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Freigegeben in Konzerte Berichte
On: 24/09/2016

11. NCN - Nocturnal Culture Night – heiße schwarze Septembernächte

Nun war es wieder soweit und am ersten Septemberwochenende  öffnete das NCN die  Pforten des Kulturparks Deutzen für das beliebte und familiäre Treffen der schwarzen Szene aus nah und fern.  

Wir konnten leider nicht schon am Donnerstag zum warm-up starten, aber am Freitagnachmittag nach Feierabend fuhren wir in freudiger Erwartung von Leipzig nach Deutzen. Raus aus der Stadt und rein in die naturverbundene Atmosphäre des Kulturparks in dem das 3-tägige Festival im familiären Kreis der schwarzen Szene stattfand. Schon auf dem Weg zum Festivalgelände trafen wir viele Bekannte und Freunde,  einem schwarzen Sog gleich strömten die Festivalbesucher durch das Dorf Deutzen.  Ebenso zeugten die Straßen und Parkplätze von einer sehr großen Fangemeinde aus dem gesamten Bundesgebiet und weiteren europäischen Ländern.
Das 3 Tages Festival Ticket ohne Camping kostete 57,- € , mit einem kleinen Aufschlag von 5,- € konnte man im wunderschönen grünen Kulturpark campen. 

FREITAG, 02. September 2016

Der erste Tag begann mit hochsommerlichen Temperaturen, die Sonne meinte es eigentlich zu gut mit uns.  So konnte man gleich die Zeit nutzen um ein kühlendes Getränk mit Freunden und langjährigen Bekannten zu trinken, ein großes Hallo gab es überall. Dies ist ja auch das Schöne an dem NCN Festival, es hat seinen ganz eigenen unverwechselbaren Charakter gegenüber den großen Festivals. Zuerst wollten wir uns einige Neuerungen anschauen. Der Mittelaltermarkt wurde nun vor dem Festivalgelände platziert, so konnten alle Gäste auch ohne Festivalbändchen diesen Markt besuchen. Obwohl es manchmal das Gefühl gab, dass der Mittelaltermarkt etwas „verloren“ wirkte, es kann aber auch sein, dass wir ja nur sehr sporadisch daran vorbei liefen. Als weitere tolle Neuerung ist die 4. Bühne, die Weidenbogenbühne,  sofort sehr angenehm aufgefallen, diese stand nun dort wo früher einmal der Mittelaltermarkt war.  
Dadurch war dort sehr viel mehr Platz vorhanden und dies nicht nur gefühlt. Als Folge würden wir sogar sagen, dass es bei den Konzerten insgesamt viel entspannter zuging, wobei da sicherlich auch der gut durchdachte Spielplan alles etwas auflockerte.

Unser musikalische Geniessen begann mit AEON SABLE, welche auf der Weidenbogenbühne spielten die in Front zum Eingang stand. Am späten Nachmittag hatten sich schon zahlreiche Fans und Besucher vor der Bühne und an den nahen Ständen versammelt. Es wurde Goth Rock vom Feinsten gespielt, was für ein schöner Einstieg in das diesjährige NCN. Die neue Bühne inmitten des wunderschönen Ambiente, sie heißt ja nicht ohne Grund Weidenbogenbühne und gefiel uns sofort sehr gut.

Durchaus sehr überzeugend von Sound und Optik fesselte TYING TIFFANY kurz danach auf der Amphiebühne die Besucher und Fans. Die kreative Italienerin ist auch sehr gefragt als Model oder DJane. Mit den melodischen Rhythmen in Verbindung ihrer einmaligen Stimme begeisterte sie als zweiter Act am Freitag auf der Amphiebühne.

  

Zwischenzeitlich war die Kulturbühne schon sehr gut mit Besuchern gefüllt. Im Lichte des nun gehenden Tages und des künstlich blau/weißen Lichtes im Inneren der Bühne aus Weidenhölzern spielten 7JK. Das wunderschöne und sehr charakteristische Violinenspiel und Gesang Howends lenkten ein in eine sehr angenehme Atmosphäre. Sicherlich sehr typisch für SIEBEN nun in Verbund mit JOB KARMA, man kann dazu nur sagen: 1A! Ein wahrlich sehr schönes Konzert, kombiniert mit guten Sound und vielen Fans. Nun hatte man aber bald die Wahl der Qual, nach 7JK spielten DEATH IN ROME  auf der Kulturbühne und parallel dazu GARDEN OF DELIGHT auf der Amphiebühne.

