieder auflockerte und auf den krönenden Abschluss einstimmte. Den letzten Höhepunkt des Festivals lieferte schließlich Northern Lite, dessen Frontmann das Publikum in weißem Haar und Hawaiihemd an über 25 Jahre Musikgeschichte teilhaben ließ. Mit cooler Gelassenheit erzeugte die Band einen unwiderstehlichen Groove, untermalt von elektrisierenden Sounds und einer leidenschaftlichen Performance – der perfekte Mix aus elektronischer Musik mit einer guten Portion Rock-Attitüde. Ein würdiges Finale für ein Wochenende voller großartiger Musik, Überraschungen und magischer Momente. 

Einzigartige Eindrücke und bleibende Erinnerungen
Nicht nur die Künstler, sondern auch das NCN-Publikum trägt zum unverwechselbaren Charme des Festivals bei. In einer bunten Mischung aus Szenegrößen und Neulingen bewegten sich die Besucher von Bühne zu Bühne, teils orientierungslos, aber stets getragen von freundlicher Atmosphäre. Während der Darbietungen waren kaum Smartphones im Einsatz, was besonders im Vergleich zu anderen Konzerten auffiel: Hier schien es einzig um das Erlebnis im Moment zu gehen.
Auf dem Gelände boten zahlreiche Stände Szene-Mode, Schmuck und Kunst zum Stöbern an, und viele nutzten die Pausen zwischen den Auftritten, um die legendäre schwarze Hüpfburg auszuprobieren, die nicht nur für Unterhaltung sorgte, sondern auch die familiäre Seite des Festivals widerspiegelte. Hier konnte man nicht nur Zuschauer, sondern Teil der lebendigen Festivalwelt sein, die zwischen Vertrautheit und unbekannten Begegnungen stets neue Facetten bereithielt. Auch die schrillen Outfits des Publikums zeigten, wie vielfältig und kreativ die NCN-Community ist.
Das Wetter hielt sich trotz mancher Gewittervorhersage, auch wenn zuletzt eine panische Flucht vor dem Regen beobachtet werden konnte – letztlich passte selbst das Unberechenbare zum unvergesslichen Charme dieses Festivals.
All die Eindrücke unterstreichen, was das NCN-Festival so besonders macht: Hier wird nicht nur die Musik gefeiert, sondern auch das Gefühl, eine riesige Familie zu sein.
Ein Wort an die Kritiker
Für die Kritiker unter uns – die immer da sind und manchmal auch gebraucht werden – ein kleiner Einblick in das Festivalleben: Der Preis für so viel Kultur, so viele Stände, Künstler und Gänsehaut ist nicht nur gerechtfertigt, sondern ein echtes Schnäppchen! Manch einer mag sich auch über das Wetter beschwert haben – aber in Deutzen gilt schließlich der Grundsatz: Echtes Festivalfeeling entsteht durch ein bisschen Sonne, ein bisschen Schatten und ein Hauch „Was zieh ich nur an, wenn’s regnet?“ Für die Musikwelt-Gourmets: Natürlich trifft nicht jede Band jeden Geschmack, aber genau das ist doch das Rezept für die legendäre Vielfalt des NCN. Und ja – das ewige Thema Parkplätze! Aber mal ehrlich: Ein bisschen Fußweg zum Festival ist doch nur die perfekte Aufwärmübung, um die Tanzbeine locker zu machen und sich schon mal in Festivalstimmung zu bringen. So viel Abenteuer muss eben sein!

Danke für drei unvergessliche Tage!
Ein Festival wie das NCN entsteht nicht aus dem Nichts – es braucht Kreative, Macher, Helfer und eine ganze Menge Herzblut. Unser besonderer Dank geht daher an all die Künstler und ihre Crews, die Techniker, die Gastronomen, die Händler mit ihren einzigartigen Ständen, das unermüdliche Reinigungsteam, alle Helferlein und natürlich die Organisatoren, die das Festival so liebevoll auf die Beine gestellt haben. Ohne euch wäre diese faszinierende kleine Welt in Deutzen nicht möglich gewesen! Ein herzliches Dankeschön auch an alle Besucher, die das NCN in ein pulsierendes Fest verwandelt haben. Ihr seid das Herz und die Seele dieses einzigartigen Erlebnisses!

