Konzerte Berichte (77)

12. Nocturnal Culture Night Festival 2017
 
 
Nun war es endlich wieder soweit und wie in den vergangenen Jahren pilgerte die schwarze Szene in das kleine Örtchen Deutzen. Das 12. Nocturnal Culture Night Festival, kurz NCN genannt, hatte in den wunderschönen Kulturpark geladen um drei Tage zu feiern und eine Vielzahl von Bands live zu erleben! Schon am Donnerstag gab es eine Warm Up Party auf der Kulturbühne des Kulturparkes. Richtig begonnen hatte das NCN am Freitagnachmittag, der Ort füllte sich zusehends mit zum Teil sehr weit angereisten Gästen ohne das es zu Chaos kam, es wurden großzügige Parkmöglichkeiten in der Nähe des Festivals bereitgestellt. Dazu gab es auch einen preiswerten und gut angenommenen Shuttleservice von Leipzig bis nach Deutzen, nicht jeder wollte und konnte zelten oder im Ort übernachten.

WTF - Unser kleines Wacken-Tagebuch bei Facebook

"Wacken ist vorbei ihr Spastis, geht nach Hause!" Haben wir gemacht. Und wie immer fragten Freunde, Bekannte, Verwandte, Kollegen und Nachbarn wie es so war, im Schlamm. In diesem Jahr haben wir deshalb erstmals ein kleines Tagebuch live vom Wacken Open Air geschrieben. Folgt uns von einem kleinen Wochenendurlaub an der Ostsee auf den Acker, seid quasi hautnah dabei, wenn wir unser Hab und Gut vor Monster-Regenschauern verteidigten und wir mit unseren Freunden Bands gucken oder einfach nur das Festival genießen. Mit einem kleinen Rückblick auf die einzelnen Tage von Montag zu Samstag starten wir unseren WOA 2017-Rückblick. Bleibt weiterhin gespannt auf einen umfangreichen Bericht und vorallem unsere Fotoseiten - dies ist nur ein Vorgeschmack!

Stürmisches Debüt in der Stadt aus Eisen

3 Tage, 4 Bühnen, 5 Bagger, 82 Bands – das With Full Force Festival 2017

Jeder, der schon mal mit Sack und Pack umgezogen ist, weiß, dass die erste Nacht in der neuen Bude immer eine Mischung aus Ungewissheit und Vorfreude ist. Irgendwie hing man ja an der alten Bleibe, hatte sich über die Jahre ganz gut eingerichtet und fand den Weg vom Bett ins Bad auch volltrunken und mit geschlossenen Augen. Jetzt sucht man auf der falschen Seite der Tür nach dem Lichtschalter und stößt sich im Flur noch für Wochen den Zeh an der Garderobe an. Aber solche Startschwierigkeiten werden schnell vergessen sein, denn das neue Zuhause hat mehr Zimmer, ist quasi frisch saniert und liegt im angesagten Szeneviertel. 

Mein erstes mal Summer Breeze: Ein persönlicher Rückblick

Warum das sympathische Festival in Bayern ab sofort Pflicht ist

 Was macht eigentlich ein gutes Festival aus?

Gute Zeltplätze, nette Nachbarn, saubere sanitäre Einrichtungen, kurze Wege, zuvorkommende Securities, gute Bands, allseits einsehbare Bühnen mit gutem Sound, ausreichend Sitzmöglichkeiten, gutes Essen, die richtige Biersorte, gute Bedingungen bei jedem Wetter, gute Verkehrsanbindung und natürlich die Meute, mit der man sich selbst dorthin begibt.

Beim  Summer Breeze war ich allein. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als mir meine Zeltnachbarn beim Aufbau halfen und wir unser erstes Bier gemeinsam genossen. Wie es dazu kam? Es war recht spontan dass wir von der Schwarzen Presse kurz nach dem Wacken Open Air entschieden, in diesem Jahr auch noch das Summer Breeze in Dinkelsbühl mitzunehmen. Wir bekamen einen Fotopass und durften vom Festival berichten – dummerweise zu spontan, sodass ich ohne Fotografen, einen Tag nach den ersten auftretenden Bands und mit fremder Kamera gen Süden fuhr. Warum das Summer Breeze auch ohne meine geliebte Festivalclique ein Jahreshighlight war und ab jetzt immer auf der To Do-Liste steht, lest ihr hier.

Wacken 2016 oder "Warum tut ihr euch das eigentlich immer noch an?"

Vom Drumherum, musikalischen Highlights und großen Gesten

Dienstag, erster Arbeitstag nach dem Wacken Open Air. Ich bin zufrieden, tiefenentspannt und immer noch ein bisschen kaputt, obwohl ich gestern fast den ganzen Tag nur geschlafen habe.

„Warum fährt man denn heutzutage heute noch auf’s Wacken?“ fragt mein Kollege, selbst Metal- und Rockfan und ich berichte während unserer gemeinsamen Mittagspause von der wunderbaren Welt im tiefsten Schleswig-Holstein.