 

 

Nun ging es weiter zum zweiten Act auf der neuen Weidenbogenbühne, die Jungs der slowensichen Electro Pop Band TORUL gaben sich in neuer Besetzung die Ehre. Ein schöner Sound mit einem passenden Konzept umrahmte ihre Show. Torul spielten auch schon zum WGT und zum Amphi weshalb sie einen gewissen Bekanntheitsgrad haben.

So gingen wir weiter zur Parkbühne, von der aus die Belgier von SONAR mit ihren typischen Industrial - Electroklängen den frühen Abend einheizten.
Viele weitere Besucher strömten zu dieser Zeit zum NCN, wir hatten ja einen kurzen Weg aus dem nahen Leipzig. Nun wurde es Zeit für ein doch etwas besonderes Konzert!

GARDEN OF DELIGHT oder auch kurz GOD genannt wurden auf der Amphibühne angekündigt!
Aufgrund der besonderen Initiative von Holger Troisch war es zu verdanken, dass GARDEN OF DELIGHT zum Jubiläumskonzert nach 25 Jahren beim NCN in Deutzen spielten!
Bei Goth Rock vom Allerfeinsten mit einer mystischen Lichtershow und mitreißenden Rhythmen schwelgten alte sowie neuere Fans der Band in Erinnerungen. Das musikalische Programm bestand aus einem exklusiven Querschnitt der langen musikalischen Geschichte der Band.  Obwohl es seit vielen Jahren keine Neuerscheinungen der Band gab, ein perfektes Konzert!

Als dritter Act der Weidenbogenbühne beschlossen Solitary Experiments dort den Abend. Nun sah man wirkungsvoll wie gut dort die große neue Bühne zur Wirkung kam!
Die Band ist nun mehr seit 20 Jahren bekannt und spielen in der Oberliga der elektronischen Unterhaltungsmusik. Musikalisch auf einem hohem Niveau, einer tollen dargebotenen Show mit einem Sound der im EBM Bereich wurzelt.

Nach einem kurzen Umbau der Amphiebühne war es nun für ein weiteres Highlight soweit: KLANGSTABIL! Insgesamt 3 Mal schon spielten sie auf dem NCN und spielten nun als Headliner zum Freitagabend. Getreu dem Motto von Holger Troisch „Neue Headliner braucht das Land“ war die Amphiebühne voll mit Besuchern und es herrschte eine tolle Stimmung zwischen Fans und Band.  Der Beginn der Show ist ein kleines Ritual von Sänger Boris, so entledigt er sich Uhr, Gürtel, Schuhe und Socken um ganz in die Welt seiner Musik zu tauchen. Dies alles untermalt mit einer faszinierenden Lichtershow und gewaltigen Electro Klängen. Eine tolle Show, beeindruckend und allemal mit viel Begeisterung aufgenommen.

Die Nacht zum Sonnabend ist dunkel und noch recht warm, für heute geht es zurück nach Leipzig um den morgigen Tag beizeiten zu starten ;)

SONNABEND, 03. September 2016

Der zweite Festivaltag begann ebenso mit strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen. Zeit die genutzt wurde um das wunderschöne Festivalgelände zu erkunden, einem kurzen Bad im nahen See „Blaue Adria“ oder einfach relaxen in der schönen naturverbunden Parkatmosphäre. Ein wenig abseits von Trubel und Lärm stellte sich Urlaubsfeeling ein. Dazu ein reichhaltiges Mittagessen und eine Kanne Kaffee, was gibt es schöneres?

Es sollte ein langer und heißer Festivaltag werden!
Die bekannte Leipziger Band QUELLENTHAL spielte in den warmen Mittagsstunden stilgerecht als erste Band am Sonnabend auf der Kulturbühne. Romantischer Folk und deutsche Balladen wie die von Eichendorff`s und einigen anderen erzeugten eine ganz eigene Atmosphäre. Voller Emotion und auch Melancholie, den Gedichten eine eigene Interpretation gebend, zauberte die Band aus Leipzig eine besondere musikalische Welt.

