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30.10.2015 - Joachim Witt @ Stadtbad

On: 04/11/2015

Ein Rückblick auf ein grandioses Konzert in einem einmaligen historischen Gemäuer.

 

Nun war es soweit, Joachim Witt, die graue Eminenz der Neuen deutschen Welle besuchte im Rahmen seiner „Hände hoch“ Tour Leipzig.

Ein Jahr nach seinem gewaltigen Album „Neumond“ legte der Altmeister 2015 mit seinem neuen und sehr persönlichen Album „Ich“ nach.  Damit verbunden eine Tour durch Deutschland, welche den treffenden Namen hatte „Hände hoch“!

Das Konzert in Leipzig war auch das letzte seiner Tournee im Jahre 2015, aber gerade dieses Konzert sollte einen wunderbaren stimmigen Abschluss geben.

Bei der Wahl der Spielstätte wurde im Vorfeld schon sehr viel Geschmack bewiesen, es sollte das historische Leipziger Stadtbad sein, welches schon seit geraumer Zeit ein Dornröschenschlaf hält und nur zu einigen und dazu seltenen Konzerten einlädt.

  

Aufgrund einer plötzlichen Erkrankung des Sängers der Gruppe Down Below musste diese leider absagen, aber die entstandene Lücke füllte ganz gut die Berliner Band INTRASONIC welche dem Publikum schon mal kräftig mit Industrial/Elektro Rock einheizten.

Dies ist eine noch etwas unbekanntere Band von der wir bestimmt in Zukunft mehr hören werden.

 

Es folgten nach einem kurzen Umbau der Bühne die Gruppe Leichtmatrose, ein Trio was auch sehr schnell einen guten Draht zu den Konzertbesuchern hatte, da wurde es nicht nur in den ersten Reihen schon so richtig eng.

Ein kräftiger Sound mit knackigen Texten und dynamisch, sympathischen Frontmann am Mikrofon, der so einige lustige Sprüche auf Lager hatte, passte sehr gut zur Atmosphäre des sich immer mehr füllenden Stadtbades.

Sehr guter Sound, schöne Melodien und feine Texte runden das Bild der zweiten Vorband ab. 

In der Zwischenzeit war der Saal des Stadtbades schon sehr gut gefüllt mit Fans und Konzertbesuchern.

Dabei muss man ja sagen, eigentlich befindet man sich über dem Schwimmbecken der Männerschwimmhalle, welche einen künstlichen Boden hat.

 

Gut gelaunt erinnerte ja auch Joachim Witt daran, dass man über einem leeren Schwimmbecken steht, aber später mehr dazu.

Nun wurde die Bühne erneut umgebaut, es blieb noch Zeit sich ein Getränk zu kaufen und die schöne Architektur des Stadtbades zu bewundern.

Nicht wenige Konzertbesucher erinnert sich daran, vor langen Jahren in den Becken ihre Runden geschwommen zu sein. 

Überhaupt war das Publikum sehr gut gemischt, viele ältere Fans die Joachim Witt schon seit seiner neuen deutschen Welle Heldenzeit als der goldene Reiter kannten. Hinzu von älterem bis jugendlichen Publikum war alles vertreten.

Einige Familien waren in mehreren Generationen dabei. 

Nach etwa einer halben Stunde Umbaupause sollte das Konzert beginnen. Nebel, blaues Licht und die Musik erklingt mit den Klängen „Über das Meer“, langsam begibt sich die Band auf ihre Plätze aber der große Künstler lässt sich noch etwas Zeit bis er mit markanter Stimme erscheint und sein neues Stück als Intro zum Besten gibt.

Eine ganz tolle Atmosphäre obliegt diesem einstieg, so wie ein roter Faden ziehen sich die weiteren neuen Songs von Joachim Witt grandios durch den Konzertabend.

Man merkt es schnell, einem sehr gut gelaunter Witt gefällt es, man merkt ihm sein hohes biblisches Alter gar nicht wirklich an, oder liegt das an der doch etwas anderen Frisur? Wo sind denn die langen Haare hin?

Dies konnte aber einen Entertainer wie Witt wenig kümmern, mit seiner ganz eigenen Art zog er das Publikum in seinen Bann.

So gab er einige lustige Anekdoten zum besten, gepaart mit einer Fülle gesellschaftskritischer Songs und Anregungen die aber gerade durch seine unnachahmlich Art sehr gut ankam.

Ebenso wie das Zusammenspiel der Band, eine perfekt gepaart Synthese aus Elektro, Schlagzeug und Gitarre.

Dazu immer wieder die live Musik passend umrahmt mit bunten Lichteffekten angepasst mit einer Portion Nebel.

Die Songs vom neuen Album, ja nun schon acht Mal gespielt aber auf jedem Konzert natürlich zum ersten Mal, kamen sehr gut an beim Publikum.

Die Zeitreise sollte aber erst beginnen und man tauchte weit in die NDW Zeit Edelweiß des Jahres 1982 ein aber nur um weiter Epochen und grandiose Stücke aus seiner Laufbahn zum Besten zu bringen.

Von Bayreuth über Die Flut, der Herbergsvater trällerte perfekt unterstützt von Fans und Bands seine unvergessenen Hits.

Doch der wohl am bekannteste Song sollte noch fehlen. Joachim Witt verabschiedet sich, doch nur um laut gefeiert und beklatscht zu werden zu weiteren Zugaben auf der Bühne.

So auch mit der Version des Jahres 2015, der Goldene Reiter, markant, der Saal tobte und die Fans warteten nur darauf, auf ein „… nun seid ihr dran … „!

 

Jeder schöne Abend geht zu Ende, wir sagten Adieu und immer wieder gerne zu einem Joachim Witt Konzert.

 

GALERIE

Gelesen 1371 mal Letzte Änderung am 04/11/2015

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