Psssst…
Die Vorfreude beginnt JETZT! Schnell sein lohnt sich! Der Ticketvorverkauf für 2025 hat schon begonnen und die ersten Tickets gingen weg wie warme Semmeln! https://www.ncn-festival.de/
Das Line Up steht in den Startlöchern – und mit Camouflage hält garantiert nicht nur ein Ohrwurm Einzug! Wer singt mit?
// Text: Maria K.
Die ganze Welt pilgert nach Wacken. Wir pilgern nach Roitzschjora. Denn wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen verbirgt sich eine Legende: Das With Full Force-Festival fand hier zwischen 1999 und 2016 statt, danach zog es nach Ferropolis, wo die neuen Macher es unter „FULL FORCE“ mit breit gefächerterer Genreauswahl ein deutlich jüngeres Publikum ansprachen.
Doch Roitzschjora, wo es zuletzt Stress mit den Behörden gab, vermisste offensichtlich das rhythmische Vibrieren des Ackerbodens zu feinsten Hardcore und Metal-Acts, biergetränkte Feldpflänzchen und glückliche Gesichter zwischen Flugplatz und Dorf. Alles auf Anfang gedreht haben die Macher vom FULL REWIND und nach acht Jahren unter tosendem Applaus ein neues Festival auf dem von Größen der Szene gesegnetem Land auf der Erde gestampft.
NCN Festival 2024 – Ein Muss für Liebhaber der alternativen Musik
Die Nocturnal Culture Night (NCN) kehrt auch 2024 zurück und verspricht ein unvergessliches Wochenende für alle Fans der düsteren und alternativen Musikszene. Vom 06.09. bis 08.09. wird der Kulturpark Deutzen wieder einmal zur Pilgerstätte für Liebhaber der Genres Dark Wave, Industrial, EBM, Gothic und mehr.
Naturnahe Location mit Charme
Der Kulturpark Deutzen, idyllisch in der Nähe von Leipzig gelegen, bietet die perfekte Kulisse für das NCN Festival. Die malerische Landschaft mit ihren Wäldern und Seen schafft eine besondere Atmosphäre, die das Festival einzigartig macht. Dank der guten Anbindung über die Autobahnen sowie den öffentlichen Nahverkehr ist der Veranstaltungsort leicht erreichbar. Parkplätze stehen in begrenzter Anzahl gegen (Vorab-)Kauf eines Parkberechtigungsscheins zur Verfügung. Für Festivalbesucher, die mit dem Zug anreisen, ist die nur 10 Minuten fußläufig zu erreichende S-Bahn-Station in Deutzen die beste Anlaufstelle.

Das Line-up 2024: Ein Feuerwerk der musikalischen Vielfalt
Das diesjährige Line-up lässt keine Wünsche offen. Nationale und internationale Größen wie IAMX, Klangstabil, Northern Lite und Hocico werden das Publikum mit ihren elektrisierenden Performances in ihren Bann ziehen. Fans von Electropop und Wave dürfen sich u.a. auf legendäre Acts wie Welle Erdball, Frozen Plasma, Beborn Beton und The Invincible Spirit freuen, die mit ihren Beats die Tanzflächen vor den Bühnen füllen werden.
Doch das NCN Festival wäre nicht das, was es ist, ohne seine Vielfalt. So sind auch experimentelle und avantgardistische Acts wie bspw. The Art Of Noise, Dernière Volonté und Ah Cama-Sotz mit von der Partie, die mit ihren innovativen Sounds für Gänsehautmomente sorgen werden.
Neben etablierten Namen werden auch einige aufstrebende Bands die Bühnen erobern. NNHMN, Matte Blvck und Ductape gehören mit ihren wenigen Jahren des Bestehens zu den jungen Hüpfern und bringen seither frischen Wind in die Szene.