Die Sonne prasselte auch weiterhin unbarmherzig vom wolkenlosen Himmel, aber davon ließen sich UNZUCHT welche am Nachmittag auf der Amphiebühne spielten nicht sonderlich beeindrucken. Mit Hut und in Leder gehüllt trotzte man den Temperaturen mit Mikro auf der Bühne. Eine tolle Show mit einer wohl gewählten Songauswahl aus dem umfangreichen Repertoire der Band rundeten den Auftritt am Nachmittag harmonisch und ganz auf ihre Art typisch ab.

Jetzt war das Festivalgelände sehr gut gefüllt, man sah und traf überall Freunde und langjährige Bekannte. Es blieb auch mal gemütlich Zeit im Schatten der hohen Bäume ein kühlendes Getränk zu trinken, mit einem kurzen Plausch da und dort, so wie ein gut ausgewähltes Angebot der Händler anzuschauen um dies und das zu erwerben.

THE EXPLODING BOY  verbreiten am Nachmittag auf der Weidenbogenbühne eine ausgelassene fröhliche Stimmung. Nicht nur schwitzte man hier wegen des warmen Wetters und des Tanzes. Ein gelungenes Konzert, die nachfolgende Band hatte dann aber leider mit großen Technikproblemen zu kämpfen.

Nun sollte es eine kleine Reise in die Zeit der 1980èr Jahre, jedenfalls musikalisch, geben. Die Amphiebühne füllte sich rasch, keine Geringeren als THE FAIR SEX mit Frontmann und Goth - Urgestein Myk Jung spielten eine perfekte Mischung ihrer Hits.  Eine tolle Show und Elektro/Wave/Gothic vom Feinsten.

Ein wenig später wurde ROTERSAND auf der Weidenbogenbühne angekündigt. Eine Band die ihre ganz eigenen Vorstellungen und  Auffassungen von elektronischer Musik haben und sie so zeitlos aber mitreißend umsetzen. Leider gab es am Anfang des Konzertes technische Schwierigkeiten, welche aber gekonnt umschifft wurden. Die Band schaffte es das Publikum mitzureißen, es wurde ein tolle Show.

Etwa zur gleichen Zeit spielte die italienische Dark Wave Band THE FROZEN AUTUMN auf der Parkbühne, welche von zwei Seiten sehr gut gefüllt war. Die beiden setzten den Sound der 1980er Jahre mit moderner Technik fort. Absolut perfekt und live überzeugend!

Eines der großen Highlights am Sonnabendabend waren ZEROMANCER aus Norwegen. Ein kraftvoller Start in den Abend, mit wuchtigen Klängen, begleitenden Gitarren. Die Band begeisterte mit ihrem einstündigen Konzert die Besucher, umrahmt mit einer fantastischen Lichtershow.

Wir wechselten hinüber zur 4. Bühne auf den sich die Jungs von DAF die Ehre gaben. Nach all den Jahren immer noch eine perfekte Show, toller Sound und die vielen Wasserflaschen gehören einfach dazu. Der Andrang war jetzt richtig enorm und wieder zeigte sich das Konzept einer weiteren großen Bühne klappte sehr gut. Alte Hits mit ihrem aggressiven Sprechgesang reißen die Fans mit. Ein wirklich schönes Konzert zum Abend.

Es wurde Zeit für den Headliner des Abends, die Band mit den 3 Buchstaben. Es spielten ASP, aber sie ließen die Presse nicht in den Fotograben, darum schreiben wir nichts über euch!

Ein langer aber schöner Festivaltag neigte sich nun dem Ende. Die Stiefel staubig, mit müden Füßen ging es zurück nach Leipzig. Die Nacht war noch tropisch warm, wir freuten uns auf den kommenden Festivaltag.

 

SONNTAG, 04. September 2016

Die Frage ist ja die? Gibt es ein NCN ohne Regen? Nein gibt es nicht. In den frühen Morgenstunden zogen fette Regenwolken über Sachsen und auch das Wetterradar ließ wenig Gutes  erwarten. Also Regensachen und Hut mitgenommen. Während der kurzen Fahrt nach Deutzen regnete es ohne Unterbrechung. Es sollte aber dann bald wieder die Sonne am wolkenlosen Himmel scheinen aber auch die Regengötter ließen im Verlauf des Tages nicht locker.

