Schon zum 26sten mal bot das Dark Storm Festival seit 1997 den schwarzen Musikliebhabern die Möglichkeit die Weihnachtstage nicht nur mit Besinnlichkeit und Völlerei zu verbringen sondern die Kalorien gleich wieder abzutanzen im Kreis von Freunden und Vertrauten. Wie viel Energie und Leidenschaft wurden seit dem in diese Veranstaltung, ab 2004 fest in Chemnitz beheimatet, investiert... Die Besucher dieses Festivals kennen und genießen dies. Leipzig hat das WGT, Chemnitz das Dark Storm. So strömten die gut gelaunten alten und neuen Besucher wieder zahlreich in die Stadthalle. Die entspannte Atmosphäre trug zu dem angenehmen Erleben bei, das Personal war freundlich, man konnte fast WGT-mäßig im kleinen Markt in der Vorhalle etwas shoppen, flanieren und plaudern.
Selbst Noctulus hatte seinen Platz und arbeite sich an seinen Instrumenten ab. Die Bands hatte ihre Merch-Stände in denen sich manche Band viel Zeit nahm um sich mit ihren Fans abzulichten. Bedauerlich war die kurzfristige Absage von DAF durch den Schlaganfall von Robert Görl, der sich zum Glück langsam wieder erholt. Die Bandbreite der Bands war groß, so das viele Geschmäcker sich versorgt fühlen konnten. Von dem verrückten wilden Auftritt von Shaârghot zum gleichfalls energiegeladen Auftritt von Schattenmann zu den Lokalheroen Accessory die gleich ihre ganze Fanbase dabei hatten.
Auch Das Ich wusste wieder mit ihren reichen Fundus an Klassikern ihren Fans und auch den normalen Zuschauern gut einzuheizen.
Chrom fanden mit ihren Elektrosounds dankbare Zuhörer. Auf der Hauptbühne boten und überzeugten Nachtblut selbst die, die sonst nicht unbedingt Fans des Dark-Metal sind mit einer beeindruckende Show des ihres charismatischen Sängers Askeroth.
Weiter ging es wieder elektronisch mit Rabia Sorda und Erk bot wie von ihm gewohnt eine wild tanzende Show.
Dann Covenant, für mich immer ein Highlight und Genuss und so bot sich mir wieder das was ich an ihnen liebe, fein abgestimmte Energie, tanzbar, kraftvoll und dennoch subtil. Krönender Abschluss auf dem Second Floor war [:SITD:]. Dann mein Allzeit-Liebling diese Abends, Kirlian Camera… immer wieder beeindruckend die Breite und Vielseitigkeit, mit der Angelo Bergamini und Elena Alice Fossi ganz unterschiedliche Musikrichtungen mischen und dabei doch immer diesen bombastischen KC-Klang erschaffen. Die große Geste wird da nicht gescheut und voller Energie konnten KC und Elena das Publikum wieder mitreißen.
Das Außergewöhnliche dieses Abends war aber das Abschlusskonzert von Front in Deutschland. Ein volles Konzert-Set spielten die Belgier auf und sofort als sie auf der Bühne erschienen war es spürbar, das sie noch einmal alles geben und sich damit bei ihren Fans bedanken wollten. Die Energie war spürbar bis zu den letzte Ecken des gefüllten großen Saales. EBM... Electronic Body Music, und die Heroen wurden begeistert verabschiedet.
Das war ein gelungener, kurzweiliger Abend... So etwas erlebt man gerne wieder....