Das bisher bestätigte Line-up:
IAMX * Klangstabil * Northern Lite * The Art Of Noise * Eivør * Welle Erdball * Hocico * Dernière Volonté * Escape With Romeo * Ah Chama-Sotz * Ostara * Xotox * V2A * Haujobb * Orange Sector * Merciful Nuns * Armageddon Dildos * The Invincible Spirit * Bargolin * NNHMN * Trans-X * Frozen Plasma * A Life Divided * Matte BlVck * Antiage * Beborn Beton * Ligths Of Euphoria * Golden Apes * INTENT:OUTTAKE * TÜSN * Abu Nein * Astari Nite * Klez.E * Die Selektion * Stoneman * Bloodsucking Zombies From Outer Space * Ductape * Morphose * Kaelte * Oberer Totpunkt * Train To Spain * End Of Transmission * T.A.N.K. * Ellereve * Tension Control * Minusheart * Capital X * CNVX

Rahmenprogramm für jeden Geschmack
Neben den musikalischen Darbietungen stellt das NCN auch ein vielfältiges Rahmenprogramm auf die Beine. Zum Auftakt können sich die Besucher auf eine Warm Up Party freuen, die mit den Old-School-Sets einiger Bands schon vor dem offiziellen Start für beste Stimmung sorgen wird. Während der Festivaltage werden zudem auf der Lesebühne wieder Lesungen ausgewählter Autoren geboten, die das kulturelle Angebot des Festivals abrunden. Und wenn am Abend der Ohrenschmaus der Konzerte vorbei ist, ist die Nacht noch lange nicht zu Ende: Bei den AfterShow Parties können die Festivalgäste das Tagesprogramm ausklingen lassen.
Zahlreiche Verkaufsstände mit Szene-Mode, Schmuck und Kunst sowie ein breites kulinarisches Angebot sorgen für Abwechslung. Die gemütliche Atmosphäre im Kulturpark Deutzen lädt zum Verweilen und Entspannen zwischen den Konzerten ein.
Heimliches Highlight: die Schwarze Hüpfburg! Wer sich zwischen den Konzerten und anderen Programmpunkten mal so richtig auszutoben möchte, ist hier bestens aufgehoben. Die Idee ergänzt die familiäre Atmosphäre des Festivals perfekt und wird für jede Menge Spaß und Lachtränen sorgen.
Tickets und weitere Informationen
Die Tickets für das NCN Festival 2024 sind im Vorverkauf erhältlich. Wer sich dieses Highlight der alternativen Musikszene nicht entgehen lassen möchte, sollte schnell zugreifen. Weitere Informationen zu Tickets, Anreise und dem vollständigen Programm gibt es auf der offiziellen Website des Festivals:
https://www.ncn-festival.de/ //
Ein Rückblick auf das 16. NCN 2023
Nocturnal Culture Night im Kulturpark Deutzen, 01 September bis 03. September 2023
Ein sehr schöner Sommer ging zum Monat September zu, den wir in Vorfreude erwarteten. Am ersten Septemberwochenende startete das legendäre NCN Festival,
gelegen im Südraum der Stadt Leipzig in Deutzen, ein kleiner Ort mit einem wunderschönen Kulturpark. Einst war es der Kulturpark der DDR Bergleute, die in den naheliegenden Tagebauen die Braunkohle abbauten, aber dies ist nun schon lange Geschichte.
Ein Großteil der Braunkohletagebaue sind renaturiert und in Naherholungsgebieten nebst Seen mit viel Grün und Wäldern umgewandelt.
Ein Park, sehr naturverbunden mit einem reichen Baumbestand, in der Nähe des Deutzener See's gelegen, bietet viele schöne Möglichkeiten des Zeltens oder aber auch der Verweil im Wohnmobil oder ähnlichem. Für die Tagesgäste bestand eine Vielzahl von laufnahen Parkplätzen zum Festival, welches drei Tage dauerte. Am Donnerstag gab es die Aufwärmparty, wo wir leider aus Gründen des schnöden Gelderwerbs nicht teilnehmen konnten.
Pünktlich am Freitag, dem ersten September 2023 ging es wieder los.
Das kleine Dorf Deutzen färbte sich wieder dunkel, die schwarze Szene, man kann eher sagen, die schwarze Familie traf sich erneut zum familiären und gemütlichen Festival NCN. Wie die Zeit vergeht, nun schon zum 16. Nocturnal Culture Night gab es ein großes Hallo zum Wiedersehen von Freunden und Bekannten aus allen Teilen des Landes.
Am Freitag schon gab es einen großen Ansturm von Festival Besuchern, leider öffnete die Bändchenaussgabe erst verspätet, so dass sich am Eingang bald eine lange Schlangen bildete.
Im Festivalgelände gab es neben den vier Bühnen (Amphibühne, Waldbühne, Parkbühne, Kulturbühne) eine Vielzahl von Ständen für das leibliche Wohl, eine sehr gemütliche Lesebühne unter Weidenbogen sowie diverse Stände mit Tonträgern und Sachen aller Art, die das schwarze Herz entzückten.
Auch gab es genug Möglichkeiten, sich vom allgemeinen Trubel etwas zurückzuziehen, inne zu halten, Gespräche zu führen.
Der Kulturpark ist mit dem Mittelpunkt der Amphibühne kreisförmig gestaltet, wobei dort diese durch ihre Lage und Größe den zentralen Punkt bildet.
Wir starteten unser Festival auf der Amphibühne mit der Band Eisfabrik. Statt Eis gab es Regen, ja der Freitag überraschte leider mit Regen bis zum Abend. Aber das war kein großes Problem, die meisten waren darauf vorbereitet und hatten entsprechende Kleidung oder einen Regenschirm dabei. Treffenderweise konnte man sich auch für das kleine Geld einen Folien Regenschutz vor Ort kaufen.