Eine imaginäre Prise Meeresduft lag in der Luft…

… als sich inmitten eines gut gefüllten Konzertsaales, der als Location mit seinem historisch imposanten Charme ohnehin beliebt ist, an jenem Samstag dutzende schwarze Seelen und Anhänger des Dark Rock mit Mono Inc. auf Schiffsfahrt begaben.

 

Musik macht glücklich…

 … phänomenale Musik macht eine Nacht unsterblich!

 

Wer sich an jenem Freitag in der Leipziger Location mit dem außergewöhnlich coolen Namen und Ambiente einfand, wusste bereits, dass der Abend einen bleibenden Eindruck hinterlassen würde. Mit neonröhrenbestückten Kronleuchtern und Discokugeln ging die Industriehalle in die Charmeoffensive und bot damit den einzigartigen Rahmen, den diese Veranstaltung verdient hatte.

 

Festival in der Höhle

Die Synthie-Pop-Band Nova-Spes, die erst kürzlich ihr 4. Album “A Dog and his Boy” herausbrachten, eröffneten die Bühne des Kasemattenfestival in Langenstein bei Halberstadt. Das besondere an diesem Festival ist die einzigartigen Kulisse einer Sandsteinhöhle. Es folgten X-Divide, die bekannte Songs wie Forever oder My Love is im Gepäck hatten, aber auch Lieder vom neuen Album, welches in diesem Jahr noch erscheinen soll. Als Zugabe gab es Coverversionen von Enjoy the Silence (Depeche Mode) und White Wedding (Billy Idol) auf die Ohren. 

Schon lange kein Geheimtipp mehr ist die Band Ash Code, die in den Bereichen Post Punk und New Wave unterwegs ist. Erst seit 2014 aktiv, erspielten sie sich in den letzten Jahren jedoch konsequent ihren Platz auf den Dancefloors der Clubs. In der immer etwas kalten Höhle tanzten sich die Besucher zu Dry your Eye oder Can´t Escape warm. Der klassischer Dark-Wave Sound von Ash Code wird durch die modernen elektronischen Einflüsse spannend und hörenswert, man fühlt sich als Genre-Liebhaber heimisch in dem, was sie tun und wird dennoch überrascht.

Ebenso wurde man auch von der nachfolgenden Band Rome mit Neuem bekannt gemacht. Die Musik des Duos aus Luxemburg ist schwer in einem Satz zu beschreiben: vielfältig sind die inhaltlichen und musikalischen Elemente, wie Klassik, Rock oder Jazz. Mit diesem Mix verbreiteten sie eine wunderbar entspannte Stimmung, die schwerlich zu toppen war. 

Kunstblut, tausend Fotos und die Qual der Wahl

Mein ganz persönlicher WGT-Rückblick

Ist es schon Ende Juli? In den letzten habe ich wohl hunderte Bilder bearbeitet und in Alben für die Schwarze Presse zusammen gestellt, zuletzt nun tatsächlich das Fotoalbum zum Konzert von Agonoize. Was für ein spektakulärer Abschluss für dieses, das fünfundzwanzigste, Wave Gotik Treffen!

Ich schaue mir die Bilder noch einmal an und wie in einer Zeitmaschine sehe ich wieder alles vor mir. Was gab es denn nur wieder für fantastische Momente? Einer der lustigsten ist wohl mein Zusammentreffen mit meinem ahnungslosen Schweizer Kollegen. Als kurz vor dem Agonoize-Gig ein Ordner auf uns wartende Fotografen zukam und sagte "Hey, alle mal hergehört, ab dem dritten Lied gibt es Blut, bitte verlasst den Fotograben rechtzeitig!" stupste mich der Eidgenosse an und fragte "Was hat er gesagt? Blut? Was meint er…?". Ich zeigte ihm nur unaufgeregt meine sorgfältig in Regenschutz verpackten Kamera und sah, kurz bevor das Licht abgedunkelt wurde und das Konzert begann, in zwei völlig schockierte Augen.

IAMX – Vorweihnachtlicher Jahresausklang zum “Everything is Burning” Tour-Finale

Sinnlichkeit lag in der Luft…

 

… und mit ihr eine explosive Spannung, die an Vielfältigkeit und Emotionen wohl kaum zu übertreffen war.

Wer sich am ersten Advent in der beliebten Location Werk 2 im Süden der Messestadt einfand, wusste, dass sich das Warten auf Chris Corner lohnen würde. Nach mehr als zwei Jahren meldete sich der Solo-Künstler an diesem unvergesslichen Abend mit neuem Spirit bei den deutschen Fans zurück. Nicht zuletzt die visuell ausgereiften Bühnenauftritte mit aufwendigen Requisiten und Lichtprojektionen machten den außergewöhnlichen Live-Act bereits in der Vergangenheit immer wieder zu einem einmaligen Erlebnis.