Mit wuchtigen Trommeln und neoklassischer Stücke hörte man schon von Weitem wer da auf der Kulturbühne spielte. SEVENTH HARMONIC, die Band aus London spielten ihre atmosphärischen und intensiven Songs.  Das war für den Sonntag ein sehr guter Einstieg, die dunklen Wolken am Himmel gaben dazu ein schönes Spiel.

BLACK LIGHT ASCENSION spielten zur besten Nachmittagszeit auf der Parkbühne. Tolle Musik und Songs welche sehr gut ankamen, obwohl wir hier nur mal kurz schauen wollten.

Nun wechselte das Wetter zu schönsten Sonnenschein und THE CASSANDRA COMPLEX wurden schon von sehr vielen erwartet. Rodney Orpheus erschien im dunklen Anzug und roter Krawatte auf der Amphiebühne.

Seit nunmehr 33 Jahren gibt es seine Formation THE CASSANDRA COMPLEX. Eine mitreißende Show wurde geboten. Eine Stunde lang feierte man zu perfekten Sound und toller Stimmung! Schön war es auf jeden Fall wieder einmal!

Statt ORGY spielten dann als Ersatz auf der Weidenbogenbühne ALEC EMPIRE. Lag es daran dass nun schon einige ihre Sachen packten für den Nachhauseweg oder am gefühlten endlosen Stück, gefühlt war es nur ein Ambient Song aus seinem Ambient Set.

Wie schon erwähnt, ein NCN ohne Regen gibt es nicht. Strömender Regen fiel am späten Nachmittag vom Himmel herab, aber trotz des Wetters war die gesamte Kulturbühne sehr gut gefüllt. Es spielten die spanische Band DER BLAUE REITER! Vom ersten bis zum letzten Song, eine gewaltige Soundkulisse, martialisch sowie orchestral, begeisterten das Publikum. Es gibt nicht viele Bands wo man während des gesamten Konzertes im strömenden Regen steht und den wunderbaren, ganz eigenen Klängen lauscht. Dieser Auftritt war eines der großen Highlights am Sonntag.

Nach dem doch eher ruhigen Ambient Set wechselte das Genre schnell auf der Weidenbogenbühne. MEGAHERZ stürmten die Bühne, schön anzuschauen wie Zombies aus ihrem Zombieland.

Selbst der Mikroständer war aus einem Baseballschläger geformt, so auch die Wucht der Musik. Nicht ohne Grund sind sie seit nun mehr 20 Jahren aktiv, als Begründer der Neuen Deutschen Härte zweifellos. Das Wetter war egal, das Publikum füllte die Fläche komplett und begeistert aus. Es war ein durchgehend kraftvolles und dynamisches Konzert, die Songs und Hits dem Publikum bekannt, alles passte perfekt!

Einen faszinierenden Auftritt bot das Duo SELOFAN, mit ihren avantgardistischen ColdWave-Klängen. Es bedurfte nur weniger zelebrierter Momente um die Zuhörer in eine andere geheimnisvolle Welt zu entführen. 

Nun war es an der Zeit, ja die Zeit ging viel zu schnell vorbei, für das letzte Konzert des NCN 11 im Jahre 2016. Wir kauften uns noch ein Getränk, verabschiedeten uns von einigen Bekannten und Freunden  welche einen wesentlich weiteren Heimweg hatten wie wir und waren gespannt auf die letzte Show!

Fixmer/McCarthy betraten die Bühne mit einer immensen Vernebelung, grandiosen Sound und faszinierenden Lichteffekten. Es passte sehr gut, diese Stimmung zu diesem Abend.  Als Headliner vom Abend und würdigen Abschluss des diesjährigen NCN!

Grandios!

 

Wie jedes Jahr heißt es nun ... nach dem NCN ist vor dem NCN!

Es war ein tolles Festival, vielen Dank an alle Beteiligten, Bands, Security, Team und Holger Troisch!!