Die vier Eisfabrikanten heizten den Fans gehörig ein, ein guter Start trotz des Wetters, kein Problem. Musikalisch gut eingestimmt ging es auf der Amphibühne mit N.E.O weiter, ein sehr interessanter Klangteppich umwoben mit einer Videoanimation, dazu eine nun komplett gefüllte Amphibühne. Mit düsterem Goth Rock/Experimental begeisterte diese Band die Massen. Gegen späteren Abend quirlten Vive la Fete lustig und electropoppig die Amphibühne auf, wie zum Dank verzogen sich nun auch die letzten Regenwolken dieses Tages.
Zwischendurch wurde ein reichhaltiges musikalisches Programm auf den anderen Bühnen geboten, auch die Lesebühne zog schon am Freitag Nachmittag die Fans in ihren Bann.
Durch einen kleinen Waldweg läuft man zur ebensolchen Waldbühne, am Abend ist der Weg mystisch grün beleuchtet, wahrlich magisch.
Der Regen tobte, aber das war egal, bei Größen wie Empathy Test und später Nachtmahr war der doch sehr große Platz der Waldbühne gefüllt.
Schwarz, alles schwarz, die Kleidung der Fans und Gäste, es war sehr schön anzusehen.
Nachtmahr ließ die Luft mit brachialen Klängen beben, die Fans verzückt zu den sehr schönen Konzerten.
Mit etwas ruhigeren Klängen und Gesang ging es auf der Kulturbühne zu, Rome begeisterten sehr schnell, auch wenn nun dort einige Pfützen standen. Dazu ein kühles Bier und eine knusprige Bratwurst für das leibliche Wohl gab es an den Grill- und Getränkeständen.
An der Parkbühne kommt man ja immer wieder vorbei, auch hier spielten Then comes silence im Regen, was aber keinen Abbruch tat, im Gegenteil, es herrschte am frühen Abend schon eine super Stimmung, es ging weiter mit Blancmange ehe zum Abschluss des Tages die poppigen Gulvoss sich die Ehre gaben.
Musikalisch und Genreübergreifend sind die Bands gestaffelt auf verschiedenen Bühnen, es ist ein interessanter Mix, so dass jeder seine Favoriten jeden Tag erleben kann.
Ein sonniger Sonnabend und Sonntag sollten nun das Wochenende dominieren, nur in den Mitternachtsstunden wurde es etwas kälter, der Mond beleuchtete interessant die Nebelwände der Nacht.
Die letzten Regenpfützen verschwanden, frisch gestärkt durch ein leckeres Handbrot und Kaffee gab es heute einige kleine Überschneidungen mit einem vielversprechenden Programm. Larrnakh und Uwe Nolte begeisterten schon am Nachmittag in der Kulturbühne, dazu liefen sehr gut besuchte Lesungen in der Lesebühne unter den alten Weiden. Wesentlich härtere Electro Klänge kamen von Project -X, welche ordentlich die Amphibühne aufmischten. Ganz im Gegensatz dazu folgte Janus in ruhiger Akustik. Etwas anders, aber sehr gut umgesetzt.
Niemand geringeres als Vomito Negro ließen ebenso am Nachmittag die Waldbühne zittern.
Herrliche Klassiker gepaart mit einer feiernden Menge an Fans folgten Boytronic um zum Abschluss auf der Waldbühne Kirlian Camera die Ehre zu geben. Ein unglaublich kraftvolles Konzert, umgeben von mystisch angestrahlten Bäumen, es war ein Highlight des Festivals.
Ein reges Treiben fand an der Parkbühne statt während an die Kulturbühne bei The Devil and The Universe komplett überfüllt war.
Nicht einmal am Rand gab es noch Platz, eine wahre Party, die Band verstand es sofort die Fans in ihren Bann zu ziehen.
Zweifellos einer der Highlights, leider war die Bühne einfach zu klein zum tollen Konzert. Zum Abschluss und mit Fackeln erhellte Bühne boten die Weisse Rose eine martialische Show.
Der Tag war sehr schön, viele gute Bands, tolle Musik und super Stimmung auf dem NCN Festival.
Es ist auch bekannt als ein familiäres, kleines und naturverbundenen Festival, was man immer wieder erleben und bestätigen kann.
Alle geben sich große Mühe und Herzblut, dieses Festival immer wieder zu einem Erlebnis werden zu lassen.
Die schwedische Band Emmon trat kurz vor Mitternacht auf der Parkbühne auf, was soll man sagen, so viel Power und gute Musik machten den Abschied an diesem Tag nicht leicht, aber auch der Sonntag lockte mit guter Festival Laune.
Sonntag, schwarze Massen strömten zum Gelände des Kulturparks und nach reichhaltiger Stärkung besuchten wir die Bühnen, Stände und tauchten erneut ein, in das Festival.
Ein Ritt weit hinein in die 80'er zu den qitschbunten quirligen Sigue Sigue Sputnik, zu den die Amphibühne restlos voll mit Gästen und Fans war.
Folgend auf der Waldbühne S.P.O.C.K. zum 35 jährigen Jubiläum, welches von den Fans gebührend gefeiert wurde mit schwedischen Fähnchen und Luftballons, was für eine riesige Party und Stimmung, unglaublich!
Nun neigte sich das tolle Festival dem Ende zu, aber alle warteten auf eine Band: Die Krupps!
Mit einem gewaltigen Plautz und kräftigem Sound legten die Krupps los und sofort brodelte das randvoll gefüllte Amphistadion.
Brachiale Klänge gepaart mit Klassikern und einer tollen Lichtshow ließen nun niemanden mehr ruhig.
Was für eine gewaltige Show, Wahnsinn!
Ein gebührender Abschluss in der sonntäglichen Nacht zu einem super Festival!
Es bleibt unser herzlicher Dank dem Veranstalter Holger nebst seinem tollen und fleißigen Team, allen Musikern und Fans!!
Wir sehen uns wieder, spätestens zum E-Only und NCN 2024

Wieder strömten die schwarzen Jünger nach Torgau,
viele begeistert vom Erlebten schon zum dritten Mal,
andere neugierig angelockt durch Empfehlungen von Freunden.

Sie wurden nicht enttäuscht…. Weiterhin bleibt das Stella ein Ort des familiären (das nahmen viele wörtlich) Treffens,
die Wege kurz und die Crew kein Kontrolleur sondern hilfreicher freundlicher Partner.

Alle waren entspannt und genossen einfach eine gute Zeit unter Gleichgesinnten.
Gut war dies zu spüren, als der Headliner des Samstags, Not my God, für den viele extra angereist sind, absagen musste, da ihr Equipment auf dem Flug verloren ging.
Keine Unruhe und Ärger, die Besucher des Stellas feierten einfach weiter die vielfältigen Auftritte und dieses einzigartige Festival.

Großartig war auch der Löscheinsatz der Torgauer Feuerwehr, die an diesen heißen Tag Abkühlung, Regenbogen und ein fast Woodstockmäßiges Happeningfeeling verbreitete.

Das einzige was mich überraschte, waren die kurzen Zeiten der anschliessenden Disco mit DJ Bruno Kramm…. 03:00 volle Party… 03:15 plötzlich Rausschmeisser-Flutlicht…. Gab es wieder Beschwerden wie letztes Jahr oder blieb man vorsichtshalber gleich eingeschränkt?
Aber ab einen gewissen Alter ist es vielleicht sowieso besser nicht mehr durchzumachen… ;)
So blieb zumindest die Knochenmüdigkeit aus, als man am Sonntag feststellte… schade… diese geile Zeit ist leider schon wieder vorbei…… aber nach dem Stella ist vor dem Stella!
